– Coronamaske im Eigenbau – 

plexiglas-atemschutz

Wer noch einen alten, defekten Laptop rumliegen hat, den man nur noch ausschlachten oder verschrotten kann, der bekommt hier eine wertvolle Anregung. Alter Flachbildschirm geht auch.

Man baut das Display vorsichtig auseinander, also mit dem Schraubenzieher, nicht Vorschlaghammer oder Beißzange. Dabei kommen verschiedene Folien zum Vorschein, milchige, die das Licht diffundieren, reflektierende und eine transparente.

Wir nehmen die transparente und bohren mindestens 4 Löcher an den Rand. Durch diese führen wir eine Schnur, besser Gummischnur. Besser wir bohren 8 Löcher, nämlich noch 2 unten und oben in die Ecken, die wir direkt mit einer stabilen Schnur verbinden, wobei wir außen verknoten und vor dem zweiten Knoten straff ziehen, eventuell einen Mitbewohner oder eine Schraubzwinge zur Hilfe nehmen, um Spannung aufzubauen, um die Rundung zu erzielen. Eine reine Befestigung wie links im Bild dürfte rasch unangenehmen Druck auf die Ohren entfalten, so dass man das Ding nicht trägt.

Die Maske soll vor allem andere Leute schützen und ist natürlich nicht für den professionellen Einsatz geeeignet, wenn man es mit Coronapatienten in der Klink zu tun hat oder rund um die Uhr alte Menschen in deren Wohnung betreut. Nur für den kurzen Aufenthalt im Supermarkt.

Die Idee dabei ist, die ausgeatmete Luft nach der Seite, vor allem aber oben entweichen zu lassen, so dass man niemanden direkt anatmet. Eventuell führt man auch (zusätzlich) 2 Bänder hinter dem Kopf durch.

Meine Scheibe ist ziemlich starr und wird sich nicht ganz so weit biegen lassen. Die Verjüngung nach unten soll in erster Linie schick aussehen. Ob sie zum Tragekomfort beitragen würde weiß ich nicht. In Ermangelung eines Lasercutters werde ich meine wohl rechtwinklig belassen.

Ein klein wenig passive Sicherheit bietet sie auch, insofern man vor direkt Angehustet werden geschützt ist (Bröckcheninfektion).

Nach der Krise, also 2021/2022 vielleicht, kann man sie fürs Heimwerken verwenden: Schutz vor Spänen beim Flexen, vor Spritzern beim Anstreichen oder Ölspritzern beim Frittieren (eine erweiterte Form des Heimwerkens).

Ein Gedanke zu „Coronamaske im Eigenbau

  1. user unknown Autor

    Update:
    Jetzt, nach Ende der Nachtruhe, habe ich den Plan umgesetzt und Löcher gebohrt, aber leider ist eines in der Mitte gleich beim Bohren ausgebrochen. Beim Versuch den Rest zu biegen ist dann unten ein breites Stück abgebrochen. Für’s Biegen könnte man natürlich versuchen, ob das besser geht, wenn man die Scheiben mit einem Heißluftgebläse weich macht.
    Vielleicht besorgt man sich doch besser geeignetes Material im Baumarkt.

    Antwort

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