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 – Dorrey L. Leyles im ZZJC – 

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Helmut Bruger (kb), J. C. Dook (g), Manu Zacek (b), Dorrey L. Leyles (voc), Kassierin (Wechselgeld). Nicht im Bild: Kai Schoenburg (dr) und Gaststar Keith Tynes (voc).

Gestern, Mittwoch, war ich wieder im Zig-Zag-Jazzclub zum Super Funky Soul Wednesday mit Brooklyn Bridge. Auf den letzten Drücker und nicht gut präpariert, nämlich mit 2 leeren Druckbleistiften, die ich erst wühlend in meinem Rucksack hervorsuchen musste, weil ich den einen, der am richtigen Ort im Mäppchen steckte, übersehen hatte. Die Ersatzminen hätte ich auch besser erst dort gesucht. Dann wollten die Minen nicht richtig hinten rein, dann vorne nicht rauskommen. Was meist zum Bruch führt ist, die Mine von vorne einzuführen, aber merkwürdigerweise ging das glatt.

Jedenfalls zeichnete ich zwar, bis auf die Raucher- und Dampferpause, fast durchgehend, aber wurde nicht fertig. Den Drummer hatte ich noch nicht begonnen und die Sängerin gerade erst die rechte Hand und grob den Kopf, da war auch schon 20 nach 11 und die Show vorbei.

Musikalisch war nichts zu bemängeln, aber geschmacklich hat mir die Musikauswahl bei Rachelle Jaunty besser behagt, das hatte mehr Drive. Besonderheit bei Dorrey L. Leyles: Sie brachte uns dazu 3-stimmig zu singen, wenn ich mich nicht täusche – zu sehr aufs Zeichnen konzentriert – aber Tenor und Bass war, meine ich, nur eine Stimme. Ich fand es klang ganz anständig.

Also der Kopf von Frau Leyles sieht in Wahrheit doch sehr anders aus. Bei den 3 Herren oben ging es mir v.a. um die Körperhaltung. Auch bei der Kassiererin, die ich aber über eine Minute etwa beobachtete, um sie dann, als sie längst weg war, erst aufs Papier zu bannen.

Das klappte bei Dorrey nur mit der Mikrofonhand. Dann nahm sie das Mikro natürlich in die andere Hand, was ein Genie nicht irritieren würde – das würde dann spiegelbildlich zeichnen – aber sie hielt es auch nicht mehr horizontal sondern vertikal. Dann der Kopf mal nach links, nach rechts, von vorne und schon war die Zugabe vorbei.

Merkwürdigerweise war die Bude nur halb voll. Letzte Woche war es noch voll, und da waren auch schon Ferien und es war auch schon sehr heiß, wobei Hitze eher für den ZZJC spricht, denn der hat Klimaanlage und ist erfrischend kühl. Das sagen sie auch gerne selbst – jetzt zum 2. Mal bei zwei Besuchen meinerseits.

Mal sehen ob ich es nächste Woche zu Ingrid Arthur schaffe.

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 – Rachelle Jaunty im ZZJC – 

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Fitzgerald, J.C. Dock, Fitzgerald, Rachelle Jaunty

Rachelle Jaunty, die jetzt in Wien wohnt, war mal wieder im Zig-Zag-Jazzclub und so auch ich, nachdem mein Portemonaie da längere Zeit zu nein gesagt hatte.

Die fluide Band Brooklyn Bridge hatte sich ziemlich geändert: Den Schlagzeuger, Kai Schoenburg, kannte ich neben ihr als einzigen. Am Bass Adam Lenox, wenn das Programm stimmt, welches nicht stimmt in Bezug auf’s Piano, wo Helmut Bruger angekündigt war, den ich mittlerweile gut kenne (= öfter gesehen habe), aber am querliegenden Taschenrechner der Marke nerd stage 2 wurde ein Fitzgerald vorgestellt. Der Sound seines Keyboards hat mir aber auch sehr gut gefallen wie auch sein Spiel, auch Solos prächtig – etwas mehr ausufernder Wahn und Extase würde mir noch besser gefallen haben. Ebenso war die Gitarre neu besetzt und J.C. Dock auch sehr gut, auch hier prima Solos, anderer Stil, anderer Sound.

Vom Repertoire erinnere ich mich an

  • instrumentales Intro bevor die Diva die Bühne betritt
  • Deo Amadeo Mambo G I O
    Don’t Look Any Further
  • 2 Aretha Franklin Stücke
  • 1x Shade
  • 1x M. Jackson, oder war es ein Prince Stück – oh, ich Banause!
  • Ain’t nobody
  • Blame it on the Boogie (Jackson Five)

Die Stimmung war bestens, man kam der Einladung zum Stehtanz, mitklatschen und Singen mit verteilten Rollen nach. Rachelle wirkte, wenn mich die Erinnerung nicht täuscht, selbstsicherer und lockerer, alles ging ihr leicht von der Hand.

Ein Zuschauer oder Mitarbeiter wurde von ihr aufgefordert ein Video von der guten Stimmung zu machen, das in wenigen Tagen bei YT sein soll. Mit Smartphone kann da nicht viel schief gehen, außer dass es zu dunkel wird oder verwackelt oder der Sound taugt nichts – hoffen wir das beste. Wenn ich dran denke und es finde trage ich den LInk nach.

 

ZZJC: Dorrey Lin Leyles u. Brooklyn Bridge

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Das letzte Mittwoch-Funkkonzert vor der 1monatigen Sommerpause des Zig-Zag-Jazzclubs, mit Dorrey Lin Leyles (voc.). Ein junger Gittarist (li.) war für Loomis Green eingesprungen, der einen Auftritt mit Jan Delay vorzog, dessen Name auch genannt wurde, aber im Web nicht aktualisiert wurde. Am Piano wieder Helmut Bruger, der bereits früher eine Verewigung hier erfahren hat (o.re.), wo sich auch Kai Schoenburg findet (u.re., Drums).  Am Bass wohl Niklas Lukassen, dessen linkes Auge es nicht mehr aufs Papier schaffte – vielleicht erfinde ich ihm eins und liefere ihn noch nach.

So voll habe ich den ZZJC noch nicht erlebt, andere Gäste korrigierten mich „Mittwochs nicht“ und das Publikum war auch jünger als im Winter/Frühjahr – Touristen? Das Instrumentalstück zu Beginn hatte ich mal auf Cassette, aber es wanderte mit dem defekten Cassettenplayer in den Müll. Den Namen Billy Cobham konnte ich nicht mehr aus dem Gedächtnis kramen, das Stück Stratos. Ein anderer Gast konnte mit der Information aushelfen. Weitere Stücke habe ich nicht notiert und krame sie mir jetzt auch nicht aus der Erinnerung. Die Stimmung war prächtig, die Musiker excellent, Dorrey konnte ich mir nicht verkneifen einmal marginal nachbearbeitet zu colorieren, wg. der plakativen Erscheinung mit ihrem roten Umhang – ihre Stimme einerseits und ihre, dem Publikum zugewandte Art, trugen maßgeblich zum Groove des Clubs bei. Der linke Arm bedürfte größerer Korrekturen, aber wenn man mal anfängt hört man nicht mehr auf. Als Entschuldigung bringe ich vor, dass die Zeichnungen jeweils ca. DIN-A6 oder Postkartengröße hatten.

Beim linken Arm des Gitarristen musste ich auch interpolieren, da dieser vom Mikrofonständer Dorreys teilweise verdeckt war.

 – Rachelle Jeanty und Brooklyn Bridge im Zig-Zag-Jazzclub – 

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v.l.n.r. u. o.n.u.: Dimitrij, der Gastgeber, Rachelle Jeanty (voc.),  Helmut Bruger (p), Adam Lenox (b). Kai Schoenburg (dr). Ohne Skizze: Loomis Green

Wieder mal war ich begeistert. Rachelle hatte ich jetzt längere Zeit nicht gesehen. Entweder sie ist stimmlich noch stärker und in der Bühnenpräsenz noch souveräner geworden oder meine Erinnerung war einfach nur etwas verblasst.

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Rachelle und Loomis Greene

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Helmut Bruger und Rachelle Jeanty

 

Zu den Zeichnungen muss ich anmerken, dass bei Dimitrij nur die Frisur halbwegs stimmt. Rachelle hat in Wahrheit noch mehr Frisur als Kopf als auf dem Bild. Außerdem ist das Papierformat (A6) einfach zu klein, um ein Gesicht zu zeichnen, wenn man die ganze Figur aufs Blatt bringen will, selbst wenn es dann für die Stiefel nicht ganz reicht. Die Hand am Piano, falls sie jemand erkennt, ist deswegen so hoch, weil auf dem Piano noch ein Yamaha liegt, das nicht weiter ausgeführt ist, auf dem er meist spielte. Adam Lenox hat einen sehr viel längeren Kopf aber nachträgliche Korrekturversuche durch einfaches Strecken waren nicht überzeugend, also ließ ich das so wie es war.

 

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Rachelle Jeanty

 

 

 

 – Brooklyn-Bridge und Koffi Missah – 

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(Soul, Pop, Funk, Motown)

Musikerstudien.

  • Links oben, Loomis Green, Gitarre, ein ziemlicher Koloss, der sich die Guitarre gerne wie ein Baby auf die mächtige Brust legt, aber sehr feine, schnelle Solis aus ihr rausholt.
  • Re.ob., Adam Lenox, Bass (mit weißem Hut im Hintergrund) , der mich in den Bewegungsabläufen ein wenig an Clapton erinnerte. Zwischenzeitlich schob er taubenartig den Kopf vor und zurück, was ich mit 3 Brillengläsern und doppelter Profilkontur wiedergeben wollte.
  • Li. un. Marlon Browden, der wenig spektakuläre Drummer
  • Re. un. Koffi Missah, ein recht variabler Sänger der schon deswegen schlecht einzufangen war, weil er viel in Bewegung war, nicht nur die Mundmuskulatur, wie bei Sängern unvermeidlich, sondern auch sonst ständig – für einen Künstler der auch viel in Musicals macht, sicher nicht ungewöhnlich.
  • ohne Abb.: Helmut Bruger, Keyboard, der auch mit einigen Solos glänzte.

Den Ausschlag für meinen Besuch hatte das kl. Wörtchen „Motown“ gegeben. Mit Sicherheit konnte ich aus der Erinnerung zwar nur die Temptations als Band dieses Labels benennen, aber dem Programm waren weitere bekannte Funkgrößen zu entnehmen. Den Gitarristen erkannte ich wieder, und zwar hatte der bei der Vertretung für Malina Moye gespielt.Manchmal greift der beim Spielen überkreuz über die linke Hand rüber – was das soll habe ich noch nicht verstanden, im verlinkten Video zu sehen. Den Fotos nach würde ich sagen, der Drummer war damals auch da.

Der Laden war diesmal so schwach besucht wie selten – ob es am Fußball lag (Leverkusen – Ahtletico Madrid) oder ob die Leute alle die Niederlandenwahl verfolgen wollten? Das tat meine Sitznachbarin wohl via Smartphone, das sie oft konsultierte um mir am Ende des Konzerts die frohe Botschaft zu verkünden?

An den Musikern kann es schlecht gelegen haben.

Mein nächster Besuch steht schon  fest, Blues-Rock-Session am Montag, The Big, Bad and Beautiful, ein wiederkehrender Termin (monatlich?).