Archiv der Kategorie: Politik

Truth matters

Truth matters, ZDF!

Am 23.6. zeigte das ZDF in der heute-Sendung einen Vorfall bei einem Fußballspiel in Burnley (England) und klassifizierte es als „offensichtlich rassistisch“. Ein Flugzeug überflog ein Stadion, in dem die Spieler eine Gedenkminute unter dem Motto „Black Lives Matter“ abhielten, ob gleichzeitig ist nicht erkennbar.

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 – Seuchenbuchtricks 3 – 

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Und Folge 3 aus der Serie Seuchenbuchtricks.

Der Teufel steckt hier im Detail.

Einmal in der Textverarbeitung das Querformat einstellen, dann muss der Zeilenabstand + Zeilenhöhe dem Messerabstand eines plumpen Schredders entsprechen. Die elaborierten Geräte verkrumpeln die Papierstreifen oder schneiden sie in kleine Abschnitte – das macht sie prinzipiell ungeeignet.

Lässt man etwas Platz links und rechts auf den Papierstreifen, dann kann man den Beginn auf einen Bleistift kleben und dort aufwickeln. Protipp: Spannen Sie den Bleistift in eine Bohrmaschine ein, und lassen Sie die Maschine wickeln (langsame Drehzahl). Mit dem Rand am Ende kann man den Streifen auf sich selbst festkleben, so dass er sich nicht zwischenzeitlich unbeabsichtigt abwickelt.

Im Café dann kann man den Rand abreißen und den Streifen ins Seuchenbuch kleben – mit Klebestift oder einem Tesafilm.

Das alles ist etwas aufwendiger als die Methoden 1 und 2, aber besser geeignet, wenn der Seuchenprotokollführer sein Buch nicht in Blöcke, sondern Zeilen eingeteilt hat.

 – Seuchenbuchtricks 1 – 

seuchenbuchtricks

Das Wort Seuchenbuch wird in unserer infantilisierenden Harmlosgesellschaft wohl nicht wie SarsCov2 um sich greifen. Gemeint sind damit die Listen, die Cafés und Restaurants über ihre Gäste führen müssen – in Berlin und sicher einigen anderen Bundesländern ist dem so.

Wenn die Telefonnummer vermerkt werden muss bleibt natürlich Schreibarbeit an Ihnen oder der Bedienung hängen. Dieses Problem will ich mit Folge 2 und 3 adressieren, ebenso das Problem, dass das Café schon ein tabelliertes Buch haben mag, in das die Adresse ihrer Form wegen nicht reinpasst (Folge 3).

 – Seuchenpolizeistunde – 

seuchenpolizeistunde

Restaurants dürfen ja vielerorts öffnen, soweit ich mitbekommen habe aber nur bis 21:00 Uhr. Ob da die Bundesländer noch mal unterscheiden (BaWü bis 19:30, Berlin bis 03:30) weiß ich nicht.

Einen rationalen Grund habe ich dann doch gefunden – nicht in den Nachrichten, aber ich lese auch nicht alles. Nach 21:00 Uhr geht wohl die Tendenz stärker zum Trinken als zum Essen. Von hier aus lassen sich 2 Vermutungen spinnen: a) Unter Alkoholeinfluss fallen die Masken, man nimmt es mit Vorschriften nicht mehr so genau und wird auch gewaltgeneigter gegenüber Ordnungskräften. b) Protestantische Lustfeindlichkeit die schon immer im Verzicht die Vervollkommnung des Menschen sah.

Ich fände ja mal Vorschriften mit Formeln ganz schick, sowas wie: 10 Minuten nach Sonnenuntergang lt. Kreisamt für Ihre Region, auf 5 Minuten kaufmännisch gerundet, muss der Gastraum geräumt sein. Dann könnte ich als 3. Begründung die UV-Empfindlichkeit des Virus ins Feld führen.

 – 800 m² – 

okea

Hat schon jemand eine vernünftige Begründung für die 800qm-Regelungen gehört oder gelesen?

Die einzige Begründung, die ich gehört habe, war, dass man nicht will, dass sich die Leute in den Einkaufszentren ballen. Nach meiner Vorstellung ballen sich die Leute ja eher, wenn man nur wenige Einkaufsgelegenheiten öffnet, dazu noch besonders kleine. Kann der Ladeninhaber einfach die Hälfte des Ladens mit Flatterband absperren und ein Schild „Lager“ davor aufstellen? 

Hätte man da nicht besser eine Regelung geschaffen, dass Mo/Mi/Fr die Buchstaben A-M einkaufen dürfen, und Di/Do/Sa von N-Z. Also nicht die Buchstaben, sondern Bürger mit dem Buchstaben als erstem des Nachnamens. Nächste Woche dann umgekehrt.

Plus Atemschutzmasken, denen weiterhin osmotische Fähigkeiten nachgesagt werden.

 – Sperrmaßnahmen – 

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Nur nebenbei aufgeschnappt, ich habe gehört über Ostern werden Teile des Rheinufers gesperrt. Das wird natürlich dafür sorgen, dass sich die Leute dann anderswo konzentrieren. Manchmal kann man sich nur noch an den Kopp fassen!

Ich könnte aber auch falsch liegen und der Ort, um den es genau ging, eine besondere Spezifik haben. Andernorts montieren die Behörden Sitzbänke ab. Klar, Sitzbänke, da drängeln sich immer die alten Leute und die, die nicht genug Luft haben, um große Spaziergänge ohne Pause durchzuziehen. Und dann sitzen da gerne Leute mit Buch, dabei soll man nur zum Sport raus.

Dass man sagt „2m Distanz auch auf Bänken nicht unterschreiten“ hätte nicht genügt? Ich bin eher geneigt Regeln zu folgen, die auch sinnvoll sind.

Vor meinem Haussupermarkt steht ein Sicherheitsmann mit Desinfektionsspray in so einer Fensterklarsprayflasche und wenn man kommt muss man sich erst mal einen Einkaufswagen holen – ohne darf man nicht rein. Wenn man ihn dann aus der Pfandschelle befreit hat und vor ihm steht, sprüht er über den Griff – zisch, zisch – und wartet nicht etwa die 30s, die es braucht, bis der Alkohol die Viren vernichtet hat, sondern wischt mit einem Haushaltszewa, mit der er schon zig andere Wagen behandelt hat, gleich wieder drüber.

Ich kläre ihn auf, dass man das wirken lassen muss. Er meint die Leute ließen ihm nicht die Zeit und feuchten Handgriff mögen sie gar nicht, die Kunden. Dann darf ich trotzdem nicht rein, sondern muss warten, bis ein Kunde rauskommt.

Kommt auch bald.

 – Atemschutzmaske 4 – 

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Des Weiteren ist auch vom Grundrecht auf Freizügigkeit am besten nur noch von promovierten Verfassungsrechtlern Gebrauch zu machen. Öffentlich rumsitzen gilt als Defätismus.