Archiv der Kategorie: Politik

Berlin, Sirenentest: Top

Mein Vermieter wusste offenbar von der maroden Infrastruktur und beauftragte einen mobilen Sirenenmann, der mich pünktlich um 11:00 aus dem Schlaf weckte.

Wenn die ganzen Laubbläser sich jetzt noch bei den kurzarbeitenden Jazzmusikern Blechblasinstrumente ausleihen, die sie kunstvoll mit Panzertape an ihrem Gebläse befestigen, bevorzugt Posaunen, können sie auch Heultöne hervorbringen.

Der größte Gewinn wird aber sein, wenn das Event nach 3 Minuten pausiert, noch kurz Entwarnung geheult wird, und der Spuk dann ganz vorüber ist für ein Jahr.

Und ja, das Stammpublikum spekuliert ganz zu Recht, dass ich nachhaltig mit alten Cartoons umgehe. Gelegentlich muss nur der Text ausgetauscht werden und sie sind wie neu.

Bret Weinstein und Heather Heying

Bret Weinstein und Heather Heying produzieren einen Podcast, dem ich nun schon einige Zeit folge, seit Anfang des Jahres, die ersten 15-20 Episoden über Sars-CoV2, seither v.a. über den getöteten Schwarzen Floyd und Black-Lives-Matter.

Wer den Namen entnimmt, dass es wohl Englisch sein wird, liegt richtig. Sie senden 2x die Woche, Samstag und Dienstag abend, 1-1,5h und anschließend widmen sie sich nochmal ähnlich lange den Fragen des Publikums (Chat).

Zwischendurch gibt es auch Episoden, in denen Bret Weinstein mit anderen Gästen spricht.

Dies ist ein Mike Meow, ein Gast, Kiefernchirurg oder etwas ähnliches, https://www.youtube.com/watch?v=JYpPu-NrYSI bei dem ich angesichts der Fachbegriffe nicht folgen konnte, es ging darum, wie Zahnklammern/-spangen den Kiefer verformen, was Einfluss auf die Position der Zunge im Mund hat, zu Schnarchen und Schlafstörungen führt, insbes. in Kombination mit der Art, wie wir unseren Kopf auf dem Kopfkissen lagern. Eine deutsche Zusammenfassung für Laien wäre interessant – der Evolutionsbiologe Weinstein war davon angesprochen, weil es merkwürdig ist, dass große Teile der Bevölkerung heute Zahnkorrekturen benötigt.

Bret ist übrigens überzeugt davon, dass das Virus aus einem Labor stammt, wenn auch nicht, dass es in absichtlich freigesetzt wurde. Eine der Folgen geht darauf in Länge ein.

Hier hat Heather Heying ein wenig einen Bubblekopf bekommen, was nicht schlimm wäre, wenn Bret auch einen bekommen hätte.

Die Sendungen sind so anspruchsvoll, dass man nicht viele Möglichkeiten hat, etwas nebenbei zu tun. Zeichnen ist eine Möglichkeit und daher hier mal ein ganzer Stoss zum gleichen Thema.

Truth matters

Truth matters, ZDF!

Am 23.6. zeigte das ZDF in der heute-Sendung einen Vorfall bei einem Fußballspiel in Burnley (England) und klassifizierte es als „offensichtlich rassistisch“. Ein Flugzeug überflog ein Stadion, in dem die Spieler eine Gedenkminute unter dem Motto „Black Lives Matter“ abhielten, ob gleichzeitig ist nicht erkennbar.

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 – Seuchenbuchtricks 3 – 

seuchenbuch-3

Und Folge 3 aus der Serie Seuchenbuchtricks.

Der Teufel steckt hier im Detail.

Einmal in der Textverarbeitung das Querformat einstellen, dann muss der Zeilenabstand + Zeilenhöhe dem Messerabstand eines plumpen Schredders entsprechen. Die elaborierten Geräte verkrumpeln die Papierstreifen oder schneiden sie in kleine Abschnitte – das macht sie prinzipiell ungeeignet.

Lässt man etwas Platz links und rechts auf den Papierstreifen, dann kann man den Beginn auf einen Bleistift kleben und dort aufwickeln. Protipp: Spannen Sie den Bleistift in eine Bohrmaschine ein, und lassen Sie die Maschine wickeln (langsame Drehzahl). Mit dem Rand am Ende kann man den Streifen auf sich selbst festkleben, so dass er sich nicht zwischenzeitlich unbeabsichtigt abwickelt.

Im Café dann kann man den Rand abreißen und den Streifen ins Seuchenbuch kleben – mit Klebestift oder einem Tesafilm.

Das alles ist etwas aufwendiger als die Methoden 1 und 2, aber besser geeignet, wenn der Seuchenprotokollführer sein Buch nicht in Blöcke, sondern Zeilen eingeteilt hat.

 – Seuchenbuchtricks 1 – 

seuchenbuchtricks

Das Wort Seuchenbuch wird in unserer infantilisierenden Harmlosgesellschaft wohl nicht wie SarsCov2 um sich greifen. Gemeint sind damit die Listen, die Cafés und Restaurants über ihre Gäste führen müssen – in Berlin und sicher einigen anderen Bundesländern ist dem so.

Wenn die Telefonnummer vermerkt werden muss bleibt natürlich Schreibarbeit an Ihnen oder der Bedienung hängen. Dieses Problem will ich mit Folge 2 und 3 adressieren, ebenso das Problem, dass das Café schon ein tabelliertes Buch haben mag, in das die Adresse ihrer Form wegen nicht reinpasst (Folge 3).

 – Seuchenpolizeistunde – 

seuchenpolizeistunde

Restaurants dürfen ja vielerorts öffnen, soweit ich mitbekommen habe aber nur bis 21:00 Uhr. Ob da die Bundesländer noch mal unterscheiden (BaWü bis 19:30, Berlin bis 03:30) weiß ich nicht.

Einen rationalen Grund habe ich dann doch gefunden – nicht in den Nachrichten, aber ich lese auch nicht alles. Nach 21:00 Uhr geht wohl die Tendenz stärker zum Trinken als zum Essen. Von hier aus lassen sich 2 Vermutungen spinnen: a) Unter Alkoholeinfluss fallen die Masken, man nimmt es mit Vorschriften nicht mehr so genau und wird auch gewaltgeneigter gegenüber Ordnungskräften. b) Protestantische Lustfeindlichkeit die schon immer im Verzicht die Vervollkommnung des Menschen sah.

Ich fände ja mal Vorschriften mit Formeln ganz schick, sowas wie: 10 Minuten nach Sonnenuntergang lt. Kreisamt für Ihre Region, auf 5 Minuten kaufmännisch gerundet, muss der Gastraum geräumt sein. Dann könnte ich als 3. Begründung die UV-Empfindlichkeit des Virus ins Feld führen.

 – 800 m² – 

okea

Hat schon jemand eine vernünftige Begründung für die 800qm-Regelungen gehört oder gelesen?

Die einzige Begründung, die ich gehört habe, war, dass man nicht will, dass sich die Leute in den Einkaufszentren ballen. Nach meiner Vorstellung ballen sich die Leute ja eher, wenn man nur wenige Einkaufsgelegenheiten öffnet, dazu noch besonders kleine. Kann der Ladeninhaber einfach die Hälfte des Ladens mit Flatterband absperren und ein Schild „Lager“ davor aufstellen? 

Hätte man da nicht besser eine Regelung geschaffen, dass Mo/Mi/Fr die Buchstaben A-M einkaufen dürfen, und Di/Do/Sa von N-Z. Also nicht die Buchstaben, sondern Bürger mit dem Buchstaben als erstem des Nachnamens. Nächste Woche dann umgekehrt.

Plus Atemschutzmasken, denen weiterhin osmotische Fähigkeiten nachgesagt werden.