Archiv der Kategorie: Rätsel des Alltags

 – Humor am Bau – 

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Ich weiß nicht, ob es Humor am Bau ist, sondern rätsel noch, worum es sich bei dem gothikförmigen Bogen, der da in der Mitte abzustürzen scheint, inmitten all der strengen und symmetrischen Strukturen handelt.

Etwas weiter oben scheint auch Platz für eine Plakette oder eine sonstige Dekoration zu sein, der nicht gefüllt wurde, noch ein Stück drüber ist Platz für ein Erstellungsjahr, aber ich habe keine Vergleichsfotos parat von Bauten, in denen das so gemacht wurde.

Falls jemand näheres weiß bitte ich um Hinweise in den Kommentaren.

Wenn jemand das Gebäude im Original sehen will, Windscheidstr. 18, Berlin, Charlottenburg.

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 – Verkehrsquiz KaiWiPl – 

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Und heute etwas ganz neues, ein Verskehrsquiz!

Kurz und knapp, wir kommen per Rad auf der grünen Spur von unten. Direkt links neben uns ein PKW, der nach rechts abbiegen will und – ausnahmsweise, für die artifizielle Welt der Theoriefindung – blinkt (auch rechts).

Wir wollen links abbiegen, aber wegen der Breite der Straße, 6 Spuren plus Verkehrsinsel, bedeutet das erst noch ein gutes Stück Geradeausfahrt.

Die einfache Frage: Wer hat Vorrang?

a) Der PKW will rechts, der Radler links, also hat der PKW Vorrang.

b) Der PKW will rechts, während der Radler noch geradeaus fährt. Der PKW kreuzt die Spur des Radlers, also hat der Radler Vorrang.

c) Auf die paar Meter, die man faktisch weiter geradeaus fährt, kommt es nicht an, sondern auf die abstrakte Spurkreuzungslogik. Beide Fahrzeuge kreuzen beim Abbiegen die Spur gegenseitig. Keiner hat Vorrang. Winken Sie den anderen freundlich vorbei, diskutieren Sie es aus oder nehmen Sie den Bus und schauen von außen als teilnahmsloser Beobachter zu und organisieren Sie im Bus illegale Schwarzwetten auf den Sieger eines möglicherweise ausbrechenden Handgemenges.

d) Sonstiges (bitte in den Kommentaren begründen).

Anmerkungen:

Die Kreuzung gibt es wirklich und sie ist mit einer Ampelanlage ausgestattet. Rechts- und Linksabbieger haben gleichzeitig grün. Die Rechtsabbieger müssen aber oft noch die Fußgänger durchlassen, die zum Überqueren der Hauptstraße gleichzeitig grün haben.

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An der Kreuzung war vormals keine Radspur aufgepinselt. Letztes Jahr gab es einen schweren Unfall mit Fahrrad, darauf pinselte man erst einen Radstreifen hin. Dann gab es Proteste, das bringe doch nix, die haltenden PKWs würden sich da auch einfach draufstellen. Daraufhin wurde eine Kette von Barken errichtet, die die PKWs jetzt abhält.

Nach Norden heißt die  Hauptstraße übrigens ab Kleistpark Potse, nach Süden geht sie in die Rheinstraße über, nur um kurz darauf als Schlossstraße ihr Unwesen zu treiben.

 

 – Litfaßsäue – 

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Litfaßsäue vor Litfaßsäule, Ku’damm, Berlin 2019

Zurzeit sind in Berlin viele Litfaßsäulen weiß, aber informell beschriftet von Aktivisten, die, aus welchen Gründen auch immer, für den Erhalt der Säulen mobil machen.

Nach meiner Kenntnis handelt es sich um folgende Lage: Die Stadt hat die Verwaltung/Verpachtung der Säulen neu ausgeschrieben. Der alte Betreiber unterlag. Für die Säulen selbst wollte er eine Abschlagszahlung von seinem Nachfolger, die dieser zu hoch fand. Dieser will jetzt seine eigenen Säulen aufbauen und die alten abreißen lassen. Was ist hier das Problem?

Irgendwer – ich weiß nicht, wer – hat, ob im Zusammenhang mit den Ereignissen oder nicht, ein Loch in diese Säule geschnitten, und wenn Sie sich fragen, was man darin sehen könnte, wenn nur der Ausschnitt größer wäre, für den habe ich einen größeren Ausschnitt.

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Schalter, Kabel, Buchsen

Offenbar eine Stromversorgung. Womöglich sind einige der Säulen bewohnt? Man könnte auch eine kleine Dusche drin unterbringen. Nur wie kommt man rein? Man müsste in jedes Werbeplakat eine Tür schneiden, um diese Idee fruchtbar werden zu lassen. Etwas Umgekehrtes gibt es schon: Öffentliche Klohäuschen, deren Außenwand als Werbeträger benutzt wird.

Einerseits kann ich nicht sagen, dass mich die Werbung in Berlin sehr stört – riesige Baugerüste, die ein 40 Meter großes Smartphone zeigen, ausgenommen, oder unlängst ein SUV von knapp 100 Meter Länge. Grässlich. Nachtrauern würde ich ihrem Verschwinden auch nicht. Nur ganz selten vermag mich Werbung zu interessieren: für Konzerte. Jahrelang sah ich davon fast gar nichts. Jetzt auf dem Arbeitsweg an einer Stelle dann doch.


Die Rechtschreibprüfung überrascht mich damit, dass man Litfaßsäule doch mit scharfem S schreibt, wie früher. Fass ist aber doch mit kurzem A? Fußball, ja, aber doch nicht Fahßball? Muss ich das in das Bild integrierte Wort doch noch mal neu setzen – aber gut, das vordere Schwein benötigt für meinen Geschmack auch einen Ringelschwanz, das geht dann in einem.

Was ich mich auch frage: Die Schwaben würden doch eine kleine Sau „ein Säule“ nennen? Wobei, so Landwirtschaftswörterle, die haben ja oft regional noch mal ganz andere Namenle. Aber nun – so viele Schwaben wohnen noch nicht in Berlin, dass man das straflos ausnutzen könnte.

 – Vorprodukt Klausentreiben – 

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Bei Queer, einer Sendung des BR, die ich gerne Samstag Mittags auf 3sat konsumiere war kürzlich ein Beitrag zum Klausentreiben, einem Brauch aus dem allemanischen unbekannter Provenienz. Einerseits in der vorchristlichen Mystik angesiedelt, dann aber von jener geschluckt oder teiladoptiert, als Belzebub, Krampus und Knecht Ruprecht in verwandten Spielarten verbreitet. Weiterlesen

 – CMC SNS – 

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Und hier mal wieder etwas aus der Kategorie Rätsel des Alltags. Teil 1 des Rätsels war leicht für mich: Was soll CMC SNS bedeuten? Teil 2 des Rätsels weiß ich selbst nicht: Wer stellt diesen Aufkleber her, und wieso? Ist es nur Klamauk oder steckt dahinter etwas, was man weiter entschlüsseln kann? Von der Farbgebung und der Abkürzungstechnik entspricht es weitgehend dem „FCK AFD“, welches ich in Berlin oft zu sehen bekam, aber meine erste Assoziation ist nicht Fick oder Fuck sondern FCK – Betzenberg.

 – Siebträgerhack – 

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Nachdem ich meinen Eltern zu Weihnachten eine günstige Siebträgermaschine, AEG EA 130, bei ebay schoß, und selbst ausprobierte, musste ich feststellen, dass die Crema, die eine Maschine macht oder nicht macht doch einen großen Unterschied ausmacht. Ich selbst hatte nur ein italienisches Edelstahlmodell älterer Bauart, dass ohne viel Schnickschnack seinen eigenen Reiz hatte und auch den großen Vorteil, dass man 4 Espressos auf einmal damit machen kann, allerdings hat sie mir nie eine schöne Crema gemacht und der Wassertank musste für jedes Kännchen neu befüllt werden mit einem nervigen Drehverschluss. Ich legte mich nach langem Zögern, ob die Vorteile jetzt die Nachteile überwiegen, auf die Lauer und konnte wieder sehr günstig eine gleiche Maschine also auch AEG EA 130 ersteigern. Es suppt etwas Wasser unten raus – keine Ahnung wo es herkommt, ob der Dichtungsring erneuert werden müsste, jedenfalls ist das Wasser klar, aber sie steht in einem Plastiktablett mit Schwamm, so dass die Lösung des Problems Zeit hat. Weiterlesen