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 – Admiralbrückensketching 6 – 

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Frau, Mann mit Rad

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2 Männer

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2 Frauen

Die Tränen von gestern abgetrocknet, Handtuch ausgewrungen, heute #sketch_together an der Admiralbrücke.

Lasst mich kurz von Papier und einer Auktionsserie erzählen.

In meinem Hausshop, Rüther in der Golzstraße, gibt es günstige (+) Zeichenblocks aus recht festem Papier (+) mit Leinenstruktur (eher – für meine Zwecke). Sehr gut ist der schwarze, verstärkte Einband mit Ringen. Die Ringe erlauben ein Umblättern,  bei dem das Papier auf beiden Seiten dann plan aufliegt und nicht in der Mit te einen widerspenstigen Bogen schlägt. Auch zum Einscannen nicht zu unterschätzen. Ich glaube knapp unter 3 € für 80 Blatt – muss noch mal einen Block mit Vermarktungsfähnchen konsultieren, um mich zu vergewissern und das Papiergewicht nachzusehen – um die 100g/m².

Die grauen Umschläge vom Kreuzberger Edelschuppen Matador sehen weniger reizvoll aus, dafür gibt es glattes Papier (++), noch fester (130g/m²), Spiralskizzenblock A5. Dafür auch 5,70 € für 55 Blatt. Recht teuer (-).

Also neulich mal im Internet gestöbert und eine Auktion gefunden, Block A5, 135g sogar, 50 Blatt, 0 Gebote, endend bald, Mindestgebot 1€. Auch Spiralen, leider auf der kurzen Seite angebracht, wie auch eine Microperforation. Gleich mal 1€ geboten, sowie auf einen ähnlichen im Format A4, damit sich der Versand von 2,50 lohnt – waren dann zusammen 3€ Versand – plus den 2 Blöcken, die ich auch prompt bekam, macht 5€ also immer noch billiger als ein Block am Moritzplatz.

Erstmal inspizieren, den Block, ausprobieren. Nun, alles in Ordnung. Nochmal in der Bucht nachgeschaut, unter „Erweiterte Suche, vergangene Auktionen“ festgestellt, dass die Blocks erst mit mehreren Geboten oft für 2,50/3€ das Stück über die Theke gingen, dann 2€, 1,50 und 1, schließlich viele beendete Auktionen ohne Gebot. Zu erwähnen ist noch, dass der Händler die Blocks immer wieder für nur ca. 24 h laufen lässt und dann den nächsten einstellt, so dass man immer nur einen kaufen kann. Man kann auch nicht über „sofort kaufen“ zu einem Fixpreis kaufen und dann gleich paar auf einmal.

Also den Händler mal angeschrieben. Ob er einverstanden wäre, gleich 5 Stück zu 5 Euro plus Versand zu verkaufen. Keine Antwort.

Also biete ich wieder 1€, gewinne die Auktion, überweise aber nix, sondern warte auf die nächste Auktion. Wieder 1€ geboten, wieder gewonnen, wieder Zahlung verschoben. Jetzt kam der clevere Verkäufer zum Zuge, erhöht er doch auf 1,99 Mindestgebot. Hin- und hergerechnet, ist immer noch billig, 2,01€ geboten und für 1,99 den Zuschlag erhalten. Diese Prozedur noch 2x durchgeführt, so dass ich auf grob 5 Blöcke zu 8 Euro komme, plus Versand (jetzt 3,50, mehr Gewicht) macht 11,50 €. Damit bin ich 1-2 Jahre versorgt, schätze ich.

Früher oder später wird das Angebot natürlich ausverkauft sein. Zwischen Ablauf einer Auktion und Neueinstellung vergehen auch mal paar Stündchen.

 

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 – Admiralbrückensketching 4 – 

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Drei Pollersitzer, eine Zeichnerin

Wieder Freitag, wieder Admiralbrücke. Gegen 19:10, als ich kam, waren zwar einige Sketcher da, aber erstaunlich wenig sonstige Leute. Im Laufe des Abends wurden es dann mehr – als ich um halb elf fuhr war es doch wieder ziemlich voll.

Die Frau mit Händy (2. v. li.) sah sich nur als Bleistiftskizze, bzw. ihre Freundin erkannte sie beim Vorbeischlendern wieder und fragte, ob das sie sei, hätte gerne das Original gehabt. Das kommt natürlich nicht in Frage. Gut – nach dem Tinten könnte ich es fotografieren, um einen Beleg für mein Archiv zu haben, und so gut, dass ich es dringend behalten wollte ist es ja nun nicht im entferntesten.

Aber wenn ich es herschenke kommen alle, und dann werden die anderen unter Druck gesetzt, auch ihre, meist wesentlich besseren Skizzen, herzugeben, womöglich zu ähnlichen Dumpingpreisen, die ich aufrufen müsste, um nicht vor Scham an dem davon gekauften Eis zu ersticken.

Apropos Eis: Ich bin jetzt schon in zwei Supermärkten gewesen, in denen das Eis knapp war. Sind die Hersteller am rotieren? Die Preise haben noch nicht angezogen. Bei mir zu Hause sind auch die Vorräte oft schon am frühen Nachmittag erschöpft, und auch das nur, weil ich nicht vor Mittags aufstehe.

Nun, zurück zur Touristin. Ich ermutigte sie ein Händifoto zu machen. Tat sie und zog mit der Freundin ab. Dann trug ich die Tinte auf und zeichnete weiter. Ein, zwei Stunden später kam sie aus der Gegenrichtung wieder und wollte die Fortschritte sehen. Hätte sie mal in die Mappen der anderen geschaut, um zu sehen, was möglich ist. Selbst die anderen 3 Figuren von mir sind ja besser. Sie nahm noch ein Foto auf und ließ sich meine Karte mit der Webseite aufdrängen und zog dann ab.

Vielleicht meldet sie sich ja mit einem Kommenar.

 – Admiralbrückensketching – 

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Bild 1 zeigt eine anonyme 4er-Gruppe junger Frauen auf der Brücke, aber die 4. saß so, dass sie meist von der mittleren zum Teil verdeckt war, was ein Zeichnen unmöglich machte – außer man wäre viel schneller als ich, hätte ein viel besseres Gedächtnis oder nähme es ganz unwichtig, ob das, was man auf Papier bannt, den Tatsachen nahe kommt.

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Bild 2 zeigt zwei Zeichnerinnen, die hier auch anonym bleiben.

Vielleicht füge ich noch 2-3 Fotos an.

Die Admiralsbrücke ist ein wilder Touritreffpunkt in Berlin/Kreuzberg. Oft patroulliert die Polizei, wohl um offenen Drogenhandel, später dann auch um den Lärmpegel einzudämmen aber ich verließ den Ort schon um 21:00 Uhr, als es noch zivil und gesittet zuging. 2 Straßenmusiker hatten etwas zum Besten gegeben, die vorwiegend jungen Leute Flaschen dabei und saßen ans Brückengeländer gelehnt, auf breiten Pollern oder den Bordsteinkanten, was die sporadischen Autofahrer zu Schrittgeschwindigkeit zwingt – Schrittgeschwindigkeit von Hamstern allerdings.

 – Sketching in Markthalle 9 – 

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Mal wieder ein Sketching-meetup, und da es nicht nieselte, wie letzte Woche, hatte ich keine Ausrede, zu schwänzen. Hier die Bilder von ein paar Leuten, die denen, die da waren, entfernt ähnlich sehen. :)

 – Urban-Spree-Sketching – 

urban-spree-sketching

ob. 1. v. l. und u. 2. v. l.: Mitsketcher, Rest: Gäste

Die Figuren sind auf Din-A5 gezeichnet, entweder eine oder zwei, gescannt, vektorisiert und hier auf ein Bild zusammengeschoben. Unten 1, 2 und 5 von li. sind Bleistiftzeichnungen. Das Scanprogramm (xsane) kennt 3 Hauptmodi: Strichzeichnung (nutze ich 90% der Zeit), Graustufen und Farbe. Scanne ich die Bleistiftzeichnungen als Graustufen ein, so zieht der Scanner in der Vorschau 60% durch, macht eine längere Pause aber es sieht gut aus. Dann zieht er nach ca. 5-10s auf ca. 85% der Fläche, es sieht immer noch gut aus und dann, nach etwa 20 weiteren Sekunden fertig, und in dem Moment – swapp – ist die Vorschau fast komplett weiß.

An verschiedenen Einstellungen (Auflösung, Kontrast, Gammawert, Helligkeit) habe ich bereits rumgefummelt, aber es ändert nichts. Auf die Dauer zermürbend. Ich habe noch einen zweiten Scanner, einen Nur-Scanner. Dieser hier kann auch drucken, faxen und kopieren, aber seit die Druckerpatrone leer ist habe ich nicht mehr gedruckt oder kopiert – wie auch – und das ist vielleicht ein Jahr her.

Ich drucke alles über den Laserdrucker, naja, und gefaxt wird hier gar nicht – ich hab‘ E-Mail.

Unser Sketchingmeetup fand im Urban-Spree des RAW-Geländes an der Oberbaumbrücke in Friedrichshain statt. Preiswerter Espresso (doppelter Espresso 2 Euro) und teurer Imbiss (Schrimps 10€). Eine Galerie zeigte interessante Werke von Rylsee, Buchstaben mit denen allerlei Schabernack getrieben wurde. Ein Teil des Areals ist Verkaufsfläche mit Kunstbüchern, -plakaten usw. – interessant dabei, wieso habe ich kein Photo gemacht? – eine Künstlerin, die Buchseiten so faltet, dass sie im zugeklappten Zustand von außen ein Wort zeigen. Allerdings bringt einen das in eine gewisse Bredouille: Ein wertvolles, tolles Buch will man so nicht verunstalten. Ein überflüssiges Schrottbuch will man aber gar niemand erst zeigen.

RAW ist Ostdeutsch für Reichsbahn-Ausbesserungswerk, gut möglich dass der Name älter ist als die DDR und bis in die Kaiserzeit zurückreicht. Koinzidenz: In den 90ern gab es in New-York eine Reihe moderner Comicbände verschiedenster Zeichner, darunter Art Spiegelmann auf den ich über Klaus Theweleit gekommen bin, der ebenfalls RAW hieß.

 

 – Lazy afternoon sketching – 

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Es war wieder ein Sketching-Meetup. Ich werde nicht besser, aber schneller. Diesmal in Neukölln bei Froilein Wunder – nein, Frollein Lagner. Ein prima Espresso, ein tödlich guter Browniekuchen, Lichtverhältnisse so la la – am Fenster gehts. Im Licht des Scanners kommen dann die Unzulänglichkeiten raus. Aber es sind ja Étuden, keine Werke. Die Bedienung beim Frollein ist zwar nett aber wegen der vielen Gäste dauert es leider oft lange, bis man überhaupt wahrgenommen wird, wenn man schreiend und winkend an der Theke steht im Gästepulk.  Weiterlesen

 – Meetup Haus-am-See – 

haus-am-see

Nach dem Schließen der Oslo-Kaffeebar fuhren wir noch zum Rosenthaler Platz, zum Haus am See, welches eine ungewöhnliche Raumgestaltung hat und eigentlich zu dunkel ist. Dadurch, dass ich so weit weg saß von den 4 Mitzeichnerinnen (oben) sind diese nur aufs gröbste qua Frisurumriss o. Hut zu identifizieren und verzeihen mir hoffentlich meinen Dilettantismus. Unten 2 Gäste.

 – Meetup Oslo-Kaffeebar – 

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In der Oslo-Kaffebar am Rande eines Art-Weihnachtsmarkts, zwischen schmackhaften Schokofladen und doppelten Espressos zu erschwinglichen Preisen an zu kleinen Tischen ließen sich viele Stadien der Schalmode studieren. Oben: Naturschal (männl.) 1 & 2, alias Winterfell.

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Parka (eine Art Schalverweigerung, der seltene Minimalschal (entweder weit hinter oder vor der Mode – die nächsten Jahre werden es zeigen) und der geschlaufte Schal.

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Links die ausladend üppige Schalaura, bei der die Trägerin schon zum Accessoir des Schals wird. In der Mitte die eskalierte Form: Wie ein Dip Ragout Fin im mannigfach gefalteten Blätterteig verliert sich die Trägerin im mäandernden Stoff. Eine Auslandende Frisur ist hier dringend geboten, um die Ortung des Kopfs zu erleichtern. Bild 3: Die Person verwandelt sich selbst in einen Schal.

Ich hoffe einzelnen Figuren noch einen Autritt in einem Cartoon spendieren zu können.

Die Oslo-Kaffebar findet man über die Meetupseite auf dem Stadtplan südlich des Nordbahnhofs, und zu hören gibt es da v.a. Samba.