Archiv für den Monat Dezember 2018

 – 2018 Abgesang – 

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Mit Mühe habe ich die Blogbesuchszahlen von 2013 übertroffen, dank einer kl. Jahresendoffensive. 1000 Aufrufe pro Monat im Schnitt habe ich mir als Ziel gesetzt und erreicht.

Was ist die Geschichte hinter Aufstieg und Niedergang der Besucherzahlen? Zwei Dinge sind zu unterscheiden. Bis 2015 habe ich meinen täglichen Output erhöht und mehr und mehr meine Sachen bei Google+, später auch bei Twitter hochgeladen und verlinkt. Dann auch in den Kommentaren beim Postillon verlinkt und, wenn es thematisch passte, bei den heise-News.

2016 hat dann der Postillon die Daumenschrauben angezogen, was externe Links in Kommentaren betraf. Später auch Heise. Nachdem die Zahlen nicht mehr stiegen zog ich Bilanz, ob das Ziel, mehr Reichweite zu erzielen, den Aufwand wert ist. Es war keine ultimative Entscheidung, aber ich hatte keine Lust mehr viel Aufwand damit zu verbringen, mein eigenes Zeug zu pushen. Wenn es sich nicht fast von selbst verbreitet, dann ist das halt so. Anderen über Gebühr auf den Geist gehen war nicht meine Absicht.

So beendete ich dann auch die grobe Zielvorgabe an mich selbst, pro Woche etwa 5 Cartoons zu produzieren. Stattdessen ging ich dazu über nur mehr Skizzen von Sketchmeetups und aus dem Jazzclub zu posten, womit die 3 G+-Gruppen zu Humor als Multiplikatoren flach fielen. So brach dann auch meine Postingfrequenz dieses Jahr ziemlich ein (4 Jahre lang um 300 Beiträge/Jahr, 2018 waren es 82).

Mit der DSGVO brachen dann auch die Teilnehmer bei den Comic-collabs plötzlich und unerwartet ein. Mich hatte die DSGVO zwar nicht beeindruckt, aber nachdem ich nicht mehr fast täglich einen Cartoon machte verpasste ich auch mehr und mehr die Termine und entwickelte da unbeabsichtigt eine ziemliche Wurstigkeit.

Da ich hier niemandem was schulde, außer treuen Besuchern vielleicht eine Wasserstandsmeldung und Wetteraussicht, nehme ich den Jahreswechsel als Anlass mal kurz Bescheid zu geben.

Skizzen will ich weiter veröffentlichen und wenn ich meine, einen Cartoon im Kopf zu haben, diesen auch zu Blog bringen. Auch wenn ich über etwas politisches schimpfen will werde ich weiter auf grafische Lockmittel setzen. Das wird aber wohl so unregelmäßig bleiben wie es letztes Jahr war.

Allen Blogbesuchern wünsche ich einen guten Rutsch und allen Bloggern viele Visits.

Für Nostalgiker wiederhole ich jetzt die Sylvestergrafik von 2013 mit marginalen Korrekturen an den Uhren.

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 – Facebooktracking – 

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Guter Vortrag auf dem 35c3 zu Facebooks Datensammeln. Sie bieten eine Programmierbibliothek an, die wohl einiges nützliches für viele Apps zu bieten hat, und dafür werden schon beim Programmstart jede Menge Daten an Fb gesendet, auch ohne dass man  da Mitglied ist. Das machen zig Apps bei Milliarden Usern alle soundsoviel Minuten.

Ich bin skeptisch gegenüber staatlicher Regulierung, aber in dem Bereich brauchen wir deutlich mehr, und in der EU zu sein, um gemeinsam Bürgerinteressen zu vertreten, erscheint mir da auch eher nützlich.

Einen Heiseartikel zum Vortrag gibt es für Freunde des geschriebenen Wortes auch.

Der Abend war überhaupt dicht mit interessanten Vorträgen, teils von mir bisher erst teilweise gesehen. Mit Empfehlung versehen:

 – Frank Rieger – 

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Frank Rieger, Sprecher des CCC

Frau Marlene Halser von der Taz experimentiert mit Periscope als Interviewplatform, allerdings ist der Ton nicht beeindruckend und auch die Farbtöne sind etwas spooky.

Die alte Institutionen, „Security Nightmares“ mit Ron, gibt es am Sonntag um 16:15 mit Ron. Der Cotalk Fnord-Jahresrückblick mit Fefe findet ja schon seit letztem Jahr leider nicht mehr statt.

 – Tretroller Memories – 

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Rasch zur nächsten Lecture!

Noch ein paar Eindrücke von Vorträgen:

  • Geschichten aus der Cobolgruft – ich kenn mich mit Cobol nicht aus – war nicht ergreifend, hatte unterhaltsame Anekdoten erwartet – abgebrochen.
  • Afroroutes: Africa elsewhere: ebenfalls
  • Inside the AMB microcode ROM: War nicht mein Thema und ist es jetzt auch nicht geworden.
  • Open Source Firmware: Wirkte auf mich v.a. wie eine Bestandsaufnahme und wenig spektakulär.
  • Wallet.fail: Ein klassischer Hackervortrag, ordentlich unterhaltsam, Programmier-/Computerwissen ist aber wohl Voraussetzung, um davon was zu haben.
  • Locked up Science: Über Elsevier und freien Zugang zu Forschungspapers – alles schon 2-3 mal gehört. Was soll das?
  • Opening: Schon vergessen um was es ging – offenbar verzichtbar.
  • Die eigene Stimme hacken: Audio fehlt im Relive bis zur Fragensektion. Vielleicht wird das noch korrigiert.
  • Hackerethik: Nichts spektakulär neues, aber guter Vortrag.
  • How does the Internet work?: Plätschert dahin, vielleicht was für Internetanfänger.

 – Refreshing memories – 

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Refreshing memories ist das Motto des 35c3, des 35. Chaos-Communication-Congresses der derzeit in Leipzsch stattfindet.

Ganz aktuell, jetzt in Saal Adams ab 23:30 der Talk Polizeigesetze mit Constanze Kurz u. Marie Brökling, evtl. trage ich den Link zum Recording nach, der Talk ist aber nicht näher Basis der Karikatur, wie ich hoffe, aber erst nach dem Talk sagen kann.

Ansonsten kann ich nach Betrachtung der ersten Vorträge einen empfehlen, der recht unterhaltsam war und das wenig beleuchtete Thema Chaos im Fernsehrat (Link geht zu Relive, also noch unbearbeitetem Video, d.h. man muss evtl. 10, 20 Minuten vorspringen, um den Anfang zu finden) hatte. Das meiste davon kannte ich jedoch schon aus den einschlägigen Blogs.

Gelangweilt hat mich der von mir nicht komplett angehörte Beitrag zur Netzpolitik der AfD. Preaching to the chorus as usual. Wem es anders erging – ich diskutiere gerne.

Mit Guy Standing mit The precariat – a disruptive class for disruptive times bin ich noch nicht durch.

Hackerethik mit Frank Rieger ist mir von dritter Seite, Detlef Borchers (via Tweet, nicht persönlich) empfohlen worden – kommt auf die Todoliste.

 

 – 35c5 – 

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Der 35c3 hat begonnen, der wichtigste Link für Inhaltsjunkies geht direkt zu den Vorträgen – Häretiker glauben ja, das soziale Networking sei die Hauptsache, andere Pizza und/oder Donuts, T-Shirts gar, Trinken nicht vergessen… damit wären die 5 Fluchten vom #ESC5 beschrieben, 5 war wohl ein Tippfehler von irgendwem und das trendet gerade auf Twitter, hört man.

Also wir sind schon mitten  im Kongress, vielleicht Anlass für weitere Skizzen, aber erst mal muss ich aufs Fahrrad mich schwingen, den Kühlschrank auffüllen und prüfen, ob irgendwo die Weihnachtsmarzipanreste billig herausgehauen werden.

 – Anschluss vsl. erreichbar – 

 

 

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Der Beitrag entstand unter den etwas suboptimalen Bedingungen der Bahnfahrt selbst, wobei man lobend erwähnen darf, dass auf der Hinfahrt weitgehend WLAN im Zug verfügbar war (Bln – Köln, Koblenz-Trier/Köln-Koblenz weiß ich nicht mehr) und auf dem Rückweg (Koblenz – Ffm, Ffm – Wolfsburg, ab Wolfsburg eine Meldung, dass das Internetportal WifiOnICE leider nicht mehr funktioniert. Im Berliner HBF (tief) dann auch kein Zugang mehr. Gesendet dann vom Südkreuz, wo ich 15 Minuten auf den Bus warten musste.

Insbesondere das Fehlen eines Scanners ist ärgerlich, weil ich dann Fotos machen muss, die ich erst mit Gimp auf die Seitengröße beschneide um dann den Kontrast und die Helligkeit hochzuregeln, um starke schwarz-weiß-Kontraste zu bekommen, die dann mit meinem Script in eine Vektorgrafik verwandelt werden können.

Wenn man mal raushat, welche Bluetootheinstellungen man am Laptop vornehmen muss, um Bilder vom Smartphone zu empfangen, ist das Fotografieren damit etwas komfortabler als mit der Digicam, um dann mit die Chipkarte ins Thinkpad zu verfrachten.

Eine weitere Einschränkung ist, dass das Hantieren mit einer Maus oft nicht möglich ist, und das Touchpad gefragt ist, obwohl ich ja auch die Möglichkeit gehabt hätte, die Tabletfähigkeit und den Stift zu nutzen – das hätte ich für Bild 2 mal machen sollen.

Wegen einer Störung vor Frankfurt verpasste ich den Zug über die Thüringer Waldstrecke um 19:04 und musste über Fulda, Wolfsburg, Spandau nach HBF und von da nochmal per RE 4 zum Südkreuz. Das kostete mich ca. 45 Minuten aber ohne festen Termin ist das verschmerzbar.

 – Untergang des Abendbrotlands – 

mehrwertbroetchen

¹) Lokale Bezeichnung in Trier für Schrippen (berl.), Semmeln (bayuw.) bzw. Brötchen ist Brötchen, aber ²) Mz. v. Brötchen im Moselfränkischen ist Brötcher und aus ³) zwangzig wird gerne mal zwanzich, wobei ich/lich dann wieder zu isch/lisch wird.

In der Tat sind die provenziellen Trierer Brötscher am Bahnhof noch teurer als Frühschrippen am Hauptstadtbahnhof. Leute, das ist der Untergang des Abendbrotlands!

Achso – und für die Bewohner des Bundeslands Aldi-Nord: Bei Aldi-Süd heißt die Noname-Hausmarke der 1,5 l Limo tatsächlich Flirt-Zero, in der Nullzuckervariante. Manche Leute schrecken einfach vor nichts zurück.