Schlagwort-Archive: Gender

 – 2. Stock, Damenmieder – 

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Hintergrund: Artikel Washington PostThe Times,  Boston Globe und The Chronicle.

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 – Der blinde Fleck – 

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Der 34c3 ist nun vorbei, und vieles wurde debattiert, aber das Thema James Damore @ Google blieb seltsamerweise ausgespart.

Früher gab es ja allgemein in IT-Kreisen viel Sympathie für Google, einfach weil die Suche so viel besser war, als bei der Konkurrenz, dazu das asketische Suchinterface und mit Adblocker auch eine aufgeräumte Sache. Legofarben, die Harmlosigkeit suggerieren, dazu viele interessante Projekte, die von Google ausgehen und starke Unterstützung von Open-Source-Projekten, finanziell aber auch durch Code, durch Verlautbarungen, wo man überall Linux einsetzt und wie man sich in Standardisierungsgremien verhielt, bis hin zur Entwicklung von Android, welches auch auf Linux basiert und sowie die Konkurrenz zu Microsoft und dem snobistischen Apple.

Dann haben aber doch die Einkaufstouren gezeigt, wie viel Macht dieser nette Konzern hat; die Werbegeschäfte riechen doch unangenehm, auch wenn man sich selbst davon abschotten kann. Was hat Snowden noch mal zu Google enthüllt?

Jedenfalls Damores Rauswurf, ein internationales Thema, und der Chaos-Communication-Congress hat nichts dazu zu sagen?

Sicher, die Praxis sieht so aus, dass im Spätsommer irgendwann ein Termin verkündet wird, zu dem man seine Vorschläge, worüber man sprechen will, einreichen muss. Und wenn niemand was einreicht, dann wird keine Diskussion unterdrückt – es will sie nur niemand führen. Oder die Einreichungen waren nicht überzeugend.

Bazon Brock hat für die Dokumenta ja gefordert, dass man eine Nichtdokumenta daneben aufbauen sollte, wo man den Leuten zeigt, was es alles nicht auf die Dokumenta geschafft hat, weil sich das Publikum sonst kein eigenes Urteil bilden kann. Ähnlich gibt es vom CCCongress auch keine Liste, welche Vorschläge durchgefallen sind.

Die Szene ist aber auch nicht direkt berufen eine solche Debatte zu führen. Psychologen, Soziologen, Biologen sind dünn gesät in den Reihen. Pöbler, die sich in der Thematik nicht auskennen sondern Stammtischparolen weitergeben wollen bringen auch nichts. Man tut sich aber sicher auch schwer zwischen einem Faible für evidenzbasierte Wissenschaften einerseits und traditioneller Verbundenheit mit linken und grünen Strömungen Position zu beziehen.

Ich wüsste im deutschsprachigen Raum auch spontan niemanden, den ich auf einem Debattenpodium gerne sehen würde, und zwar im Sinne von überhaupt niemand, auch unter Leuten, die dem CCC fernstehen nicht.

Einen Augenblick sah es so aus, als könne Kutschera jemand sein, aber der hat sich als unsachlicher Troll erwiesen, der sich im Ton vergreift und im Segelwind der Natur einem Geburtenwahn anheimgefallen ist, verbunden mit Tendenzen, die ins rechte Lager reichen oder da her kommen. Danke, nein.

Ob es intern keine Diskussionen gegeben hat? Ich bin nicht im Club, kann es mir aber eigentlich nicht vorstellen. Ein solches Thema hat natürlich die Brisanz einen solchen Verein zu spalten. Das Thema zu vermeiden wird sich aber, so fürchte ich, rächen. Kontroversen muss man auch auszuhalten lernen, aber wo tut man das noch? Das ist aber kein Druck von außen, der die political Correctness erzwingt, sondern es ist die Konsequenz des Verhaltens von 1000 Einzelnen, die alle die neue Hymne singen: „Einigkeit statt Recht und Freiheit“.

 – Genderpay – 

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Interessanterweise ist es ja so, dass die gleichen Kreise, wenn auch nicht exact die gleichen Kreisen, die sonst mit Pink-stinks-Kampagnen auf sich aufmerksam machen nun gegen überteuerte Einwegrasierer zu Felde ziehen, die im 5er-Pack 60 ¢ mehr kosten, als die für Männer, erkennbar daran, dass sie nicht pink sind. #genderpricing

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 – Diversity & Illusion – 

English version at the middle of the page.

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Im Zalando-Tech-Lab fand am Dienstag eine Veranstaltung zu Vielfalt und Inklusion in Open-Source-Projekten statt.

Dies erinnerte mich an eine Anekdote, die ich selbst erlebt hatte.
Ein Projekt, das schon am Laufen war, als ich dazustieß, hatte einen COC (Code of Conduct, also eine gemeinsame Selbstverpflichtung sich an Verhaltensstandards zu halten die oft solche sind, wie man sie sei der Grundschule verinnerlicht haben sollte, oft noch mal für verschiedene Merkmalsträger betont  – Hautfarbe, Geschlecht, Gesundheitszustand, sexuelle Vorlieben), den es von einem verbundenen, anderen Projekt übernommen hatte, aber es war strittig, ob dieser verbindlich für die Community sei. Als ich umherfragte fanden alle diesen COC prima. Merkwürdig fand ich daran, dass es die Institutionen, die hie und da tätig werden sollten, gar nicht existierten und es gab Vorschriften für die Entwickler, obwohl es in unserem Bereich keine Entwickler gab und auch nicht geben sollte. Mein Eindruck war, dass niemand das aufmerksam und kritisch gelesen hatte, aber alle schon geübt waren solche Statements wie eine Sonntagsrede abzunicken. Weiterlesen

 – Google Home –

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Für sich schon eine heikle Idee, ein Gerät das nicht nur mithört, sondern um Fragen zu beantworten auch noch ständig ins Internet funkt, ob Alexa (Amazon), Siri (Apple) oder nun Google-Home, kommt bei Google erschwerend hinzu, dass sie über unzählige Dienste Daten über uns sammeln und aggregieren können, sowie die meisten Kunden haben.

Jetzt zeigt Google aber auch noch, was sie von freier Rede halten. Wie borniert und ignorant sie auf Argumente reagieren. Auch wer sich sagt, er habe nichts zu befürchten, da er die grob betrachtet den Werten, die Google da gegen einen Angestellten vorbringt, um Ruhe im Karton zu schaffen, ja beipflichtet: Gleichstellung, Diversität, Arbeitsdisziplin.

Morgen kann Google schon andere Werte haben. Morgen könnte man selbst andere Werte haben. Morgen könnte Google die Daten an jemanden mit gänzlich anderen Werten verkaufen. Oder die Daten werden, wie so oft, rausgetragen. Oder das Gerät hat Ironie nicht erkannt oder ein Wort falsch verstanden.

Links zum Fall mit dem Angestellten trage ich entweder hier nach, oder in einem gesonderten Beitrag, der Kopf noch reift.