Archiv der Kategorie: Computer/IT

 – ZZJC: Brooklyn Bridge + Ingrid Arthur – 

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Ingrid Arthur, JC Dook, IA

Kleine Überraschung: Mittwoch war’s, und ich mal wieder im Zig-Zag-Jazzclub bei Brooklyn Bridge feat. Ingrid Arthur.

Seit zwei Wochen hatte ich es dringend vor, aber dann zuviel mit Rennereien wg. meines Unfalls um die Ohren und andere Dinge, die erledigt werden mussten, drängten sich auch in die Abende. Heute wäre es auch fast wieder geplatzt.

Eine lange Story, die ich versuche kurz zu halten. Sonntags wollte ich auf den Flohmarkt, denn eine Krankenbettbeschäftigung von mir war es, die Ebay-Kleinanzeigen abzugrasen, Sektion zu verschenken, und da hatte ich einen Diaprojektor erbeutet. Das schwebt mir schon lange vor, aber mit geringer Dringlichkeit – es lief mir nicht weg. Mein Ziel: Auf Klarsichtfolie oder Transparenzpapier mit dem Laserdrucker Fotos drucken, aber in Diagröße. Die dann ausschneiden, rahmen und mit einem Diaprojektor von hinten auf eine Leinwand projizieren, von vorne grob die Hauptstrukturen abpausen, dann flott drübermalen, so dass man einerseits den Effekt rascher, lebendiger Striche hat, andererseits aber die Proportionen, die Perspektive super stimmt. Evtl. unter Berücksichtigung von Licht und Schatten.

Diaprojektor hatte ich, Rähmchen gibt es preiswert im Netz, aber oft in Mengen, die es doch teuer machen oder aus Entfernungen, wo der Versand den Verkaufspreis übertrifft. Am Flohmarkt dagegen erst neulich massig Dias gesehen – da könnte ein Magazin billig abzustauben sein. Jetzt war aber kein Flohmarkt sondern eine Veranstaltung der Tafeln Berlin vor dem Schöneberger Rathaus. Die nächsten mir bekannten Flohmärkte an der Straße d. 17 Juli und am Marheinikeplatz aber auch so weit, dass ich erst kurz vor 15 Uhr da wäre, wenn die Berliner Flohmärkte gerne schließen.

In der Nähe ist aber auch der Winterfeldplatz, wo unter der Woche oft Wochenmarkt ist und der also prädestiniert wäre auch einen kl. Flohmarkt zu beherbergen. Also dahin. Es war dort auch was los, aber ein reiner Fahrradmarkt, der mich auch interessierte.

Hier fädelt ein zweiter Erzählstrang ein: Seit meinem Unfall ist mein Rad ja auf der Notaufnahme (der Laden mit Werkstatt heißt wirklich so). Ach ne, Radaufnahme. Die haben schon einen Heil- und Kostenplan erstellt, aber solange die Versicherung des Unfallgegners nicht die Übernahme der Kosten bewilligt hat, und sich womöglich überlegt einen Sachverständigen zu schicken, legt die nicht los. Also musste ich mein Reserverad, eine ziemliche Gurke (Bremsen: oh jeh, Licht: na ja, Umwerfer für Schaltung vorne fehlt, keine Schutzbleche, kein Tacho, klassische Tourenpedale, T-Lenker, kein ordenlicher Geradeauslauf), flottmachen, in erster Linie von der Wand pflücken und aufpumpen, provisorisch Taschenlampen montieren, und ein, zwei Klingeln.

Aber obwohl das Mistding eine ziemliche Krücke ist, ist darauf irgendwas besser als am Rennrad. Die mehr aufrechte Sitzposition vielleicht?

Nein, es ist die Rahmenhöhe, bin ich überzeugt. 56cm, nicht 58 wie beim Rennrad. Da ist das Sattelrohr ganz eingefahren und ich erreiche mit 172cm zwar im Stand den Boden, aber es ist einfach ein Stück zu groß.

Als treue Seele wollte ich erst mein geliebtes Rennrad um jeden Preis zurück, aber langsam beschlichen mich Zweifel. Immerhin könnte ich auf diesem Marktplatz mal eine Probefahrt machen auf einem Rad das klein ist, aber mit Rennradanatomie und ohne Vorderadanomalie. Das tat ich auch und fühlte mich bestätigt.

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Helmut Burger, Kai Schoenburg, JC Dook

Aber beim Gehen sprach mich ein anderer Besucher an, Mitte 60, irgendwie hüftsteif, aber sympathisch, ziemlich unsicher. Ob ich sein Rad kaufen will, hat er aber nicht dabei, ist selbst zufällig über den Markt gestolpert. Ein weißes Apple-Collection-Fahrrad, ja, die Computerfirma Apple. Zig Jahre alt aber gut in Schuss. Nein, Rahmenhöhe weiß er nicht, Rennradschaltung aber T-Lenker, Gepäckträger, Schutzblech. Hat es selbst gefahren aber wg. einer Verletzung kommt er nicht mehr auf Herrenräder.

E-Mailadressen getauscht, er misst die Rahmenhöhe nach. Er war aber ähnlich groß wie ich, und das Messergebnis war entsprechend: 54cm. Da bekäme ich noch eine Schelle für eine Anhängerkupplung um die Sattelstütze. Nach dem Preis hatte ich gefragt und da wollte er sich nicht richtig festlegen. Mit „Hundert“ hatte er schon angefangen aber es klang so, als solle es 130, 150 oder 180 werden.

Hm. Wenn es mir persönlich nicht zusagt könnte es immer noch ein geeignetes Objekt sein, um es im Apple-Iphone-Hype weiterzuverkloppen. Ich selbst würde ja höchstens ein Rad mit GNU-Logo fahren, nicht so eine Hippster-Luxusmarke.

Im Kopf eine Liste gemacht, worauf zu achten sein wird und heute sollte die Besichtigung mit Probefahrt sein. Vorher schon Google angeworfen, das wusste nichts von einem Applefahrrad.

Eine ziemliche Enttäuschung. Viel Rost am Rahmen. Bremsen mit so alten Miniklötzchen, einfache Ausführung, selbst für die Zeit, aus der es stammt, wohl irgendwann 80er, also ähnlich meinem Rennrad, das aber überall Schimano-Exage-500 verbaut hatte. Hier: Suntours – nie gehört. Sun war ja auch eine Computerfirma, insbes. in den 80ern, dass da keine Berührungsängste bestanden … Das Schaltwerk wirkte nicht schlecht, 2×5 Gänge sollte auch reichen, aber die vordere Schaltung ließ sich nicht umwerfen, Umwerfer vielleicht verharzt. Mantel vorne zeigt schon poröse Symptome. Die Bremsen zogen überhaupt nicht und überzeugten auch sonst nicht – die erwartete Hochpreisigkeit aller Komponenten war ein Luftschloss. Aber es fährt, hat einen kleinen Rahmen – für kleines Geld sollte ich vielleicht doch zugreifen. Bis maximal 200 wollte ich gehen, bevor ich es gesehen hatte, wenn es so beeindruckend wie erhofft gewesen wäre. Auf 150 hatte ich spekuliert, wo er doch schon „Hundert…“ gemurmelt hatte. Jetzt wollte ich nicht mehr als 100 berappen. Das, was getan werden musste, um es fahrbereit zu machen, könnte mir vielleicht ohne Werkstattbesuch selbst glücken – so eine Bremse und so ein Umwerfer müssen sich doch nach YT-Besuch selbst einstellen lassen. Überall satt WD-40 oder Lidl-Kettenspray drauf …

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Besucherin in rotem Kleid, IA

Sagte der Bastler mit den zwei linken Händen.

Die Bremsbeläge vorne bekam ich ab und auseinander für frische, dicke. Die dumme Packung verrät natürlich nicht, ob für Alu- oder Stahlfelge. Aber ich bekomme die Bremszange auch nicht wieder richtig zu und mittig.

Mal nach dem Umwerfer sehen. Videos gefunden und verstanden. Aber die Kreuzschlitzmadenschrauben wollen sich nicht drehen. Tiefer muss das ganze auch 2mm. Dann festdrehen. Ich hab so schöne Ratschenschlüssel. Leider zu dick für die Mutter, fasst sie nicht recht. Mit der ratschenlosen Südseite geht’s. Und noch eine halbe Drehung, und noch eine – geht das leicht! – wo ist denn der Anschlag? Und noch eine halbe, und batsch – Schraube ausgerissen. Mist! Die bekommt man doch da nie raus!Brauch ich einen neuen Umwerfer auch noch. Erst mal am besten den Umwerfer ganz ab. Sagt sich so leicht. Die verhindernde Schraube um die Kette sitzt auch fest.

Die Stimmung ziemlich unten. So viel Tatendrang zerbröselt. Grrr. War vielleicht doch keine so gute Idee? Ach so – 120 hatte der angehende Verkäufer gesagt. Darauf ich: „Dann sag ich 80 und wir einigen uns auf 100?“ Er schaut mich lange nachdenklich an. Ging dann irgendwie in sich – ich dachte erst das soll ok, ich geb auf bedeuten. Dann murmelt er was mit 90. Ich komme mir vor wie bei Monty Python und tadle ihn, dass ich ja schon 100 gesagt hätte. Da könne er jetzt nicht drunter gehen.

Er muss meine Offerte wohl falsch verstanden haben.

Vorher hatte er alle Vorzüge des Rads beworben, aber weniger wie ein gerissener Gebrauchtwagenhändler, mehr wie ein Liebhaber, der die Schwächen seines Lustobjekts immer übersehen hat. Ich umgekehrt hatte die meisten Mängel mitleidsvoll zur Sprache gebracht. Ich meine die 100 sind fair, wenn hier in den Kommentaren nicht ein Applejünger aus dem Internet springt und mir 1000 € bietet, Selbstabholung und ein IBM-Rennrad mit Linuxgetriebe, Postgresql-Datenbank, Wifi und Bluetooth bekomme ich obendrauf. Bloß alles so lassen. Erinnert mich an ein Apache-Rennrad, dass ich auf dem Winterfeldmarkt gesehen hatte.

Wenn ich einen Umwerfer richtig montiert bekomme und die Bremsen eingestellt, dann kann es noch was werden. Es sollten bloß nicht noch mehr Schrauben abreißen. Aber erst mal war ich bedient und fragte mich, ob ich noch zum Soul-Funk-Abend soll. Und zum Trost wollte ich es mir gönnen, radelte also auf Rad zwei los, es war schon 21:15, und kaum war ich im vertrauten Raum mit den groovigen Tönen wusste ich, dass ich lange nicht mehr eine so gute Entscheidung getroffen hatte. Das Intro lief noch, die Sängerin hielt sich noch in der Gaderobe bedeckt.

Song 1 und 2 ließ ich noch ohne Zeichenblock auf mich wirken. Haha – Stifte vergessen! Nur einen Fineliner 0.4 schwarz dabei. Egal – dann ohne Bleistiftvorzeichnung mit Radierorgien.

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Manuel Zazek, IA mit Keith Tynes, KT solo

Bescheidene Ergebnisse, ich gebe es ungern zu. Körperhaltung, Proportion war das selbst gestellte Motto, rasch gezeichnet. Eigentlich war es auch zu dunkel zum Zeichnen. Abb. 2, 2. v. l. sieht aus wie ein Löwenweibchen, oder? Das Klavier links daneben ist zu dick, so dass das Klavierbein zu kurz wurde. Im dunklen Kneipenlicht sah das alles viel besser aus.

Band und Sängerin waren dagegen spitze. Lediglich bei „Black velvet“ meine ich, hat die Sängerin 3 mal an der gleichen Stelle schräg geklungen. Dafür waren das letzte Stück und die Zugabe einfach großartig. Der Applaus wollte auch nach der Zugabe nicht verstummen, bis beharrlich leise Musik vom Band ertönte und das Licht deutlich Feierabend sprach.

 

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 – Der Colordaemon war da! – 

colordaemon

Heute geht es mal wieder um Linux. Und nur am Rande um den Colordaemon, ein Daemon, also ein Hintergrundprozess, der sich, wie meist, durch ein kleines D am Namensende verrät. Wobei es auch ein, zwei Dämonen gibt, sich nicht so verraten, und natürlich gibt es Programme, die zufällig auf ‚d‘ enden, ohne dass sie damit signalisieren wollen, dass sie Dämonen sind. Also ein Fall, wie geschaffen, um den Unterschied zwischen starken Indizien von Beweisen zu erläutern, wüssten nicht mehr Leute, was Indizien und Beweise sind, als was Dämonen unter unixoiden Systemen sind.

Andere, mehr oder weniger bekannte Dämonen, sind der Druckerdaemon cupsd des common unix printing service, sowie dbus-daemon, avahi-daemon, die auf andere Weise ihre Dämonenhaftigkeit äußern, aber ich verrate jetzt nicht wie, usb-storage und cron sind wohl auch Dämonen, und haben kein D am Ende. Cron spielt noch eine Rolle am Rande. Dagegen wären sed und thunderbird Programme, die trotz D-Endung keine sind.

Wen’s interessiert, ps ax -o cmd gibt die Namen aller laufenden Prozesse aus.

Das eigentliche Thema hier sind aber weder Dämonen, noch der colord im Besonderen, sondern das syslog, Scheduler und Orage. Ein Scheduler ist ein Zeitplaner und Orage ist der Zeitplaner, um den es hier geht.

Motivation:

Oft wollen Leute, dass das System sie regelmäßig über Dinge informiert, und sie wollen es auf dem Desktop sehen. Dabei treffen sie auf Linuxexperten, die oft beruflich oder ehrenamtlich Sysadmin sind, und für solche Aufgaben die seit den 60ern bewährten Programme cron/anachron benutzen (anacron ist ein anachronististischer cron, habe ich mir sagen lassen), aber diese arbeiten befehlszeilenorientiert und werden über superschlanke, jedoch leicht kryptische Tabellen, die crontabs, konfiguriert – das ist schon nicht jedermanns Sache.

Außerdem laufen sie vom Systemstart weg, noch bevor die grafische Umgebung, X11 und der ganze Desktopkrempel geladen ist und nicht mit den Rechten des Users. Auf Servern läuft meist gar keine Desktopumgebung und folglich sind sie nicht sonderlich dafür ausgelegt, dem User, der womöglich gar nicht angemeldet ist, der auch kein DE (Desktop-Environment) geladen hat, eine Popupnachricht zu senden.

Es gibt dafür Lösungen, und zwar muss man die Xauthority bemühen und 0:0 an das Programm melden, welches um 17:15 aufpoppen soll – da man das so selten macht, hat man die Syntax nicht im Kopf und ist verstimmt. Im Ubuntuusers.de-Wiki ist, unter Fenster öffnet sich nicht, vermerkt wie es geht (noch etwas nach unten scrollen).

Auch ich habe schon oft darauf verwiesen, aber jetzt, bei meiner oberflächlichen Beschäftigung mit Orage eine einfache Alternative gefunden. Und darum geht es hier. :)

Also, wenn man ein Programm, dass die grafische Oberfläche braucht, starten will, dann geht man zu Orage. Hat man oben rechts in der Systemleiste eine Uhr laufen, dann bringt ein Doppelklick darauf wahrscheinlich Orage im Kalendermodus in den Vordergrund.

orage-monat

Was wir jetzt noch brauchen ist aber ein praktisches Beispiel, und deswegen kommen wir einfach nicht auf den Punkt, sondern holen nochmal auf einem zweiten Pfad aus.

Man hat ja unter /var/log/ jede Menge Logdateien liegen, die man nie anschaut, weil man sie nicht versteht. Geht was schief mit dem System wird man dann von naseweisen Linuxgurus gefragt, was das Syslog sagt. Der 0-8-15 User weiß nicht mal, dass es sowas gibt. Also ls -l /var/log/syslog eingeben:

> ls -l /var/log/syslog
-rw-r----- 1 syslog adm 71855 Feb 23 01:07 /var/log/syslog

Mit 70kb ein ganz schön fettes Ding.

Mit less /var/log/syslog (less is more) kann man sich den Inhalt ansehen. Wenn etwas schiefläuft, dann oft richtig, und die gleiche Nachricht taucht 100fach im Logfile auf. Mit einer Länge von 3 Zeilen a 150 Zeichen kommt man leicht auf 45.000 Zeichen. Die Nachrichten zu entziffern ist schon eine Wissenschaft für sich, aber wenn man regelmäßig reinschaut kann man ja einzelnen Nachrichten nach und nach auf den Grund gehen. Und man bemerkt vielleicht, wenn das Logfile plötzlich ganz anders ausschaut.

Früher hatte ich ewig, über unterschiedlichste Distributionen und Versionen hinweg Meldungen im Syslog, dass 3 Systemfonts nicht gefunden werden konnten. Im laufenden Betrieb hat sich aber nie ein Fehler geäußert. Einmal wollte ich sie loswerden und habe das Netz durchsucht, aber weder fand ich einen Ort, um die Fonts endlich runterzuladen, noch einen Trick die Meldungen loszuwerden.

Überflüssige Fehlermeldungen sind nämlich ein Problem: Sie erhöhen das Rauschen, den Heuhaufen, in dem man dann die Nadel nicht findet.

Ein anderer Unbill war eine fehlerhafte Druckerdatei, bei hoch gesetztem Loglevel des Druckerdaemons. Der hat dann gleich 100 Zeilen Fehlerprotokoll ins Log geschrieben, und das minutenweise. Das wurde rasch zu einem Dateigrößenproblem.

Jetzt gibt es auch den wunderbaren Daemon logrotate. Der rotiert das Logsystem, und zwar insofern, als die Logdatei von gestern zu xy.0.log umbenannt wird, die von gestern, die xy.0.log hieß wird xy.1.log genannt – sinnvollerweise in umgekehrter Reihenfolge, und so weiter, und die älteste wird gelöscht. Und was älter als gestern ist wird gezippt, und da diese Logdateien oft hochgradig redundant sind, sind die gezippten Dateien oft wesentlich kleiner, als die frischen, ungezippten. Weil sysadmins so oft in diese Dateien schauen müssen, gibt es extra das Programm zless, dass ein less auf gezippte Texte ausführt.

Wir beenden den Exkurs zu den Logdateien und kommen zurück zum Thema. Als auf Stackexchange jemand fragte, wie ein grafisches Programm zeitgesteuert startet – er wollte etwas ähnliches wie Logdateien ansehen, dachte ich nach, wie ich das lösen würde, aber konnte ihm nicht konkret helfen, weil er eine Lösung für MacOS sucht. Aber so kam ich auf die Idee, 1x täglich könnte ich mir die Syslogdatei vorlegen, und wollte sehen, ob sich das nicht mit Orage lösen lässt, wo ich bemerkt hatte, dass man zur Benachrichtigung ein Programm starten kann.

Dieses Programm kann man leicht selbst schreiben, und von Orage starten lassen. Die Idee ist dabei, die oft ellenlange Ausgabe der Logdatei zu kürzen, so dass ähnliche Meldungen nur noch einmal auftauchen. Meine Logdatei zeigt etwa sowas an:

Feb 22 07:35:02 tux201t colord[1154]: (colord:1154): Cd-WARNING **: failed to get session [pid 9723]: Kein passendes Gerät bzw. keine passende Adresse gefunden
Feb 22 07:35:02 tux201t colord[1154]: message repeated 5 times: [ (colord:1154): Cd-WARNING **: failed to get session [pid 9723]: Kein passendes Gerät bzw. keine passende Adresse gefunden]
Feb 22 07:35:10 tux201t anacron[9507]: Job `cron.daily' terminated
Feb 22 07:35:10 tux201t anacron[9507]: Normal exit (1 job run)
Feb 22 07:39:33 tux201t kernel: [1253876.380868] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 FAILED Result: hostbyte=DID_ERROR driverbyte=DRIVER_SENSE
Feb 22 07:39:33 tux201t kernel: [1253876.380875] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Sense Key : Hardware Error [current] [descriptor]
Feb 22 07:39:33 tux201t kernel: [1253876.380877] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Add. Sense: No additional sense information
Feb 22 07:39:33 tux201t kernel: [1253876.380882] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 CDB: ATA command pass through(16) 85 06 20 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 e5 00
Feb 22 07:49:01 tux201t CRON[10242]: (stefan) CMD (date >> $HOME/foo.dat)
Feb 22 07:49:33 tux201t kernel: [1254476.385144] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 FAILED Result: hostbyte=DID_ERROR driverbyte=DRIVER_SENSE
Feb 22 07:49:33 tux201t kernel: [1254476.385154] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Sense Key : Hardware Error [current] [descriptor]
Feb 22 07:49:33 tux201t kernel: [1254476.385160] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Add. Sense: No additional sense information
Feb 22 07:49:33 tux201t kernel: [1254476.385167] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 CDB: ATA command pass through(16) 85 06 20 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 e5 00
Feb 22 07:59:33 tux201t kernel: [1255076.377070] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 FAILED Result: hostbyte=DID_ERROR driverbyte=DRIVER_SENSE
Feb 22 07:59:33 tux201t kernel: [1255076.377081] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Sense Key : Hardware Error [current] [descriptor]
Feb 22 07:59:33 tux201t kernel: [1255076.377086] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Add. Sense: No additional sense information
Feb 22 07:59:33 tux201t kernel: [1255076.377093] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 CDB: ATA command pass through(16) 85 06 20 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 e5 00
Feb 22 08:00:01 tux201t CRON[10538]: (stefan) CMD (/home/stefan/bin/blogcounter.sh -w >> /home/stefan/.bloglog)
Feb 22 08:09:33 tux201t kernel: [1255676.380279] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 FAILED Result: hostbyte=DID_ERROR driverbyte=DRIVER_SENSE
Feb 22 08:09:33 tux201t kernel: [1255676.380286] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Sense Key : Hardware Error [current] [descriptor]
Feb 22 08:09:33 tux201t kernel: [1255676.380289] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Add. Sense: No additional sense information
Feb 22 08:09:33 tux201t kernel: [1255676.380293] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 CDB: ATA command pass through(16) 85 06 20 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 e5 00
Feb 22 08:17:01 tux201t CRON[11053]: (root) CMD ( cd / && run-parts --report /etc/cron.hourly)
Feb 22 08:17:01 tux201t cron[926]: Please install an MTA on this system if you want to use sendmail!
Feb 22 08:17:01 tux201t CRON[11052]: (root) MAIL (mailed 107 bytes of output but got status 0x00ff from MTA#012)

Bis auf die Uhrzeit wiederholt sich vieles, und bis auf die magischen Zahlen in Backsteinklammern.

Das kann man mit sed, dem StreamEDitor, rausfiltern. Außerdem brauche ich die Angabe ‚tux21t‘, meinen Rechnernamen nicht – da ist nur der eine.

​​​​​​​sed -r 's/.* tux201t//;s/kernel: .[0-9.]+. /kernel: /;s/CRON.[0-9]+./CRON/' /var/log/syslog

colord[1154]: (colord:1154): Cd-WARNING **: failed to get session [pid 9723]: Kein passendes Gerät bzw. keine passende Adresse gefunden
colord[1154]: message repeated 5 times: [ (colord:1154): Cd-WARNING **: failed to get session [pid 9723]: Kein passendes Gerät bzw. keine passende Adresse gefunden]
anacron[9507]: Job `cron.daily' terminated
anacron[9507]: Normal exit (1 job run)
kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 FAILED Result: hostbyte=DID_ERROR driverbyte=DRIVER_SENSE
kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Sense Key : Hardware Error [current] [descriptor]
kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Add. Sense: No additional sense information
kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 CDB: ATA command pass through(16) 85 06 20 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 e5 00
CRON: (stefan) CMD (date >> $HOME/foo.dat)
kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 FAILED Result: hostbyte=DID_ERROR driverbyte=DRIVER_SENSE
kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Sense Key : Hardware Error [current] [descriptor]
kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Add. Sense: No additional sense information
kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 CDB: ATA command pass through(16) 85 06 20 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 e5 00

Das ist kürzer, und jetzt sind viele Zeilen identisch. Mit | sort | uniq -c | sort -r -n kann man die Ausgabe sortieren, mit uniq die wiederholten Zeilen löschen, uniq -c zählt dabei die gelöschten Duplikate, ein weiteres sort -r -n sortiert dann numerisch und reverse, das heißt hier absteigend.

110 kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Sense Key : Hardware Error [current] [descriptor]
110 kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 FAILED Result: hostbyte=DID_ERROR driverbyte=DRIVER_SENSE
110 kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Add. Sense: No additional sense information
109 kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 CDB: ATA command pass through(16) 85 06 20 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 e5 00
18 CRON: (stefan) CMD (/home/stefan/bin/blogcounter.sh -w >> /home/stefan/.bloglog)
18 CRON: (stefan) CMD (date >> $HOME/foo.dat)
18 CRON: (root) MAIL (mailed 107 bytes of output but got status 0x00ff from MTA#012)
18 CRON: (root) CMD ( cd / && run-parts --report /etc/cron.hourly)
18 cron[926]: Please install an MTA on this system if you want to use sendmail!
8 dbus[986]: [system] Activating via systemd: service name='org.bluez' unit='dbus-org.bluez.service'
7 org.freedesktop.Notifications[1801]: /home/stefan/.cache/xfce4-notifyd-theme.rc:1: error: scanner: unterminated string constant

Jetzt wollen wir noch die Ausgabe an ein simples Grafikprogramm weitergeben. Hier bietet sich Zenity an, welches bei Xubuntu dabei ist – eine Alternative wäre xdialog – das wir mit der Größe 1400×600 starten, und für das wir ein paar Label festlegen.

​​​​​zenity --list --text="Syslog messages" --column="logmsg" --width=1400 --height=600

Zenity war hier schon Thema und soll nicht näher besprochen werden. man zenity oder zenity --help verraten das wichtigste in Kürze. Auch im Ubuntuusers.de führt in den Umgang ein.

Komplett sieht unser Programm also jetzt so aus:

#!/bin/bash
#

condense syslog ((c) GPLv3)

#
sed -r 's/.* tux201t//;s/kernel: .[0-9.]+. /kernel: /;s/CRON.[0-9]+./CRON/' /var/log/syslog \
| egrep -v "Starting Hostname Service.|Started Hostname Service" | sort | uniq -c | sort -nr | \
zenity --list --text="Syslog messages" --column="logmsg" --width=1400 --height=600

Aufmerksame Leser haben bemerkt, dass sich hier noch ein Kommando eingeschlichen, hat, und zwar egrep -v "A|B" . Mit egrep -v kann man unerwünschte Zeilen ausfiltern, die ein Schlüsselwort enthalten. Diese zwei, durch ein Pipesymbol getrennte Namen A|B sind als A oder B zu lesen, und sind nach Bedarf zu erweitern, A|B|C|D … – so kann man Meldungen, die nur Erfolg verkünden, ausblenden. Wir wollen ja die unangenehmen Heinis identifizieren. Mit der Zeit wächst das sicherlich an, wenn man diszipliniert nach und nach allen Meldungen auf den Grund geht.

Weil die Befehlskette so lang ist, habe ich sie umgebrochen. Dazu benutzt man den Backslash, dem sofort ein Zeilenumbruch folgen muss, dann in der nächsten Zeile fortgesetzt.

Ich nenne sie syslog-view.sh, speichere sie in meinem bin-Dir ~/bin, welches im Pfad ist, und markiere sie mit chmod a+x ~/bin/syslog-view.sh als ausführbar.

Mit syslog-view.sh kann man sie jetzt aufrufen und sollte das auch testen. Bei Fehlern testet man sinnvollerweise erst die Filterung mit sed, dann die sort-Kette in Verbindung, schließlich ob man Zenity mit einer anderen Eingabe so aufrufen kann, und dann die Kombination.

Jetzt kommen wir zum eigentlichen Punkt, den Aufruf durch Orage. Hier sind jetzt die GUI-Freunde in ihrem Element. Wir klicken einen einzelnen Tag an, und kommen zum Tagesfenster. Da wählen wir Ereignis oder Aufgabe – der Unterschied hat sich mir noch nicht erschlossen, und dann, links unter Datei, das Symbol für Neu, das Blatt mit dem Plus.

orage-tagesfenster

Wenn wir schwach sind im Entscheiden, dann können wir hier wieder von Ereignis zu Aufgabe wechseln oder zurück. Ich war für Ereignis. Da vergeben wir einen Titel. Ort hat wenig Sinn, aber ich bin kein Orage-Crack, womöglich entgeht mir da was. Und eine Uhrzeit legen wir fest – 18:05 halte ich für eine excellente Entscheidung. Oft bin ich da schon wach.

orage-ereignis-neu1

Rubriken sind wohl interessant, wenn man viel mit Orage verwaltet. Priorität habe ich so gelassen und alles. Dauer 30 Minuten steht auch nur so da.

Nächster Reiter, Erinnerung, es wird spannend! orage-erinnerung1

Mit 0:0:0 als Erinnerungszeitpunkt verraten wir Orage, dass die Anwendung selbst die Aufgabe ist. Wenn wir ins Konzert wollen, und eine Stunde früher los müssen, dann würden wir da wohl 1 Stunde eintragen. Wir sind von der Sorte hier-und-jetzt. Anwendung wollen wir benutzen, und tragen den Pfad zum Programm und Programmnamen ein. Ob Shellkürzel wie $HOME oder ~/ funktionieren würden habe ich nicht getestet.

Nächster Reiter, Wiederholung:

orage-wiederholung1

Alle Stunde ist wohl etwas oft. Das hatte ich zum Testen eingestellt. Täglich, wöchentlich, monatlich und jährlich stehen noch zur Auswahl, und man könnte auch 2-wöchentlich oder sowas festlegen. Komplexität bitte selbst erforschen.

Tja, und jetzt poppt täglich mein Logmelder auf, und ich darf mich fragen, was der Colordämon wohl ist, und was er macht. Das Ziel ist es, nach und nach den Meldungen auf den Grund zu gehen, diejenigen zu beseitigen, die ich beseitigen kann, und diejenige auszufiltern, die harmlose Statusmeldungen sind. So dass das Logfile leerer wird, und neue Fehler dann auch auffallen.

Achso – wie sieht es in Zenity aus?

zenity-logview

Die Überschrift, man solle was auswählen, kommt vom Listenmodus zenitys. Womöglich kann man sie durch was eigenes ersetzen. Ob man OK oder Abbrechen drückt hat den gleichen Effekt – das Fenster schließt sich. Man könnte bei OK die Ausgabe auffangen und damit was anstellen (automatisierte Googlesuche, etwa, oder Frage eröffnen bei Ubuntuusers.de, oder Email an den persönlichen Linuxguru schicken.)

Ich hatte mal einen Nullmailer installiert; das wozu ist eine andere Geschichte, die hier nicht erzählt werden soll. Dann klappte es nicht mehr, wurde aber auch nicht mehr gebraucht. Daher jedenfalls stammt dieser Eintrag mit 18 Meldungen, ich solle einen MTA (Mail transport agent) installieren. Zenity kann man, meine ich, mitteilen, ob man die Zeilen edieren darf. Ja, das werde ich noch einstellen, wenn Hinweise in den Kommentaren nicht schneller sind, denn so, wie es jetzt ist, kann man schlecht den Text kopieren, um ihn selbst ins Google-Suchfeld einzugeben.

 

 – CPU-Bugs –

(Version for English talking audience below) 

intel-bug

Für Informationen zum CPU-Bug empfehle ich Heise, wobei mir genauere Informationen noch fehlen (sind meine CPUs betroffen, in Kombination mit Linux gefährdet, wahrscheinlich ja, ja). Zur Backdoor ME, die Intel-Management-Engine sah ich ein Video beim 34c3. Informativ, aber die stockende Vortragsweise auf russischem Englisch des ersten Hackers habe ich nicht lange ertragen. Als verantwortungsbewusster Blogger muss ich aber wohl schauen, was ich empfehle und verlinke, da fiel mir ein, dass es ja deutsche Simultanübersetzungen zu den Videos des #34c3 gibt. Die Übersetzer haben auch Schwierigkeiten, dem stockenden Stil Herr zu werden, aber haben eine Menge rausgeholt, finde ich. Also rechts unten am Rädchen drehen, bzw. am Rad das Submenü aufklappen, und mal testen, ob man damit besser zurechtkommt, wenn man sich für Details interessiert aber auch am Stil verzweifelt. Dem zweiten Hacker konnte ich dann gut im Original folgen. Und ja, ARM und andere sind auch betroffen. Weiterlesen

 – Der blinde Fleck – 

blinder-fleck

Der 34c3 ist nun vorbei, und vieles wurde debattiert, aber das Thema James Damore @ Google blieb seltsamerweise ausgespart.

Früher gab es ja allgemein in IT-Kreisen viel Sympathie für Google, einfach weil die Suche so viel besser war, als bei der Konkurrenz, dazu das asketische Suchinterface und mit Adblocker auch eine aufgeräumte Sache. Legofarben, die Harmlosigkeit suggerieren, dazu viele interessante Projekte, die von Google ausgehen und starke Unterstützung von Open-Source-Projekten, finanziell aber auch durch Code, durch Verlautbarungen, wo man überall Linux einsetzt und wie man sich in Standardisierungsgremien verhielt, bis hin zur Entwicklung von Android, welches auch auf Linux basiert und sowie die Konkurrenz zu Microsoft und dem snobistischen Apple.

Dann haben aber doch die Einkaufstouren gezeigt, wie viel Macht dieser nette Konzern hat; die Werbegeschäfte riechen doch unangenehm, auch wenn man sich selbst davon abschotten kann. Was hat Snowden noch mal zu Google enthüllt?

Jedenfalls Damores Rauswurf, ein internationales Thema, und der Chaos-Communication-Congress hat nichts dazu zu sagen?

Sicher, die Praxis sieht so aus, dass im Spätsommer irgendwann ein Termin verkündet wird, zu dem man seine Vorschläge, worüber man sprechen will, einreichen muss. Und wenn niemand was einreicht, dann wird keine Diskussion unterdrückt – es will sie nur niemand führen. Oder die Einreichungen waren nicht überzeugend.

Bazon Brock hat für die Dokumenta ja gefordert, dass man eine Nichtdokumenta daneben aufbauen sollte, wo man den Leuten zeigt, was es alles nicht auf die Dokumenta geschafft hat, weil sich das Publikum sonst kein eigenes Urteil bilden kann. Ähnlich gibt es vom CCCongress auch keine Liste, welche Vorschläge durchgefallen sind.

Die Szene ist aber auch nicht direkt berufen eine solche Debatte zu führen. Psychologen, Soziologen, Biologen sind dünn gesät in den Reihen. Pöbler, die sich in der Thematik nicht auskennen sondern Stammtischparolen weitergeben wollen bringen auch nichts. Man tut sich aber sicher auch schwer zwischen einem Faible für evidenzbasierte Wissenschaften einerseits und traditioneller Verbundenheit mit linken und grünen Strömungen Position zu beziehen.

Ich wüsste im deutschsprachigen Raum auch spontan niemanden, den ich auf einem Debattenpodium gerne sehen würde, und zwar im Sinne von überhaupt niemand, auch unter Leuten, die dem CCC fernstehen nicht.

Einen Augenblick sah es so aus, als könne Kutschera jemand sein, aber der hat sich als unsachlicher Troll erwiesen, der sich im Ton vergreift und im Segelwind der Natur einem Geburtenwahn anheimgefallen ist, verbunden mit Tendenzen, die ins rechte Lager reichen oder da her kommen. Danke, nein.

Ob es intern keine Diskussionen gegeben hat? Ich bin nicht im Club, kann es mir aber eigentlich nicht vorstellen. Ein solches Thema hat natürlich die Brisanz einen solchen Verein zu spalten. Das Thema zu vermeiden wird sich aber, so fürchte ich, rächen. Kontroversen muss man auch auszuhalten lernen, aber wo tut man das noch? Das ist aber kein Druck von außen, der die political Correctness erzwingt, sondern es ist die Konsequenz des Verhaltens von 1000 Einzelnen, die alle die neue Hymne singen: „Einigkeit statt Recht und Freiheit“.

 – AoC2017 – 

aoc2017

Meine Cartoontätigkeit leidet z.Zt. unter dem AoC2017, dem Advent of Code, einem undotierten Programmierwettbewerb, bei dem jeden Tag eine Aufgabe veröffentlicht wird, bzw. zwei Aufgaben, die zweite ist dabei meist nur eine leichte Variation oder Verschärfung von Aufgabe 1, kann aber auch leichter als diese sein, und setzt nur deren Lösung voraus, was aber auch organisatorisch verpflichtend ist, weil man den zweiten Teil erst präsentiert bekommt, wenn man den ersten gelöst hat.  Weiterlesen

 – Biotrojaner – 

biotrojaner

In Hessen, schwarz-grün regiert, entdecken die Grünen ihre Sympathie für das Schnüffeln auf fremden Computern (incl. Smartphone, Alexa, IoT, Tablet, Ebook, smarte Autos, intelligente Medizintechnik, Applewatch, …).

Das ist ein Kompromiss.

Für ein paar Ministerposten muss man auch mal Opfer bringen. Eine artgerechte Haltung der gentechnikfreien Pferde und fair gehandelten Wanzen muss natürlich gewährleistet sein (+Frauenquote für Stuten im Vorstand).

Update 18. Nov. 2017: Grüne Delegierte stimmen gegen den Trojaner.