Schlagwort-Archive: Beschneidung

 – Nachtreten statt Beckmessern – 

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Nachtreten gilt ja allgemein als unfein, aber Nietzsche sagte, was fällt soll man noch stoßen, und Marx meinte, Kritik, die sich mit solchen Inhalten befasst, sei die Kritik im Handgemenge und im Handgemenge handele es sich nicht darum, ob der Gegner ein edler, ein ebenbürtiger Gegner sei, sondern es handele sich darum ihn zu treffen.

Unvergessen von meiner Seite ist, dass Beck kleinen Jungs das Recht auf körperliche Integrität abgesprochen hat. Stellvertretend für ihre Eltern sollen die Jungs mit der Opferung ihrer Vorhaut den Glauben der Eltern bekunden, hat dann aber, verlogen wie die anderen Abgeordneten, auf eine religiöse Erfordernis der Kindesverstümmelung, aka Zirkumzision, verzichtet.

Er könnte sich aus Solidarität nun, um in den Kreis der Saubermänner zurückzukehren, die – seien wir großzügig – reichlich überflüssige Nasenschleimhaut wegmessern lassen. Eine Rasierklinge sollte dafür gerade frei geworden sein.

 – Haut ab – 

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Es ist ca. ein Jahr her, dass das jüdische Museum Berlin eine Ausstellung unter dem bösen Namen ‚Haut ab‘ veranstaltete und damit unterstellte, die Kritiker des Beschneidungsrituals als kleinen Jungen und Babies würden eine Vergraulung anstreben. Weiterlesen

Wachhalten der Beschneidungsdebatte

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Anfang Mai fand ein Symposium zur genitalen Autonomie statt. Jetzt bin ich im Netz beim AMB über die Videos der Beiträge gestolpert.

Die 11 Videos mit einer Spielllänge von 2 bis 47 Minuten behandeln verschiedene Aspekte der Jungenbeschneidung: Medizinische Indikationen undn behauptete med. Indikationen, Komplikationen, die Rechtslage, die Diskussion im anderen Ländern, Funktion der Vorhaut und so weiter.  Weiterlesen

Symposium zur Genitalen Autonomie

Symposium zur Genitalen Autonomie

Es gibt wieder Anlass sich zur Genitalverstümmelung zu äußern.

In Köln gab es ein Symposium mit dem Titel „Genitale Autonomie: Körperliche Unversehrtheit, Religionsfreiheit und sexuelle Selbstbestimmung – von der Theorie zur Praxis” und beim HPD einen ausführlichen Artikel dazu, den ich empfehle.

Auch beachtenswert, der Artikel zum Buch “Die Beschneidung von Jungen – Ein trauriges Vermächtnis“ beim AMB.

Jüdische Allgemeine / POLITIK / Metzitzah Be Peh – »Wir befürworten dies nicht«

Jüdische Allgemeine / POLITIK / Metzitzah Be Peh – »Wir befürworten dies nicht«.

Aber Herr Graumann! Wenn diese Praxis Jahrtausende lang richtig war, dann kann sie doch heute nicht plötzlich falsch sein!

Da es sich um einen jüdischen Brauch handelt muss man sagen, dass jüdisches Leben in Deutschland unmöglich wird, wenn solche Praxis einer profanen Gesundheitsabwägung oder modernen, ästhetischen Überlegungen unterworfen wird. Da würde sich doch die Frage aufdrängen, ob nicht jede Operation ein unerwünschtes Infektionsrisiko birgt, und nicht erst das Saugen an der Wunde.

Ob nicht die Verstümmelung der ästhetische Skandal ist, die Verunstaltung zu Ehren eines eingebildeten Monsters und zur Identitätsbildung der Betroffenen.