– Die Qual der Wahl – 

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 – Velovote – 

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Dieses Jahr klappt es nicht mehr, aber zur nächsten Wahl starte ich eine Crowdfundingkampagne. Call ’ne Urne. Hier der erste Prototyp. Wahrscheinlich brauch man Tandems, weil ein neutraler Zeuge die Stimmabgabe überwachen muss, ein zweites Rad tut es natürlich auch. Wahlen in Berlin: Abgeordnetenhaus, Bundestags- und Europawahlen, also Arbeiten nur alle 1-2 Jahre. Für Gehbehinderte, die ja dank Alterung der Gesellschaft immer mehr werden, ein Markt mit Potential. Eine sprudelnde Geldquelle. Prima wäre es natürlich, wenn man Alten- und Pflegeheime abgreifen kann, wo gleich dutzende wählen.

Pro Wahlvorgang 2 Minuten +8 Minuten Anreise mit dem Rad, aber im Mittel 2 Wähler pro Ort wären 12 Wähler die Stunde. Bei 10 Stunden von 8-18°° Uhr kann man so 120 Wähler abfrühstücken. Das Geld muss für 2 Radfahrer und 12 Monate reichen, das macht 2000€/5 also 400€ pro Wähler, um wirtschaftlich zu sein. Da braucht es noch paar Volksabstimmungen, damit das wirtschaftlich wird – so gut betuchte Wähler sind dann doch selten, aber im Ansatz eine ausbaubare Idee.

Vielleicht wenn man zwischen den Wahlen Pizza ausfährt, aber dann artet es wieder in echte Arbeit aus.

 – Die Waage umsetzen – 

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Wieso haben die Waagen keine integrierte Wasserwaage, die es erlauben, die Waage auf unebenen Holzfußböden richtig aufzustellen – womöglich digital, so dass man sie überall aufstellen kann, und die Waage intern eine Korrekturrechnung vollzieht? Oder mit ausfahrbaren Rollen, und die Waage sucht sich selbständig in der Nähe einen Ort, wo sie plan steht?

 – Sketchwalk P’berg – 

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Sonntag war wieder ein Sketchwalk, diesmal P’berg, nicht X-berg, startend in der Kulturbrauerei wo ein Markt, vornehmlich Imbissorientiert, haust. Spät dran drehte ich erst eine Runde über den Markt, organisierte mir einen Bio-Espresso (gentechnisch veränderter stand nicht zur Wahl) und entlockte meinem Miniradio noch die Information, dass Hertha einen Punkt aus Hoffenheim heimbringt, dann brachen wir zum Mauerpark auf den ich mehr vom Hörensagen kenne.

 

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Kulturbrauerei

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Verbalsadismus

Es handelt sich um ein in gewisser Hinsicht typisches Berliner Idyll: Die Landschaft, die sich zeigt, ist ein notdürftig bewachsener Grünstreifen. Keine Bänke, kein Weiher, keine Beete – nix. Dem Berliner ist es egal. Nicht wirklich arm und auch nicht sonderlich sexy lungert er dort in kleinen Gruppen rum.

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Naturidyll, Berlin

Als Kulisse ansehnlich schließt im Osten das Jahnstadion mit seinen imposanten Flutlichtmasten auf einer Anhöhe an. Gegenüber ist in der Ebene (ca. 5-10 Höhenmeter) ein größeres Areal mit Zeltbauten zu sehen. Dazwischen, auch auf der Ebene ist ein asphaltierter Weg und grobe Steinblöcke, die man als Sitzbänke benutzen kann, dazwischen ein Basketballkorb. Ein wenig Wildgrillen findet statt, der Geruch von Tüten zieht durch die Luft, Einzelkämpfer laufen sporadisch mit einem Tablett voller Getränke und mutmaßlich ohne Gewerbeschein vorbei.

 

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Jahnstadion

Aber die Musik spielt. Trommelgruppen ganz nach meinem Geschmack, Minibands mit kleinen Verstärkern. Auf der Anhöhe zeichnete ich die zwei Figuren oben. Ein wenig hatten sich die Teilnehmer verstreut und dem mich umgebenden Gruppenrest folgte ich talwärts, wo sich alle auf der flachen Wiese ausbreiteten. Da mir da immer rasch die Beine einschlafen zog ich eine Inspektion des Zeltgeschehens vor.

 

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Blick vom Hang in die Senke (westwärts)

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Blick hanglängs, nordwärts

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Blick südwärts, Alex ca. 3km 

Getränke und Imbisse, herzhaft und süß, fernost bis nahost, Kunsthandwerk, Klamotten, Flohmarkt und Lebensmittel aus Kleinstmanufaktur. Ganz schön ausgedehnt das Ganze und ich war ca. 1h unterwegs und brachte als Beute einen Mangaka-Flexible-Stift und eine Hannibal-Lector-Maske mit und freute mich, die anderen Zeichner zu erschrecken, doch sie hatten mir einen Strich durch die Rechnung gemacht, und sich verdrückt – kein Mensch mehr da. Noch hier und da lauschend und schauend trott ich von dannen.

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Lampen, Flohmarkt

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Nähmaschine mit mechanischem Pedalantrieb

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Flohmarkt, Bollerwagen

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Flohmarkt, Schulungstafel

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Sonnenbrillen

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Schüsseln

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Bautätigkeit, nicht BER

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Trommlergruppe

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Miniband

Meine Kamera ärgerte mich wieder mit ihren penetranten Moirémustern, die beim Verkleinern auf 800×600 stark zurückgehen, bei 4000×3000 sind sie bilddominant.

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platzsparende Radaufhängung, Original (rot li.), early Adopter (re. gelb)

 

 

 – Man sieht sich – 

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(Techniche Info am Ende des Textes.)

Mit Obama sprach Merkel. 5x sprach „Er sieht mich“-Überwachungsminister de Maiziere, mindestens. 1x von der Leyen, vom Panzer in der Gedächtniskirche, Bundespräsident Steinadler auf dem Abschlussgottesdienst. Auch Grüne konnten in Bibelkreisen für ihre Partei werben. Selbst eine AfD-Vertreterin soll ja unter großer, öffentlicher Beachtung aufgetreten sein. Von FDP und Linkspartei sowie kleineren Splitterparteien, insbes. der Partei Die Partei habe ich nichts gesehen.

Zu sagen, es hätten ein paar Politiker auf dem Kirchentag gesprochen wäre eine Verharmlosung. Wie sehr, merkte ich erst, als ich begann eine Liste zu machen. Kleine Suche mit der Programmdatenbank des DEKT nach MdB, Beifang (MdEP, MdL etc.) mitgenommen, die Formatierung nicht ganz konsistent, pardon dafür:

Mi

  • 18:00 – 19:00 Eröffnung des Deutschen Ev. Kirchentages
  • Katrin Göring-Eckardt MdB, Präsidium Deutscher Ev. Kirchentag, Worte und Grüße zur Eröffnung
  • Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert MdB
  • Michael Müller, Regierender Bürgermeister, Berlin

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