Archiv der Kategorie: Skizze

 – Comic Collab #81 –

 – Fettarm –

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 – Sketching in Treptower Park – 

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Geplant war Treptower Park, aber wegen wackliger Wetterlage verlegt in die Sonntagsstraße, erst ins BBB die aber um 18:00 Uhr schlossen, dann im Frauenzimmer.

Vom BBB kann ich das Walnussbrownie sehr empfehlen. Der Espresso war zwar von der Farbe in Ordnung, tief schwarz, aber für meinen Geschmack zu säuerlich.

Im Frauenzimmer schmeckte der Espresso besser. Weiteren Süßkram begutachtete ich nur optisch beim Gehen. Ein sehr appetitlich aussehender Quader hätte mich interessiert und wirkte schokoladig, aber die Beschriftung „aus keimenden Bohnen“ versöhnte mich mit der verpassten Chance.

Andernorts habe ich mit veganem Gebäck geschmacksmäßig eigentlich keine schlechten Erfahrungen gemacht, aber solche Läden erheben für das sakrale Gefühl moralisch einwandfrei zu schlemmen eine Koschergebühr nicht von schlechten Eltern – 3,60 € hätte das Experiment gekostet, andernorts bekommt man dafür ein halbes Grillhähnchen mit Pommes und Majo.

Zum Kaffee gibt es auch braunen Zucker, als ob das eine Errungenschaft wäre. Mein Vorurteil, dass das nicht schmeckt, konnte ich aber widerlegen. Sonst hätte ich in Zukunft immer kleine Tütchen raffinierten Zucker dabei. Man muss ja nicht überall Stunk machen, aber könnte als subversive Botschaft die leeren Tütchen hinterlassen. Fast ein wenig schade, dass ich keinen guten Grund dafür habe.

Außerdem ist festzuhalten, dass ich mir einen Klapphocker bei ebay-Kleinanzeigen angeschafft habe, der seiner Einweihung jetzt weiter entgegenschaut.

Kreuzpflicht in Bayern

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Da ein simples Kreuz allein nicht Deutsch genug ist sondern ebensogut in italienischen, spanischen, philippinischen Behörden oder in einem Amt in Ruanda hängen könnte ist bei der jetzt verpflichteten Dekoration bayerischer, öffentlicher Gebäude nicht einfach ein Kreuz zu verwenden, sondern ein bayerisches Kulturkreuz.

Die Grünen konnten sich mit dem gendergerechten Vorschlag, alternativ statt Jesus eine Jessica in pinkem Dirndl aufhängen zu dürfen, nicht durchsetzen.

 – Implicit exceptions – 

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Martin Odersky (Abb. ähnlich), Erfinder der Programmiersprache Scala, sprach heute zum dräuenden Scala-3 (2020) am Rande der Scaladays, wo er auch sprach, im SAP Innovation Center Network, in der Nähe des Hackeschen Markts.

Einen inhaltlich sehr ähnlichen Vortrag habe ich schon im Netz gesehen. Als Herr Odersky den Saal betrat war er mir aus verschiedenen Vorträgen, die ich im Netz gesehen habe, so vertraut, dass ich ihm zunickte wie einem alten Bekannten, weil sich mein Hirn weigerte zur Kenntnis zu nehmen, dass er mich überhaupt nicht kennt. Ein merkwürdiger Reflex, offenbar nicht an moderne Medien adaptiert.

Ein anderer, moderner Reflex findet sich bei Innenarchitekten. Im Untergeschoß der SAP-Lounge, die mehr ein Restaurant/Cafe mit großem Präsentationsbildschirm ist, finden sich Räumlichkeiten um sich zu erfrischen und die Nase zu pudern, darin 3 Riesenwaschbecken, groß genug um darin Drillinge zu baden, also 9 Stück synchron.  Der eigentliche Zweck scheint mir nur zu sein, aus der Rolle zu fallen. Was soll man  mit solch riesigen Waschbecken? Optisch sehr ansprechend, aber nur wenig nützlicher als ein Flughafen, der nicht fertig wird.

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Hinterhof, Rosenthaler Str. 38

Die Lage ist ausgezeichnet zwischen Gebäuden in Fabrikbackstein, Altbauten mit Efeu, aber 5, 6 Stockwerke hoch, dazwischen Neubauten oder frisch saniertes.

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Gib eine Beschriftung ein

Auf dem Rückweg wollte ich eigentlich nur einen Abstecher zum Karneval der Kulturen machen, der heute beginnt, aber in Mitte landete ich unversehens bei dem Hotel, in dem offenbar der FC-Bayern zum Pokalfinale abgestiegen ist – stimmt, Samstag ist Endspiel.

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Gib eine Beschriftung ein

Ich hätte allerdings keinen Autogrammwunsch gehabt, selbst wenn ich einem Spieler über den Weg gelaufen wäre. Ein großer Menschenauflauf war auch nicht zu verzeichnen – entweder die Berliner sind zu cool oder schlecht informiert, oder das große Einchecken war schon etwas her und die Massen hatten sich schon verlaufen.

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Stattdessen fuhr ich weiter zum Blücherplatz um die Latino- und die Afrobühne zu belauschen, das Gelände mit anderen Trommelgruppen zu durchstreifen und ein paar scharfe Kulturhäppchen zu essen, der Völkerverständigung wegen.

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Nach längerer Zeit benötige ich meinen Blog doch wieder, um Dampf abzulassen.

 

Mittags im Presseclub trat Hr. Jörges auf, und vertrat eine Position, die wohl gemäßigt abendlandkritisch sein sollte, dann jedoch am prinzipiellen scheiterte.

Er wünsche sich, dass die Religionen weiter in der Schule aktiv unterrichtet werden sollen um Moral zu vermitteln, war von der katastrophalen Aussage Teil 1, dazu kommen wir noch, um überzugehen zu Teil 2: Wenn Kinder von Moslems nämlich staatlich lizensierten Religionsunterricht bekämen, dann würden sie dort lernen können, dass Juden und Christen nämlich auch an einen Gott glauben und nicht etwa gottlos seien.

Das wäre der richtige Zeitpunkt für eine Fanfare gewesen, Narhallamarsch, Konfetti, Luftschlangen und Funkenmariechen die durch das Journalistenstudio ziehen, Polonaise!

Der Jude und der Christ, sie sind nicht gottlos, deswegen darf man ihnen den Kopf nicht abtrennen soll das wohl heißen, während den gottlosen Atheisten, die es ja auch geben soll – niemand fragte nach – das war offenbar schon das Maximum dessen, was man sich vorstellt, einem Moslem zumuten zu können: andere monotheistische Wüstenreligionen oder solche, die sich dafür halten.

Zu Punkt 1 verlinke ich noch einen Beitrag beim Ketzerpodcast von oder besser mit Herr Andreas Erdmüller, wieso das Christentum ganz prinzipiell keine Morallehre ist oder sein kann. (S13, Andreas Erdmüller, die Legende von der christlichen Moral) Sicher ist es zu viel verlangt, wollte man von Journalisten verlangen, die sich zu einem Thema äußern, dass sie beim Versuch sich schlau zu machen über so einen Beitrag stolpern.

Moral, Tradition, Deutschsein, Heimat, Abendland – darüber schwadroniert ja jeder am Stammtisch, wieso sollte man da überhaupt auf die Idee kommen, dass sich darüber auch etwas halbwegs kluges äußern lässt?

YouTube Link (Audio mit 3, 4 Standbildern)

Humanistischer Salon Nürnberg, Dr. Erdmüller u. Dr. Gerhard Engel, tatsächlich Videodiskussion

Downloadbarer Audiomitschnitt mit weiteren Links, etwa zur Buchbesprechung