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 – Seuchenbuchtricks 3 – 

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Und Folge 3 aus der Serie Seuchenbuchtricks.

Der Teufel steckt hier im Detail.

Einmal in der Textverarbeitung das Querformat einstellen, dann muss der Zeilenabstand + Zeilenhöhe dem Messerabstand eines plumpen Schredders entsprechen. Die elaborierten Geräte verkrumpeln die Papierstreifen oder schneiden sie in kleine Abschnitte – das macht sie prinzipiell ungeeignet.

Lässt man etwas Platz links und rechts auf den Papierstreifen, dann kann man den Beginn auf einen Bleistift kleben und dort aufwickeln. Protipp: Spannen Sie den Bleistift in eine Bohrmaschine ein, und lassen Sie die Maschine wickeln (langsame Drehzahl). Mit dem Rand am Ende kann man den Streifen auf sich selbst festkleben, so dass er sich nicht zwischenzeitlich unbeabsichtigt abwickelt.

Im Café dann kann man den Rand abreißen und den Streifen ins Seuchenbuch kleben – mit Klebestift oder einem Tesafilm.

Das alles ist etwas aufwendiger als die Methoden 1 und 2, aber besser geeignet, wenn der Seuchenprotokollführer sein Buch nicht in Blöcke, sondern Zeilen eingeteilt hat.

 – Seuchenbuchtricks 1 – 

seuchenbuchtricks

Das Wort Seuchenbuch wird in unserer infantilisierenden Harmlosgesellschaft wohl nicht wie SarsCov2 um sich greifen. Gemeint sind damit die Listen, die Cafés und Restaurants über ihre Gäste führen müssen – in Berlin und sicher einigen anderen Bundesländern ist dem so.

Wenn die Telefonnummer vermerkt werden muss bleibt natürlich Schreibarbeit an Ihnen oder der Bedienung hängen. Dieses Problem will ich mit Folge 2 und 3 adressieren, ebenso das Problem, dass das Café schon ein tabelliertes Buch haben mag, in das die Adresse ihrer Form wegen nicht reinpasst (Folge 3).

 – Seuchenpolizeistunde – 

seuchenpolizeistunde

Restaurants dürfen ja vielerorts öffnen, soweit ich mitbekommen habe aber nur bis 21:00 Uhr. Ob da die Bundesländer noch mal unterscheiden (BaWü bis 19:30, Berlin bis 03:30) weiß ich nicht.

Einen rationalen Grund habe ich dann doch gefunden – nicht in den Nachrichten, aber ich lese auch nicht alles. Nach 21:00 Uhr geht wohl die Tendenz stärker zum Trinken als zum Essen. Von hier aus lassen sich 2 Vermutungen spinnen: a) Unter Alkoholeinfluss fallen die Masken, man nimmt es mit Vorschriften nicht mehr so genau und wird auch gewaltgeneigter gegenüber Ordnungskräften. b) Protestantische Lustfeindlichkeit die schon immer im Verzicht die Vervollkommnung des Menschen sah.

Ich fände ja mal Vorschriften mit Formeln ganz schick, sowas wie: 10 Minuten nach Sonnenuntergang lt. Kreisamt für Ihre Region, auf 5 Minuten kaufmännisch gerundet, muss der Gastraum geräumt sein. Dann könnte ich als 3. Begründung die UV-Empfindlichkeit des Virus ins Feld führen.

 – 16 Masken (4/4) – 

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Nr. 1 habe ich in Hardware umgesetzt.  Bei 2 und 4 ist es insbesondere die Seitenansicht, von der ich mir verspreche, dass sie reizvoll ist. 3 ist wieder schwer auszuschneiden. Bei 2 und 4 würde ich nur das Mittelloch ausschneiden, den Rest aufzeichnen.

 – 16 Masken (3/4) – 

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Der Lachmund (2) soll die anonyme Horrorwirkung der Masken mildern, die Zigarette bildet dazu dann einen erfrischenden Kontrapunkt. Im ersten Entwurf hatte ich die Rauchschwaden noch nicht vergessen – fällt mir jetzt erst auf.

Nr. 3 trägt den Arbeitstitel „been there, done that“.

Nr. 4 drängt sich, ähnlich wie Nr. 2 etwas auf. Eine Variante wäre noch, dass man einen Fotoausschnitt des eigenen Gesichts so vors Gesicht hängt, dass von ferne die Ordnungsamtbevollmächtigten großes Geld wittern – ein Maskensünder! – um dann aus 2m Entfernung den Trick zu wittern um enttäuscht abzukehren, dann zurückzukommen „Vortäuschung einer Straftat!“ zu triumphieren, worauf man „Ordnungswidrigkeit“ kontert.

 

 – 16 Masken (2/4) – 

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Kennzeichen, QR-Code, Marienkäfer, :hust:

Vorschlag 1 dient der analogen Infektionsverfolgung. Man notiert sich die Nummernschilder derer, denen man begegnet, mit Stift und Papier, so man keine App installieren will oder kann. Die konkreten Nummern gibt es nicht bei Zulassungsbehörde oder Meldestelle, sondern im Gesundheitsamt. Positiver Nebeneffekt: Man erkennt wo jmd. herkommt und kann Fremdbundesländler gleich anzeigen.

Der QR-Code stellt nichts konkretes dar, lässt aber viele Möglichkeiten offen. Identifikation wie 1, aber auch oppositionelle Parolen, Flüche, Kalenderweisheiten oder Webadressen mit näheren Details zu allem möglichen. Wie Nr. 1 ist 2 anspruchsvoll beim Ausschneiden und ich vermisse weiter einen Lasercutter.

Nr. 3 ist die Idee, mit dem breiten Bohrer 6 Löcher in den festen Karton zu bohren, schwarzes Fliegengitter dahinter, dahinter erst den Fließstoff zum Filtern. Und der Marienkäfer als freundliche Dekoration der Löcher.

Das :hust: von Nr. 4 bedarf wohl keines Kommentars.