Archiv der Kategorie: Berlin

 – Mike Russell’s Funky Soul Kitchen im Yorckschlösschen – 

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Mike Russell, g. & voc.

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Lt. Programm heißt der Mann an den Drums Joe di Carlo, also ohne S.

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Sir Charles Williamson, b.

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Abweichend zum Programm war nicht Rudi Redl an den Keyboards, sondern der Zig-Zag-Jazzclub bekannte Helmut Bruger. Ähnlich wurd’s trotzdem kaum.

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3 Figuren aus dem Publikum

Nachdem in meinem Hausclub wie erwartet kein Funk zum Samstag aufspielte, warf ich noch einen wenig hoffnungsvollen Blick aufs Yorckschlösschenprogramm. Das ist ähnlich groß oder klein, aber recht verwinkelt, und tatsächlich war Funk angesagt, also Skizzenblock, Stifte und Vape geschnappt und hingeradelt. 0:1 gegen Wolfsburg hatte ich in der Sportschau schon gesehen – das muss ich mir nicht nochmal beim Sportstudio geben.

Prima Musiker, Niveau dem ZZJC vergleichbar, Eintritt preiswerter, Getränke ähnlich.

Gewieft machte ich den letzten freien Hocker, halbverdeckt hinter einer Garderobe aus, und hievte ihn nach vorne an den besten Platz zum Zeichnen. Bis kurz vor 12 ging das Konzert, aber danach bricht nicht alles auf, sondern man kann noch länger bleiben.

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 – Rückrundenbär – 

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Die letzten Jahre ging es mit Hertha in der Rückrunde auch meist bergab. Wir brauchen mehr Winterschlaf! Heute 0:1 gegen Wolfsburg.

 – Drawin-togetha – 

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Treffpunkt Cafe Lentz

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Stärkung: Brownietörtchen

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Katze, aus dem Kopf, Minouche stand leider nicht als Modell zur Verfügung

 – Berlin: Schnee (Ausbeute) – 

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Schneeausbeute

Na, wer sagt es denn!

Nicht ganz eine geschlossene Schneedecke, aber fast einen Quadratmeter Schnee habe ich heute in der Tat abends in der Dudenstraße gesichtet, Herkunft unbekannt, reihum keine weiteren Vorkommen detektierbar. Nicht mal ein Fischrestaurant, das sein Kühleis da entsorgt haben könnte.

Im milden Trier gab es das früher immer, dass die Mittelgebirgler aus Eifel und Hunsrück mit ihren schneebedeckten Autos runter in die Stadt kamen, und diese in den Straßen parkten, was dann etwas merkwürdig aussah – eine lange Kette parkender Autos, eins davon schneebedeckt, so als sei das optional wie ein Zigarettenanzünder.

Als Radfahrer bin ich eh kein so großer Freund von geschlossenen Schneedecken und Flughäfen, beispielsweise. Als sozialer Mensch denke ich aber ein paar Tage Schnee für die Kinder, so Freitag bis Montag, dann kurz Frühling und dann auch gerne wieder Sommer.

Immerhin scheint Weihnachten jetzt um zu sein. Früher war mehr Lametta.

 – ICE 1056 – Panel 1 – 

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Wenn man erst Ende November Fernbahnreisen für kurz vor Weihnachten bucht, etwa weil die Versicherung den Schadensersatz für einen Fahrradunfall so spät überweist, dann bekommt man die Supersparschweintickets nur noch für nachtschlafene Abfahrtszeiten wie 05:40. Das ist zwar 10 € billiger als eine Stunde später loszufahren, aber die Ersparnis geht leicht wieder drauf, weil unterwegs zum Bahnhof die Bäckereien noch alle zu sind, so dass man sich die Luxusmodelle zu 0,4 € das Stück kaufen muss.

Die lokalen Busbetriebe hatten es dabei auch auf mich abgesehen. 4:52 oder 5:12 sollte ein Bus, 7 oder 8 Fußminuten von mir bis zum Bahnhof gehen und da um :29 ankommen (oder :19, der frühere). Ich war auch ordentlich zeitig fast in der Spur, aber schnell noch eine halbe Flasche Essigessenz ins Klo geschüttet um die Kalkablagerungen über die Abwesenheitstage zu lösen, noch ein paar Schaltsteckdosen ausgeschaltet und kontrolliert und dann wird es doch knapp den vorletzten Bus zu kriegen, mit dem man es schaffen kann.

Also noch 50, 100m vom Kleistpark, Bushalte, entfernt sehe ich einen Bus passieren, aber ob es der für mich maßgebliche M85 ist oder ein anderer war nicht zu erkennen, ohnehin zu weit um zu spurten. Die Haltestelle hat eine Digitalanzeige und der nächste Bus ist der 106er, kommt gleich. Der nächste M85er aber nicht in knapp 20 sondern in 37 Minuten? Dann fährt mein Zug gerade los! Okay, erst mal mit dem 106er zwei Stationen nach Norden, wo er gen Westen abknickt. Wenn ich zwischen den Bussen Brötchen kaufe, dann spar ich mir die Zeit am Bahnhof. Aber hier ist erst mal keine Bäckerei. Der 48er kommt, damit kann ich bis zum Potsdamer Platz vorfahren. Selbts wenn da kein anderer Bus geht hat man die Hälfte der Strecke und kommt vielleicht mit einer Kurzstrecke Taxi zum Bahnhof.

Aber am PoPl gibt es auch ein Fernbahngleis, aber a) ist das ein ziemlicher Laufweg und b) fahren die Regionalexpresse usw. auf der Nord-Süd-Achse nicht so oft – wenn man da die Bahn gerade verpasst und dann wieder zurück läuft hat man vielleicht die entscheidenden Minuten verbummelt. zum Bahnhof und er geht auch sogleich. Der M41 Bus fährt aber auch über den Popel, man muss freilich die Kreuzung kreuzen. Im zügig, großen Schritten, Rucksack auf, Umhängetasche um und wackliger Schlingerkoffer im Schlepptau runter vom Bürgersteig, schräg über die noch fast leeren Straßen, ruff uff die Verkehrsinsel, wa? und wieder runter und rüber und da kommt auch schon der Bus.

Super geplant das alles, durch den Tiergartentunnel fährt der Bus am Bahnhof vorbei und spuckt die Passagiere nicht etwa vor dem Bahnhof aus – da dürfen nur Taxis – nein, es geht erst noch über eine Ampel, so dass man da schon eine halbe Minute verliert und nochmal zurück über die Ampel, jetzt als Fußgänger, und 2 von 3en haben so einen Rollkoffer mit, aber meint wer man habe die Bürgersteige abgesenkt, damit man da smooth in den Bahnhof gleitet? Ne, rumpel runter, rumpel rauf, schöne Straßenbahninsel in der Mitte, auch mit Stolperstufe, auch für Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen, man, wir sind hier nicht bei wünsch Dir wat, kauf Dich ein Auto, Du Nörgler!

Der 1056 über Spandau, Bielefeld nach Köln fährt tief von Gleis 2. Das ist auch merkwürdig. Hätte mal drauf achten sollen, was das für eine Route ist, aber so kurz nach dem Start ist man ja noch mit Kofferverstauen und Jackenaufhängen beschäftigt, Neubahnlern Platzreservierungskonventionen und -traditionen erklärend, bis man aus dem Fenster sieht ist man in Spandau.

Ich habe den Laptop dabei, das Smartphone, mit dem ich mich noch immer nicht richtig vertraut gemacht habe, 2 angebrochene Bücher, Kamera und Zeichenmaterial und weiß gar nicht recht, was ich tun soll. Eine Fortsetzungsgeschichte in Häppchen hatte ich noch nicht, also hier Panel 1. Panel 2 wenn es so weit ist usw. – Ende offen.