Archiv der Kategorie: Berlin

 – Eichhörnchen – 

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Werbeanzeigen

 – Der Radweg ist kein Parkplatz – 

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Wartende an Ampe

Beim Draw-Togetha war ich versehentlich zu früh, setzte mich draußen in die Nachmittagssonne und schaute nach Motiven. Da kam die junge Frau mit weißem Top, bei dem oben die schwarzen BH-Träger rausschauten, was einerseits sehr reizvoll wirkt, andererseits einen Hintergrund erzwang, damit sich das weiße Shirt auch abhebt. Sie blieb auch nur wenige Sekunden stehen, was absehbar war, und einen zwingt sich möglichst viel einzuprägen. Das Shirt war nicht wirklich bauchfrei – künstlerische Freiheit da. Die Hose war ziemlich anders und hatte viele Falten – da nahm ich in Kauf ganz auf die Phantasie auszuweichen, um mir dafür andere Details zu merken, etwa die Haare, aber wie diese in den Spitzen endeten, wusste ich dann auch nicht mehr. Eine hübsche Herausforderung, bei der ich langsam besser werde, wie ich meine.

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Hausecke, westl. Kreuzberg

Dankbarer, was das Beharrungsvermögen betrifft, war diese Hausecke, aber um die Aquarellfarbe trocknen zu lassen muss man Pausen einlegen, und die Sonne wandert und mit ihr der Schatten. Am Ende leuchtete die Fassade gar rot-orange. Das sah zwar gut aus, wäre aber schwieriger darzustellen gewesen – also dass es Sonnenlicht ist, nicht die Hausfarbe selbst, wobei ich wenig Ehrgeiz verspüre, im Farbhandling besser zu werden. Aber dilettantisch ein wenig rumexperimentieren – wieso nicht?

Weil’s halbwegs hinpasst und keinen eigenen Beitrag wert scheint, noch ein fotografiertes Notwehrschildchen vom Eck Yorkstraße/Großbeeren~:

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Furchtbar unscharf: Der Radweg ist kein Parkplatz

„Nicht 1 Minute, nicht um mal eben, nicht mit Warnblinker an. Sondern: Gar nicht! Echt!“ (Korrekte Entzifferung ist nicht garantiert, Verbesserungsvorschläge willkommen.)

Zu Radwegen habe ich zu viel zu sagen, durchaus ambivalentes, um jetzt loszulegen. Zuparker sind in der Tat ein Problem aber, wenn die Autos links davon stehen bleiben, ist mir auch unwohl dann rechts zu passieren. Beifahrer reißen eher unachtsam die Tür auf, als Fahrer, steht als Befürchtung dahinter. Und die Ausweichmöglichkeit ist begrenzter.

 – Litfaßsäue – 

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Litfaßsäue vor Litfaßsäule, Ku’damm, Berlin 2019

Zurzeit sind in Berlin viele Litfaßsäulen weiß, aber informell beschriftet von Aktivisten, die, aus welchen Gründen auch immer, für den Erhalt der Säulen mobil machen.

Nach meiner Kenntnis handelt es sich um folgende Lage: Die Stadt hat die Verwaltung/Verpachtung der Säulen neu ausgeschrieben. Der alte Betreiber unterlag. Für die Säulen selbst wollte er eine Abschlagszahlung von seinem Nachfolger, die dieser zu hoch fand. Dieser will jetzt seine eigenen Säulen aufbauen und die alten abreißen lassen. Was ist hier das Problem?

Irgendwer – ich weiß nicht, wer – hat, ob im Zusammenhang mit den Ereignissen oder nicht, ein Loch in diese Säule geschnitten, und wenn Sie sich fragen, was man darin sehen könnte, wenn nur der Ausschnitt größer wäre, für den habe ich einen größeren Ausschnitt.

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Schalter, Kabel, Buchsen

Offenbar eine Stromversorgung. Womöglich sind einige der Säulen bewohnt? Man könnte auch eine kleine Dusche drin unterbringen. Nur wie kommt man rein? Man müsste in jedes Werbeplakat eine Tür schneiden, um diese Idee fruchtbar werden zu lassen. Etwas Umgekehrtes gibt es schon: Öffentliche Klohäuschen, deren Außenwand als Werbeträger benutzt wird.

Einerseits kann ich nicht sagen, dass mich die Werbung in Berlin sehr stört – riesige Baugerüste, die ein 40 Meter großes Smartphone zeigen, ausgenommen, oder unlängst ein SUV von knapp 100 Meter Länge. Grässlich. Nachtrauern würde ich ihrem Verschwinden auch nicht. Nur ganz selten vermag mich Werbung zu interessieren: für Konzerte. Jahrelang sah ich davon fast gar nichts. Jetzt auf dem Arbeitsweg an einer Stelle dann doch.


Die Rechtschreibprüfung überrascht mich damit, dass man Litfaßsäule doch mit scharfem S schreibt, wie früher. Fass ist aber doch mit kurzem A? Fußball, ja, aber doch nicht Fahßball? Muss ich das in das Bild integrierte Wort doch noch mal neu setzen – aber gut, das vordere Schwein benötigt für meinen Geschmack auch einen Ringelschwanz, das geht dann in einem.

Was ich mich auch frage: Die Schwaben würden doch eine kleine Sau „ein Säule“ nennen? Wobei, so Landwirtschaftswörterle, die haben ja oft regional noch mal ganz andere Namenle. Aber nun – so viele Schwaben wohnen noch nicht in Berlin, dass man das straflos ausnutzen könnte.

 – Ampelkrähe – 

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Ampelkrähe

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Tryptichon Ampelkrähe, Fußgänger

Auch vom Draw-togetha: Ampelkrähe und Fußgänger. Die Fußgänger standen nur wenige Sekunden still und mussten nach Konzentration aus der Erinnerung aufs Papier gebracht werden. Die Krähe dagegen saß einige Minuten still. Und vor allem die Ampel.

Draw togetha, Manga

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Kein Manga, sondern ein Falschfarbensperling

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Meine fast erste Mangafigur

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Die fast 2. Mangafigur

Marion hat ihr Bücherregal gefegt und Zeichenanleitungen verteilt. Irgendwie landete „Manga Erotic“ bei mir. Vor vielen Monaten habe ich mal ein Mangabild genommen und einen billigen Wortwitz illustriert.

Vor dem Fenster machten die Spatzen reichlich Lärm, und so bannte ich einen auf Papier, der Kontur nach. In der Farbgebung war ich mutiger als das Tier, das zum Glück meine Adresse nicht hat – so kann es sich nicht beschweren.

 – Wetterbesserung – 

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CC-BY-SA-NC v.4

Etwas schäme ich mich ja, so viel zum Wetter zu posten und vergleichsweise wenig zu Uploadfiltern, Brexit, Klimawandel und anderen, drängenden Themen, aber wenn man jeden Tag raus in die Suppe muss und 2x 6km durchs feuchte radelt, beschäftigt einen das dumme Wetter doch kolossal.

Dabei verbinde ich mit den Niederschlägen die Hoffnung, dass die Grundwasserniveaus wieder etwas angehoben werden, falls im Sommer, wie im letzten, das Frischwasser wieder so rar wird.

 – Berlin, 7°C, Sturmböen – 

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cc-by-sa-nc v4

Äste sind mir noch nicht aufs Haupt gestürzt, aber der Gegenwind geht mir langsam auf den Wecker!

Nach dem Zeichnen dachte ich, ein Foto, möglichst von Berlin, möglichst frei von Verwertungsrechten Dritter, wäre nett, die besser zeigt, dass der Radler fliegt, wäre nett, und kam erst zu obigem Ergebnis. Dann schrieb ich die Überschrift, die den Fokus aufs Wetter, mehr als auf den BER lenken sollte, und dann erst fiel mir auf, dass die Bäume alle Grün tragen, was in Berlin noch nicht der Fall ist.

Hm. Also weiter mein Fotoarchiv durchwühlt. Die Unschärfe ist für einen Hintergrund gar nicht schlecht.

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Hier säuft die linke, untere Ecke in Dunkelheit etwas ab. Oben ist der Himmel so dunkel, dass Sprechblase, Menschen- und Vogelkopf auch farblich gefüllt werden müssen, damit es nach was aussieht.

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Auch eine Möglichkeit, nachdem ich das Foto seitenverkehrt gesetzt habe, aber der Radler fliegt ziemlich niedrig.

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oder so

Die Fotos unten sind auch nicht bei starken Böen aufgenommen, so dass die Bäume im Hintergrund die Bildaussage nicht optimal unterstützen. Das Haus schaut noch durch die Schaltkassette durch – kein Fehler, sondern eines der Räder mit neumodischem Zahnkranz usw. aus spezialgehärtetem Acrylglas.

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