Archiv der Kategorie: Berlin

 – Urban-Spree-Sketching – 

urban-spree-sketching

ob. 1. v. l. und u. 2. v. l.: Mitsketcher, Rest: Gäste

Die Figuren sind auf Din-A5 gezeichnet, entweder eine oder zwei, gescannt, vektorisiert und hier auf ein Bild zusammengeschoben. Unten 1, 2 und 5 von li. sind Bleistiftzeichnungen. Das Scanprogramm (xsane) kennt 3 Hauptmodi: Strichzeichnung (nutze ich 90% der Zeit), Graustufen und Farbe. Scanne ich die Bleistiftzeichnungen als Graustufen ein, so zieht der Scanner in der Vorschau 60% durch, macht eine längere Pause aber es sieht gut aus. Dann zieht er nach ca. 5-10s auf ca. 85% der Fläche, es sieht immer noch gut aus und dann, nach etwa 20 weiteren Sekunden fertig, und in dem Moment – swapp – ist die Vorschau fast komplett weiß.

An verschiedenen Einstellungen (Auflösung, Kontrast, Gammawert, Helligkeit) habe ich bereits rumgefummelt, aber es ändert nichts. Auf die Dauer zermürbend. Ich habe noch einen zweiten Scanner, einen Nur-Scanner. Dieser hier kann auch drucken, faxen und kopieren, aber seit die Druckerpatrone leer ist habe ich nicht mehr gedruckt oder kopiert – wie auch – und das ist vielleicht ein Jahr her.

Ich drucke alles über den Laserdrucker, naja, und gefaxt wird hier gar nicht – ich hab‘ E-Mail.

Unser Sketchingmeetup fand im Urban-Spree des RAW-Geländes an der Oberbaumbrücke in Friedrichshain statt. Preiswerter Espresso (doppelter Espresso 2 Euro) und teurer Imbiss (Schrimps 10€). Eine Galerie zeigte interessante Werke von Rylsee, Buchstaben mit denen allerlei Schabernack getrieben wurde. Ein Teil des Areals ist Verkaufsfläche mit Kunstbüchern, -plakaten usw. – interessant dabei, wieso habe ich kein Photo gemacht? – eine Künstlerin, die Buchseiten so faltet, dass sie im zugeklappten Zustand von außen ein Wort zeigen. Allerdings bringt einen das in eine gewisse Bredouille: Ein wertvolles, tolles Buch will man so nicht verunstalten. Ein überflüssiges Schrottbuch will man aber gar niemand erst zeigen.

RAW ist Ostdeutsch für Reichsbahn-Ausbesserungswerk, gut möglich dass der Name älter ist als die DDR und bis in die Kaiserzeit zurückreicht. Koinzidenz: In den 90ern gab es in New-York eine Reihe moderner Comicbände verschiedenster Zeichner, darunter Art Spiegelmann auf den ich über Klaus Theweleit gekommen bin, der ebenfalls RAW hieß.

 

ZZJC: Dorrey Lin Leyles u. Brooklyn Bridge

zzjc-dorrey-lin-leyles

Das letzte Mittwoch-Funkkonzert vor der 1monatigen Sommerpause des Zig-Zag-Jazzclubs, mit Dorrey Lin Leyles (voc.). Ein junger Gittarist (li.) war für Loomis Green eingesprungen, der einen Auftritt mit Jan Delay vorzog, dessen Name auch genannt wurde, aber im Web nicht aktualisiert wurde. Am Piano wieder Helmut Bruger, der bereits früher eine Verewigung hier erfahren hat (o.re.), wo sich auch Kai Schoenburg findet (u.re., Drums).  Am Bass wohl Niklas Lukassen, dessen linkes Auge es nicht mehr aufs Papier schaffte – vielleicht erfinde ich ihm eins und liefere ihn noch nach.

So voll habe ich den ZZJC noch nicht erlebt, andere Gäste korrigierten mich „Mittwochs nicht“ und das Publikum war auch jünger als im Winter/Frühjahr – Touristen? Das Instrumentalstück zu Beginn hatte ich mal auf Cassette, aber es wanderte mit dem defekten Cassettenplayer in den Müll. Den Namen Billy Cobham konnte ich nicht mehr aus dem Gedächtnis kramen, das Stück Stratos. Ein anderer Gast konnte mit der Information aushelfen. Weitere Stücke habe ich nicht notiert und krame sie mir jetzt auch nicht aus der Erinnerung. Die Stimmung war prächtig, die Musiker excellent, Dorrey konnte ich mir nicht verkneifen einmal marginal nachbearbeitet zu colorieren, wg. der plakativen Erscheinung mit ihrem roten Umhang – ihre Stimme einerseits und ihre, dem Publikum zugewandte Art, trugen maßgeblich zum Groove des Clubs bei. Der linke Arm bedürfte größerer Korrekturen, aber wenn man mal anfängt hört man nicht mehr auf. Als Entschuldigung bringe ich vor, dass die Zeichnungen jeweils ca. DIN-A6 oder Postkartengröße hatten.

Beim linken Arm des Gitarristen musste ich auch interpolieren, da dieser vom Mikrofonständer Dorreys teilweise verdeckt war.