Archiv der Kategorie: Berlin

 – Jam-Session, Skizzen – 

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Musiker sind relativ dankbare Modelle für das Skizzieren, da sie auf einer Bühne einen festen Platz haben, so lange sie nicht Mick Jagger sind, und sich ihre Körperhaltung und Stellung bei aller Variabilität und Beweglichkeit doch wiederholt.  Weiterlesen

 – Konsensmilch – 

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§103 StGb (1) Wer ein ausländisches Staatsoberhaupt oder wer mit Beziehung auf ihre Stellung ein Mitglied einer ausländischen Regierung, das sich in amtlicher Eigenschaft im Inland aufhält, oder einen im Bundesgebiet beglaubigten Leiter einer ausländischen diplomatischen Vertretung oder dessen Bobbycar beleidigt, wird mit Ruckreden bis zu drei Jahren oder mit Hotelgutscheinen, im Falle der verleumderischen Beleidigung mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

 – Ein Schloss für Steini – 

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Instinktsicher, wie es nur die SPD kann, twittert und fakenewst sie noch vor der Wahl „Wir freuen uns auf den neuen sozialdemokratischen Schlossherrn“. Nicht Krieg den Hütten, Paläste für alle, sondern Hauptsache einer von uns sitzt im Palast! Leider haben sie übersehen, dass es gar kein sozialdemokratischer Präsident wird, sondern ein supergroßkoalitionärer (inkl. grün-gelb). Jetzt entschuldigen sie sich für ihre naive Offenherzigkeit.

 – Gumpert, Eberhard et. al. – 

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Ulrich Gumpert, macht charakteristisches mit der Orgel

Samstag war ich mal wieder im Zig-Zag-Club, angelockt vom angekündigten Stil „Soul, Jazz & Blues“ sowie dem Einsatz einer Orgel. Ich war erst kurz nach neun dort, zu spät um meine Reservierung einzufordern, aber gerade noch rechtzeitig, um am hinteren Rand einen Barhocker zu ergattern, weil eine Gruppe junger, asiatischer Touristen es sich wohl anders überlegte und den Veranstaltungsort verließ.

So voll hatte ich den Club noch nicht erlebt. Womöglich weil es ein Samstag war, womöglich weil im Winter die Leute verstärkt strömen, womöglich zogen die Musiker besser als anderen. Zwei ältere Herren, die später kamen, quetschten sich noch links von mir hin, was anfangs kein Problem war – nur ein wenig eng. Das erste Stück begann etwas verhalten und ich begann hier hinten in meinen kleinen Block ein wenig skizzieren. Dabei bog ich mich einmal etwas nach rechts, was mein linker Nachbar ausnutzte, um sich in die entstandene Lücke hinein zu vergrößern. Jetzt war ich gezwungen meine schiefe Position beizubehalten.

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Silke Eberhard, sax

Ich habe nichts dagegen wenn auch andere Leute Musikveranstaltungen besuchen, aber ist es wirklich nötig, dass sie dazu ihren Körper mitbringen? Große Körper? Nun ja – meine Verstimmung hielt nicht sehr lange an, denn während ich vor mich hinzeichnete, ohne mich voll auf die Musik zu konzentrieren, weil sie etwas gemächlich, nicht so schwungvoll daherkam, schlich sie die Musik in mich hinein, und die leisen Töne entfalteten ihren Reiz, insbesondere die Orgel und das Saxophon. Auch wenn ich keine Zeichnungen von ihnen anfertigte will ich aber auch den Bassisten, Jan Roder, und den Schlagzeuger, Kay Lübke, namentlich erwähnen.

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Silke Eberhard, sax (profil)

Zur Pause sortierten sich dann die Zuhörer etwas um, und im zweiten Teil hatte ich ordentlich Platz. Ein sehr erfreulicher Abend, rundum. Ein paar Mal stellte sich durch die Orgelklänge das Gefühl ein, jetzt müsse gleich Lazy von Deep Purple ertönen, mit dem furiosen Jon Lord, aber dass es das nicht tat, war in Ordnung – ich habe das Stück wohl zu oft gehört, oder noch nicht oft genug, wie man’s nimmt.

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Zig-Zag-Besucherin

 – ICE Bahnane – 

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Drängt sich ja eigentlich auf, von der Form her. Wundert mich, dass ich das noch nirgends gesehen habe.

An die Wohnungseinbrecher Berlins: Wenn ihr meine Bude ausräumen wollt, dann jetzt aber schnell – ich bin schon im Anmarsch.

Für die Fans an der Strecke: Der Blogger wird am 19:48 (voraussichtlich) im ICE 957 sitzen. An verschiedenen Bahnhöfen vor Berlin HBF (tief) gebe ich auch kurze Audienzen in den Raucherenklaven, wo ich meine Dampfmaschine kurz mal anwerfen werde. Wer mir von der Strecke aus, als zufälliger Anwohner zuwinken will, der sollte rechtzeitig in den Kommentaren Bescheid sagen. Ob das Netzwerk funktioniert ist immer so eine Sache.

Ovationen im Zug selbst bitte ich auf ein Minimum zu beschränken, aus Rücksicht auf andere Reisende.

Zur Banane, die ohne Scanner nur unzureichend erfasst wurde will ich noch anmerken, dass mir noch ein Foto vorschwebt mit echter Banane, und in die Banane geschnitzter Vertiefung, in die ich dann Schokoaufstrich an Stelle der Fenster schmiere. Als weitere Assoziation drängt sich auf, zwei Kugeln Vanilleeis ans geschlossene Ende der Frucht zu platzieren, was dem ganzen eine schlüpfrige Note gäbe, ohne einen tieferen Sinn zu offenbaren, wobei aber eh meistens gilt, dass der offensichtliche Sinn kein tieferer ist und der tiefe selten offensichtlich.

 – A-Trane, 2. Set – 

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Ebenfalls keine berühmte Zeichnung, aber der Blog dient mir auch als Backup, und so geht es nicht verloren. Außerdem kann man dann in 3-20 Jahren sehen, ob ich mich irgendwie weiterentwickelt habe.

Dafür habe ich zum Thema Pianist einen Link zu einem interessanten Artikel der SZ über Daryl Davis, der als schwarzer Pianist den Ku-Klux-Klan entmachtete.

 – A Trane – 

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Julia Hülsmann am Piano im A Trane

Heute bin ich meinem Zig-Zag-Club untreu geworden und war mit einem Freund auf dessen Vorschlag, den er aber auf gut Glück gemacht hatte, im A Trane. Die Kosten sind ähnlich, die Größe ist ähnlich, zum Programm kann ich nicht viel sagen, auch ein Jazzclub und im 2. Set sah ich einen Drummer wieder, Dimitris Christides, der auch mit Vladimir Karparov (sax, kla),  Daniel Stawinski (p) und Igor Spallati (b (akk./e.)) überzeugte.  Weiterlesen