Archiv der Kategorie: Verbraucherschutz

 – Google-Home, Alexa, Siri, … – 

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Artikel bei Heise

Ich denke ja, dass noch viel mehr staatliche Stellen Interesse an den Daten haben könnten, Finanzamt, Zoll, Arbeitsamt, Sozialamt, vielleicht kann man sie auch an den Rundfunkbeitragsservice weiterreichen, den Vermieter, Schufa, Nestlé und die Landesgleichstellungsbeauftragten.

Der Kaffeemühlen-Kleiderbügel-Trick ist ein YT-Video,

welches ich ohne viel Aufwand, Mühe, Expertise, Übung, Talent und Equipment erzeugt habe, um Leuten, die einfach genervt sind, wenn sie mal 1,5 Minuten dastehen, und dabei permanent einen Knopf drücken sollen, und stattdessen lieber 2 Minuten einen geeigneten Kleiderbügel suchen, um mit der so gewonnenen Zeit etwas Sinnvolles anfangen zu können – etwa DIY-Videos drehen.

Mir war, als hätte ich vor Jahren mal ein Video eingebettet bei WordPress, aber jetzt, wenn ich im Mediendialog Video auswähle, heißt es, ich soll doch einen Premiumaccount eröffnen. Soweit kommt’s noch!

Wenn ich bei YouTube das richtige Icon mit dem richtigen Button drücke, bekomme ich eine Einbettungsurl. Die habe ich eingefügt – so scheints zu gehen.

 – Plastesatan – 

plastemuell

Machen Sie doch 2019 folgendes Experiment: Sammeln Sie ein Jahr lang alle Trinkhalme, Gäbelchen und Ohrputzer mit Plastikanteil (ostdt.: Plasteanteil) und am 31.12.2019 alle Plastikmüllabfälle gesondert und vergleichen Sie, welches der größere Haufen ist. Und dann verraten Sie mir, wieso wir uns auf die Petitessen konzentrieren. Das muss etwas religiöses sein – ein symbolisches Opfer, welches uns Absolution verspricht.

Weil ein Schwachsinn selten allein kommt, lohnt sich der Hinweis, dass von den 10 Flüssen mit dem größten Plastikeintrag in die Meere 8 in Asien liegen und 2 in Afrika.

Solange die Flüsse nicht zugefroren sind, kann man auch mal eine Wanderung an Rhein oder Mosel, Isar oder Spree, Elbe oder Donau unternehmen oder an kleineren Flüsschen und Bächen und wandert einfach einen Sonntagmittag solange, bis man im Ufergestrüpp eine Gabel, ein Ohrstäbchen oder einen Kunststoffstrohhalm findet. Seien Sie trickreich und bringen Sie heimlich eine Campinggabel von zu Hause mit, nicht dass Sie ewig wandern! Spätestens in der Dämmerung werden alle froh sein, wenn Sie die Gabel endlich finden und kritische Nachfragen unterlassen.

Oder man wandert 2-3 Stunden und wer zuletzt eines der Objekte findet, zahlt die Kaffee- und Kuchenrechnung.

Von Bazon Brock, der hier gelegentlich Thema war, stammt eine Idee, die deutlich älter ist, als diese Plastikdiskussion und deshalb nicht Gabeln und Strohhalme, sondern asiatische Essstäbchen¹ in den Fokus nimmt. Sein Vorschlag ist, dass jeder ein Paar Essstäbchen aus Platin ständig mit sich führen sollte, mit seiner Denkerei, die aber leider akut von Schließung bedroht ist und 3 Minuten Fußweg vom Kotti entfernt liegt eine mutige Idee, die natürlich in erster Linie darauf abzielt, dass man so teure Esswerkzeuge ganz sicher nicht wegwirft, aber als gelungenes Design auch insofern überzeugt, als Platin als Edelmetal sehr leicht zu reinigen ist – einmal mit der Serviette drüber und sauber ist’s.

Gabel und Strohhalm lassen sich aus Platin sicher auch prima fertigen. Mit den Ohrschmalzschabern sieht es wohl schwieriger aus – da müsste es vielleicht separate Köpfe geben zum Einklinken. Die Stäbchen eignen sich auch zum Umrühren des Kaffees unterwegs, aber dann sieht man natürlich den großen Becher im Kontrast zu den kleinen Stäbchen. Vielleicht sollte man vorher noch ein wenig in Platinaktien investieren. Vielleicht tun es auch versilberte Becher, aber so teuer, dass man sie nicht wegwirft, müssen sie natürlich sein.

¹) Beim Recherchieren der Links stieß ich nur auf goldene Essstäbchen. Das macht keinen Unterschied und kann entweder an meinem schlechten Gedächtnis liegen oder BB ist zwischenzeitlich auf Essstäbchen 2.0 umgeschwenkt, aber in den verschriftlichten Dokumenten im Netz findet sich das nicht. Wenn Sie wollen, nehmen Sie also Gold.

 – Facebooktracking – 

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Guter Vortrag auf dem 35c3 zu Facebooks Datensammeln. Sie bieten eine Programmierbibliothek an, die wohl einiges nützliches für viele Apps zu bieten hat, und dafür werden schon beim Programmstart jede Menge Daten an Fb gesendet, auch ohne dass man  da Mitglied ist. Das machen zig Apps bei Milliarden Usern alle soundsoviel Minuten.

Ich bin skeptisch gegenüber staatlicher Regulierung, aber in dem Bereich brauchen wir deutlich mehr, und in der EU zu sein, um gemeinsam Bürgerinteressen zu vertreten, erscheint mir da auch eher nützlich.

Einen Heiseartikel zum Vortrag gibt es für Freunde des geschriebenen Wortes auch.

Der Abend war überhaupt dicht mit interessanten Vorträgen, teils von mir bisher erst teilweise gesehen. Mit Empfehlung versehen:

 – Vorprodukt Sargon of Akkad – 

sargon-of-akkad

Sargon of Akkad

Patreon ist eine Internet-Spendenplattform.
Diese hat vor ca. 10 Tagen Sargon of Akkad gebannt.

Sargon of Akkad ist ein Podcaster/YouTuber von über’m Teich jenseits des Kanals (Danke an den hilfreichen Kommentator CountZero) und daher im deutschsprachigen Raum weniger bekannt als in den USA, dort aber wohl doch ziemlich. Der Name ist ein Künstlername: Weiterlesen

 – Genderpricing – 

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Haareschneiden kostet für Frauen mehr als für Männer. Vielleicht dauert es auch länger? Müsste man eben mal messen. Merkwürdig ist es schon, aber der Kunde bestimmt, welche Angebote er honoriert. Oft klumpen sich die Friseure ja, so dass man es nicht weit bis zum nächsten hat.  Weiterlesen

 – Genderpay – 

gender-rasierer

Interessanterweise ist es ja so, dass die gleichen Kreise, wenn auch nicht exact die gleichen Kreisen, die sonst mit Pink-stinks-Kampagnen auf sich aufmerksam machen nun gegen überteuerte Einwegrasierer zu Felde ziehen, die im 5er-Pack 60 ¢ mehr kosten, als die für Männer, erkennbar daran, dass sie nicht pink sind. #genderpricing

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