Archiv der Kategorie: Klamauk

 – Flugbenzinsubvention – 

flugbenzinsubvention

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 – Berlin: Schnee (Ausbeute) – 

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Schneeausbeute

Na, wer sagt es denn!

Nicht ganz eine geschlossene Schneedecke, aber fast einen Quadratmeter Schnee habe ich heute in der Tat abends in der Dudenstraße gesichtet, Herkunft unbekannt, reihum keine weiteren Vorkommen detektierbar. Nicht mal ein Fischrestaurant, das sein Kühleis da entsorgt haben könnte.

Im milden Trier gab es das früher immer, dass die Mittelgebirgler aus Eifel und Hunsrück mit ihren schneebedeckten Autos runter in die Stadt kamen, und diese in den Straßen parkten, was dann etwas merkwürdig aussah – eine lange Kette parkender Autos, eins davon schneebedeckt, so als sei das optional wie ein Zigarettenanzünder.

Als Radfahrer bin ich eh kein so großer Freund von geschlossenen Schneedecken und Flughäfen, beispielsweise. Als sozialer Mensch denke ich aber ein paar Tage Schnee für die Kinder, so Freitag bis Montag, dann kurz Frühling und dann auch gerne wieder Sommer.

Immerhin scheint Weihnachten jetzt um zu sein. Früher war mehr Lametta.

 – Plastesatan – 

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Machen Sie doch 2019 folgendes Experiment: Sammeln Sie ein Jahr lang alle Trinkhalme, Gäbelchen und Ohrputzer mit Plastikanteil (ostdt.: Plasteanteil) und am 31.12.2019 alle Plastikmüllabfälle gesondert und vergleichen Sie, welches der größere Haufen ist. Und dann verraten Sie mir, wieso wir uns auf die Petitessen konzentrieren. Das muss etwas religiöses sein – ein symbolisches Opfer, welches uns Absolution verspricht.

Weil ein Schwachsinn selten allein kommt, lohnt sich der Hinweis, dass von den 10 Flüssen mit dem größten Plastikeintrag in die Meere 8 in Asien liegen und 2 in Afrika.

Solange die Flüsse nicht zugefroren sind, kann man auch mal eine Wanderung an Rhein oder Mosel, Isar oder Spree, Elbe oder Donau unternehmen oder an kleineren Flüsschen und Bächen und wandert einfach einen Sonntagmittag solange, bis man im Ufergestrüpp eine Gabel, ein Ohrstäbchen oder einen Kunststoffstrohhalm findet. Seien Sie trickreich und bringen Sie heimlich eine Campinggabel von zu Hause mit, nicht dass Sie ewig wandern! Spätestens in der Dämmerung werden alle froh sein, wenn Sie die Gabel endlich finden und kritische Nachfragen unterlassen.

Oder man wandert 2-3 Stunden und wer zuletzt eines der Objekte findet, zahlt die Kaffee- und Kuchenrechnung.

Von Bazon Brock, der hier gelegentlich Thema war, stammt eine Idee, die deutlich älter ist, als diese Plastikdiskussion und deshalb nicht Gabeln und Strohhalme, sondern asiatische Essstäbchen¹ in den Fokus nimmt. Sein Vorschlag ist, dass jeder ein Paar Essstäbchen aus Platin ständig mit sich führen sollte, mit seiner Denkerei, die aber leider akut von Schließung bedroht ist und 3 Minuten Fußweg vom Kotti entfernt liegt eine mutige Idee, die natürlich in erster Linie darauf abzielt, dass man so teure Esswerkzeuge ganz sicher nicht wegwirft, aber als gelungenes Design auch insofern überzeugt, als Platin als Edelmetal sehr leicht zu reinigen ist – einmal mit der Serviette drüber und sauber ist’s.

Gabel und Strohhalm lassen sich aus Platin sicher auch prima fertigen. Mit den Ohrschmalzschabern sieht es wohl schwieriger aus – da müsste es vielleicht separate Köpfe geben zum Einklinken. Die Stäbchen eignen sich auch zum Umrühren des Kaffees unterwegs, aber dann sieht man natürlich den großen Becher im Kontrast zu den kleinen Stäbchen. Vielleicht sollte man vorher noch ein wenig in Platinaktien investieren. Vielleicht tun es auch versilberte Becher, aber so teuer, dass man sie nicht wegwirft, müssen sie natürlich sein.

¹) Beim Recherchieren der Links stieß ich nur auf goldene Essstäbchen. Das macht keinen Unterschied und kann entweder an meinem schlechten Gedächtnis liegen oder BB ist zwischenzeitlich auf Essstäbchen 2.0 umgeschwenkt, aber in den verschriftlichten Dokumenten im Netz findet sich das nicht. Wenn Sie wollen, nehmen Sie also Gold.

 – 2018 Abgesang – 

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Mit Mühe habe ich die Blogbesuchszahlen von 2013 übertroffen, dank einer kl. Jahresendoffensive. 1000 Aufrufe pro Monat im Schnitt habe ich mir als Ziel gesetzt und erreicht.

Was ist die Geschichte hinter Aufstieg und Niedergang der Besucherzahlen? Zwei Dinge sind zu unterscheiden. Bis 2015 habe ich meinen täglichen Output erhöht und mehr und mehr meine Sachen bei Google+, später auch bei Twitter hochgeladen und verlinkt. Dann auch in den Kommentaren beim Postillon verlinkt und, wenn es thematisch passte, bei den heise-News.

2016 hat dann der Postillon die Daumenschrauben angezogen, was externe Links in Kommentaren betraf. Später auch Heise. Nachdem die Zahlen nicht mehr stiegen zog ich Bilanz, ob das Ziel, mehr Reichweite zu erzielen, den Aufwand wert ist. Es war keine ultimative Entscheidung, aber ich hatte keine Lust mehr viel Aufwand damit zu verbringen, mein eigenes Zeug zu pushen. Wenn es sich nicht fast von selbst verbreitet, dann ist das halt so. Anderen über Gebühr auf den Geist gehen war nicht meine Absicht.

So beendete ich dann auch die grobe Zielvorgabe an mich selbst, pro Woche etwa 5 Cartoons zu produzieren. Stattdessen ging ich dazu über nur mehr Skizzen von Sketchmeetups und aus dem Jazzclub zu posten, womit die 3 G+-Gruppen zu Humor als Multiplikatoren flach fielen. So brach dann auch meine Postingfrequenz dieses Jahr ziemlich ein (4 Jahre lang um 300 Beiträge/Jahr, 2018 waren es 82).

Mit der DSGVO brachen dann auch die Teilnehmer bei den Comic-collabs plötzlich und unerwartet ein. Mich hatte die DSGVO zwar nicht beeindruckt, aber nachdem ich nicht mehr fast täglich einen Cartoon machte verpasste ich auch mehr und mehr die Termine und entwickelte da unbeabsichtigt eine ziemliche Wurstigkeit.

Da ich hier niemandem was schulde, außer treuen Besuchern vielleicht eine Wasserstandsmeldung und Wetteraussicht, nehme ich den Jahreswechsel als Anlass mal kurz Bescheid zu geben.

Skizzen will ich weiter veröffentlichen und wenn ich meine, einen Cartoon im Kopf zu haben, diesen auch zu Blog bringen. Auch wenn ich über etwas politisches schimpfen will werde ich weiter auf grafische Lockmittel setzen. Das wird aber wohl so unregelmäßig bleiben wie es letztes Jahr war.

Allen Blogbesuchern wünsche ich einen guten Rutsch und allen Bloggern viele Visits.

Für Nostalgiker wiederhole ich jetzt die Sylvestergrafik von 2013 mit marginalen Korrekturen an den Uhren.

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