– Genderpricing – 

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Haareschneiden kostet für Frauen mehr als für Männer. Vielleicht dauert es auch länger? Müsste man eben mal messen. Merkwürdig ist es schon, aber der Kunde bestimmt, welche Angebote er honoriert. Oft klumpen sich die Friseure ja, so dass man es nicht weit bis zum nächsten hat. 

Vor dem Mindestlohn haben in meinem Umfeld Friseure mit 7 € geworben, was ziemlich preiswert war. Ich will meist einen Haarschnitt, keine Frisur, weil ich keine Zeit habe mich um sowas wie eine Frisur zu kümmern, bzw. auf der Prioritätenliste ist es ganz weit hinten. Einmal habe ich mir was aufschwatzen lassen, in den 90ern, das hätte ich täglich einwachsen müssen und abends dann das Wachs ins Kissen schmieren.

Wenn man nicht am Haarewaschen ist, dann steht man zwischen Waschmaschine und Wäscheleine. Soweit kommt ’s noch. Gut – eine säuselnde Prinzessin, die wünscht, dass ich besser aussehe, das könnte mich motivieren ein wenig mehr zu machen, aber die müsste auch erst mal existieren.

Haare waschen, Handtuch, und 5 Minuten später sind die Haare trocken, kein Fön, kein Kamm – so mag ich es. Allerdings gehe ich auch ungern zum Friseur und so werde ich im Laufe des Jahres dann doch zum Hippie.

Aber die Frauen müssen sich für die Männerwelt schön machen! Müssen sie? Also von mir nicht, jedenfalls nicht so intensiv. Bevor ich mich aber mit Immanen, christlichen Fundis und Germanen von deutschem Blut in einem dörflichen Verband wiederfinde sollen sich die Frauen dann doch lieber die Frisuren hochstecken, die Haare färben, Fremdhaar einflechten und wonach ihnen sonst der Sinn steht.

Die Gefahr ist aber groß, dass ich gefragt werde Fällt Dir was an mir auf? und ich Neue Schuhe? sage, statt Neue Frisur! Am meisten interessieren sich dafür doch andere Frauen. So wie junge Männer brüllende Autos kaufen, um Frauen zu imponieren, aber vor allem in ihrer Clique damit auf Resonanz stoßen.

Friseure haben auch kein Monopol. Daher, wenn sich ein Schnitt, der bei Frauen 25 Euro kostet und bei Männern nur 12, wie in den Nachrichten behauptet, auch bei Frauen für 12 Euro anbieten ließe, ohne Verlust zu machen – wieso machen die Friseure es nicht? Ist es nun Genderpricing? Ich denke, die Frauen verlangen einfach mehr Zuwendung im Schnitt. Im Einzelfall kann das dennoch ungerecht sein, weil auch viele Frauen unkompliziert sind und der Friseur schnell fertig. Nur – woher weiß der Friseur das vorab?

Gerade eine ausführliche Anamnese macht die Prozedur teuer. Soll es verbindliche Kostenvoranschläge geben? Wenn nach Zeit abgerechnet wird, wie verhindert man Streit darüber, ob unnötig getrödelt wurde?

Bemerkenswert in Rundfunk und Fernsehen: Es kam nur der Standpunkt der Genderpolitiker und Gleichstellungsbeauftragten zur Sprache. Friseure durften nicht erklären, wieso die Preispolitik ist wie sie ist.

 

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