– Miz Moni & Brooklyn Bridge im Zig-Zag-Jazzclub – 

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v.l.n.r.u.o.n.u. Gast, Gast, Loomis Green, Miz Moni (3x), Queen Jana (2x)

Mal wieder in meinem zweiten Wohnzimmer, dem Zig-Zag-Jazzclub. Miz Moni sagte mir nichts. Ein paar You-Tube-Schnipsel klangen recht gut, aber wg. der amateurhaften Aufnahmetechnik konnte man doch nichts endgültiges sagen. Da als Band fast die gleiche Besetzung wie bei Brooklyn-Bridge mit Koffi Missah vor knapp 2 Wochen auftreten sollte konnte aber eigentlich nichts schiefgehen.

Es eröffnete die Band mit einem Instrumentalstück, etwas mit Chicken, nicht Chicken Nuggets – ich meine Chicken Walk,,bei dem nicht nur Green (g.) und Bruger (kb./p.) ein Solo gaben, sondern auch Lennox (b.) und der neue Drummer Kai Schoenburg.

Dann betrat die Miz Moni die Bühne.

Die Playlist – womöglich habe ich 1-2 Stücke vergessen:

  • Chicken …
  • Respect
  • Killing me softly
  • Black diamond
  • I just got to tell you(?)/Good love(?)
  • Beethoven, Sonate pathetique -> Sometimes, I feel, like a motherless child
  • Summertime
  • Puttin‘ on the Riz/It’s not alright, but it’s ok/Hit the road, jack
  • Commin‘ home
  • Lady Marmelade
  • (Pause)
  • Ain’t nobody
  • Natural woman
  • Freedom
  • Your love is my love
  • No woman no cry
  • (Zugabe:)
  • Stand by me

Bei Black Diamond ging die Sängerin gewagte, vokale Experimente ein, die mich immer ein wenig verunsichern. Es steigt in Höhen und wird laut und ein wenig schrill, und man hat Angst, der Sänger könnte scheitern und abstürzen wie ein Drahtseilkünstler, nur dass diesen die Strafe für seinen Übermut ja unweigerlich ereilt, während das Publikum beim Gesang dann auf seinen Aggressionen sitzen bleibt. Sie stürzte aber nicht ab.

Beim nächsten Stück baute sie dann Rapelemente ein, wobei ich, ohne das Stück vorher zu kennen, vermute, dass die da im Original nicht hingehören, aber es war prima, und das sage ich, der ich mit Rap wenig am Hut habe.

Den Mix Beethoven/Sometimes, I feel, like a motherless child bestritten ausschließlich Piano und Gesang, auch ein sehr gelungener Stilbruch.

Neben den meisten Aretha-Franklin-Nummern, hatte ich auch Lady Marmelade noch nicht live performed erlebt.

Nach der Pause und Ain’t nobody begrüßte Miz Moni (meine politisierten Finger wollen dauernd Liz Mohn schreiben) während Natural woman eine Queen Jana, die in der ersten Reihe saß, und die dann kurzzeitig das Mikrofon übernahm, als ihre Lehrerin, Freundin und ihren Förderer. Diese konnte zwar nicht mehr auf die Bühne steigen und sang sitzend vom Bühnenrand aus, aber auch mit einer beachtlichen Stimme.

Insgesamt würde ich sagen mein bestes Konzert bislang im ZZJc. Der Klang war, wie zu erwarten, über dem, was mit Handys bisher seinen Weg ins Internet gefunden hatte. Ginge es nach mir würde man bei den Solos von Loomis Green noch ein Stück weiter aufdrehen, aber vielleicht sind da die Nachbarn vor. Piano, Bass und Schlagzeug kamen diesmal auch besser raus und machten mehr her. Und Miz Moni auf der Bühne verstand es auch das Publikum zu zum Mitsingen zu animieren – zu No woman no cry brachte sie den ganzen Saal dazu aufzustehen.

Bleibt noch festzuhalten, dass jetzt der Mittwoch zu einem festen Funktermin werden soll, und zwar mit den Instrumentalisten als Konstante, die dann unterschiedlichste Sängerinnen und Sänger begleiten. Meine nächsten Abende dort sind damit geplant, am 5.4. Desney Bailey (wobei mir diese Beispiele zu ruhig und getragen sind, mal sehen) und – nicht an einem Mittwoch, sondern donnerstags, dem 20.4., mit Rachelle Jeanty, die mich letztes Jahr für den ZZJc geködert hat und auch mit gleicher Combo spielt.

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