– Vorprodukt Klausentreiben – 

klausentreiben

Bei Queer, einer Sendung des BR, die ich gerne Samstag Mittags auf 3sat konsumiere war kürzlich ein Beitrag zum Klausentreiben, einem Brauch aus dem allemanischen unbekannter Provenienz. Einerseits in der vorchristlichen Mystik angesiedelt, dann aber von jener geschluckt oder teiladoptiert, als Belzebub, Krampus und Knecht Ruprecht in verwandten Spielarten verbreitet.

Als Stadtkind im Westen bin ich mit sowas nicht geängstigt worden, aber in Vorweihnachtsgeschichten war sowas präsent und von Klassenkameraden hörte man manchmal was. Thema bei 3sat war das moderne Dilemma, dass einerseits so etwas Skurriles neugierige Touristen anlockt und daher die Fremdenverkehrsämter in die Spur bringt, die authentische Rauheit des Brauches dabei einerseits pekuniär erwünscht ist, andererseits aber wohl in einem Ort mit einer krankenhausrelevanten Körperverletzung zu Buche schlug, so dass man jetzt dazu übergeht das Ganze einzuhegen zu einer reinen Showveranstaltung, wo die Schaulustigen ihre Smartphones in Stellung bringen können um Selfies davon zu schießen, das nichts passiert.

Für den Nikolaus ist diese Skizze natürlich ein wenig spät. Womöglich kann sie im Kontext toxischer Männlichkeit noch verwurstet werden. Eine andere, mir bislang erst vage vorschwebende Verwendung, könnte in Zusammenhang mit dem nächsten Beitrag gelingen oder so lange verschoben werden, bis das Thema kalt ist.

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