– Diversity & Illusion – 

English version at the middle of the page.

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Im Zalando-Tech-Lab fand am Dienstag eine Veranstaltung zu Vielfalt und Inklusion in Open-Source-Projekten statt.

Dies erinnerte mich an eine Anekdote, die ich selbst erlebt hatte.
Ein Projekt, das schon am Laufen war, als ich dazustieß, hatte einen COC (Code of Conduct, also eine gemeinsame Selbstverpflichtung sich an Verhaltensstandards zu halten die oft solche sind, wie man sie sei der Grundschule verinnerlicht haben sollte, oft noch mal für verschiedene Merkmalsträger betont  – Hautfarbe, Geschlecht, Gesundheitszustand, sexuelle Vorlieben), den es von einem verbundenen, anderen Projekt übernommen hatte, aber es war strittig, ob dieser verbindlich für die Community sei. Als ich umherfragte fanden alle diesen COC prima. Merkwürdig fand ich daran, dass es die Institutionen, die hie und da tätig werden sollten, gar nicht existierten und es gab Vorschriften für die Entwickler, obwohl es in unserem Bereich keine Entwickler gab und auch nicht geben sollte. Mein Eindruck war, dass niemand das aufmerksam und kritisch gelesen hatte, aber alle schon geübt waren solche Statements wie eine Sonntagsrede abzunicken.

Unakzeptabel fand ich eine Vorschrift im COC, die untersagte, auch in privater Kommunikation sich über das Projekt negativ zu äußern.
Wenn ich einer Gruppe das Recht einräume meine Kommunikation zu regulieren, dann ist das qua definitionem für mich keine private mehr. Der Anspruch ist totalitär. Meinen Argumenten schloss man sich zögerlich aber unwillig an, weil sich eigentlich niemand mit den Regeln näher auseinandersetzen wollte.

Als unverbindliche Absichtserklärungen, als Lippenbekenntnis das keiner ernst nimmt funktionieren sie ganz gut. Die Praxis zeigt sich schwerer als gedacht.

Man sollte mal bei den Religionen nachfragen, wieso die Anstrengung, bessere Menschen zu machen, seit 2000 Jahren und mehr gescheitert ist.

Recht und Gesetz haben ebenfalls eine beachtliche Tradition, aber auch heute wird weiter an den Paragraphen gefeilt und geschliffen und vor Gericht herrscht alles andere als Einigkeit darüber, wie welche Aussage zu interpretieren ist, ganz abgesehen von der Schwierigkeit die Faktenlage zu ermitteln.

Als Neuling in einem Projekt ist es nicht unbedingt clever gleich als Erstes den COC in Frage zu stellen; schnell gilt man als Querulant oder schlimmer, als Sexist. Aber später muss man sich evtl. vorhalten lassen, dass man ihnen zugestimmt hat. Zwar ist man nicht der einzige, der sie nicht gelesen hat, aber bei der Mehrheit rächt es sich nicht am eigenen Leib.

Meist wimmelt es in den COCs von wohlmeinenden Phrasen, denen bei oberflächlicher Betrachtung jeder zustimmen kann. Bei näherer Betrachtung stehen die proklamierten Ziele aber oft in Konkurrenz oder Widerspruch zueinander. Wie ein konkretes Verhalten einzuordnen ist, darüber bestehen keine übereinstimmenden Ansichten und selbst über die Fakten, was passiert ist, besteht selten Einigkeit. In den letzten Jahren gingen genügend Fälle durch die sozialen Plattformen, um das festzustellen. Während konkrete, klare und hinreichend bestimmte Regeln nahezu unmöglich zu formulieren sind eröffnen vage Absichtserklärungen den Raum für Willkür. Aber die Willkür gänzlich fehlender Regeln wurde als „Tyranny of structurelessness“ von der Sprecherin Kathleen Danielson in ihrem Vortrag gebrandmarkt.

Im Rechtsstaat gibt es in Streitsachen rechtsstaatliche Prinzipien wie die Unschuldsvermutung, das Recht auf juristisches Gehör, anwaltliche Vertretung, Beweispflicht, Akteneinsicht, Ablehnung des Richters wg. Befangenheit usw.

COCs werden selten von Juristen geschrieben, entsprechend wenig wasserfest sind sie. Psychologen, Soziologen, Kulturwissenschaftler sind auch selten beteiligt. Entsprechend naiv sind die Modelle der Welt, der Probleme und Lösungswege, die sich in ihnen äußern.
There is no silver bullet to diversity and inclusion.

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Laut Danielson sollen Diversity u. Inklusion Priorität haben.

Realität des Umgangs mit COCs: Man nickt sie ab wie EULAs und hofft auf das beste.

Problem des Vertretertums: Es wird nicht abgesehen davon, welches Geschlecht oder sonstige Merkmal eine Person hat, sondern der Einzelne als Vertreter einer Gruppe aufgefasst, also auf eine Rolle festgelegt.

Damit zusammen hängt das Problem des Durchschnitts und des Einzelfalls.
Die klassische Idee des nichtdiskriminierenden Verhaltens sieht so aus, dass man eine Person nicht aufgrund von Vorurteilen benachteiligt und ist weithin akzeptiert – zumindest wird sie nicht öffentlich in Frage gestellt, auch wo das individuelle Verhalten abweichen mag.
Die Vorurteile beruhen oft auf beobachteten Zusammenhängen, also etwa, dass Männer mehr Code zu Open-Source-Projekten beitragen und häufiger auf Computer-Meetups gehen, was als freiwillige Fortbildung wertgeschätzt wird.

Wenn jetzt 2 Personen um eine Stelle konkurrieren ist es falsch den Mann gegenüber der Frau wegen dieser Erwartung zu bevorzugen. Vielleicht ist die Frau anders als der Durchschnitt und trägt zu Open-Source bei. Vielleicht geht der Mann gar nicht zu Meetups. Ein gerechter Prozess schaut, was der Einzelne wirklich macht, nicht was die Gruppe im Schnitt tut, der er angehört.

Heutige Diskriminierungstheorien gehen jedoch weiter. Dass Frauen im Schnitt weniger in Open-Source leisten, wird erklärt mit struktureller Diskriminierung, mit ihrer Sozialisation, an der das System schuld ist, so dass sie sich etwa mit der Mutterrolle anfreunden und abends zuhause bleiben und auf das Kind (das unterstellt wird) aufpassen, so dass ihnen weniger Zeit bleibt, Meetups zu besuchen oder sich nach Feierabend noch in Freizeitprojekten zu engagieren.

Hier findet eine schwierige Teilung der Verantwortung statt. Die Frau ist nicht verantwortlich für ihr Lebensmodell sondern muss entschädigt werden für die Nachteile, die ihr dadurch entstehen, und zwar in der Regel ohne zu prüfen, ob sie wirklich wegen Kinderbetreuung zu Hause bleibt oder ob es andere Gründe sind, etwa weil sie abends lieber zum Kickboxen geht.
Oder es wird Frauen unterstellt, dass sie alle von Elternhaus, Schule und Medien entmutigt wurden eine MINT-Karriere einzuschlagen, unabhängig davon, ob es wirklich der Fall war.
Dadurch wird ein Stereotyp von der Frau als Opfer der Gesellschaft gepflegt, während man bei Männern i.d. Regel davon ausgeht, dass diese für ihr Handeln und ihre Entscheidungen verantwortlich sind, so als ob doch der Mann erst ein vollwertiger Mensch ist und die Frau noch auf dem Weg dahin.

Eine Gleichbehandlung, die von Geschlecht, Herkunft, Religion usw. der Person absieht, kann man einfordern und ist oft schwer genug zu erreichen. Jedes Projekt sollte offen sein für jeden. Aber einzelne wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer virtuellen Gruppe Diskriminierter zu bevorzugen ist paradox. Es zementiert die Unterschiede, die man überwinden will.
Beim Individuum anzusetzen und dessen persönlicher Diskriminierungsgeschichte ist auch problematisch. Das erfordert neben den Lebenslauf einen Diskriminierungsverlauf einzureichen und was schreibt man da rein, wer kann es überprüfen? Wie bewertet man die qualitativ sicherlich sehr unterschiedlichen Erfahrungen?

Den Projekten wird die Bürde auferlegt, angenommenes, vergangenes Unrecht zu heilen und zu kompensieren, für die das Projekt nicht verantwortlich ist.

Ab wann ist der Einzelne selbst dafür verantwortlich sich zu wehren, wenn er diskriminiert wird? Mit 18? Mit 25? Mit 50? Nie?

Was ist mit denjenigen, die sich gar nicht diskriminiert fühlen? Wenn manche Frauen lieber weniger arbeiten, um mehr Zeit für die Familie zu haben – müssen die umerzogen werden? Oder müssen sie unabhängig vom Nutzen, den sie für ein Projekt erbringen, gleichbehandelt werden? Von körperlich oder geistig eingeschränkten Menschen das gleiche zu verlangen wie von Gesunden ist sicher nicht gerecht, aber will man von einem Chirurgen operiert werden, der zu epileptischen Anfällen neigt?

Die User eines Programms wünschen sich wahrscheinlich schnelle Bugfixes und orientieren sich daran, nicht danach, welche Quoten im Projekt erreicht wurden.
Die Priorität des Projektteams mag Selbstverwirklichung für alle sein, Diversität auf vielen Gebieten und Inklusion, aber die Nutzer interessiert wahrscheinlich vor allem Fehlerfreiheit, Features, Performance und Preis eines Produkts oder Services.

Wenn man von einer hohen Userzahl abhängt, dann kann man sich die Prioritäten nicht nach Lust und Laune aussuchen, sondern muss die Prioritäten derer, von denen man abhängt, weitgehend zu den eigenen machen. Ein Projekt dem die User davonlaufen, weil die klassischen Leistungsanforderungen nicht erfüllt werden, wird nicht lange überleben. Dann kann man seine Prioritäten in ein anderes Projekt tragen.

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Ein weiteres Problem: Beim Geschlecht ist die Zugehörigkeit meist sichtbar, weil sich biologisches Geschlecht, Geschlechtsidentität und Gender Expression bei den allermeisten Menschen in Übereinstimmung befinden. Aber was geht es meinen Arbeitgeber oder mein Team an, was meine sexuelle Präferenzen sind? Um da Diversität anzustreben müsste man diese erst mal ermitteln.
Auch die Hautfarbe lässt sich schlecht verheimlichen, aber wieso sollte ich meine Religionszugehörigkeit bei einem Projekt problematisieren?

Für die meiste Software mit der ich zu tun hatte sind Fragen von Hautfarbe, Geschlecht und sexueller Ausrichtung der User unerheblich. Dass Diversity für jedes Projekt vorteilhaft ist, ist eine unbewiesene Marketingbehauptung. Wer seine Ziele derart anpreist macht sich in meinen Augen unglaubwürdig.

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Meine Alternativvorschläge?

Da muss ich leider weitgehend passen. Die Vorhersehbarkeit von Problemen, die auftauchen können ist begrenzt. Bei Skandalen und Skandälchen sind die Informationen, die dazu durch die sozialen Medien gingen meist widersprüchlich. Vielen formelhaften Regelvorschlägen kann ich mich dabei nicht anschließen. Die Fluidität von Problemlagen und Phänomenen, für die man gerne ein Regelwerk hätte, ist m.E. auch zu groß, als dass man sich darauf gut vorbereiten könnte.

Man kann auch nicht jedes Teammitglied durch ein Psychologiestudium vor der Aufnahme schicken. Die heutigen Codes-of-Conducts halte ich für Marienwinkel oder Hufeisen der Moderne. Sie sollen die bösen Dämonen abhalten, eine Silver-Bullet der sozialen Interaktion sein.

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Freizeitprojekte und Firmen haben dabei sicherlich unterschiedliche Interessenlagen. In einem freien Team kann ich einem Anfänger im Prinzip beliebig viel Zeit widmen, würde das aber nicht davon abhängig machen wollen, ob er zu einer anerkannt benachteiligten Gruppe gehört. Wieso sollte man?

In Firmen wird man häufig die Betriebsressourcen so einsetzen wollen, dass maximaler Profit entsteht. Wenn die Aktionäre bereit sind, auf Gewinne zu verzichten, um den schwächsten so viel zu zahlen wie den stärksten, von mir aus. Zahlen sie allen das gleiche, aber nivelliert zum Mittelwert, ist die Gefahr hoch, dass die Produktivsten woanders hin gehen.

Einer Gruppe weitergehende Rechte über mein Verhalten und meine Sprache einzuräumen finde ich problematisch. Insbesondere, wenn es sich um Firmen handelt, leuchten bei mir die Alarmsignale auf. Soll hier vielleicht ein vorzeigbares Engagement die Mitarbeiter auf einer moralischen Ebene an ein Unternehmen binden, das sonst wenig zu Werten, die gerade hoch im Kurs stehen, vorzuweisen hat?

LANG=EN: 
The translation was performed with the help of DeepL, where I had to cut’n’paste it in in 3 steps, since it exceeded the maximum size of input. I found some glitches in some paragraphs and tried my best to correct them and read everything for correction, but I’ve surely overseen some things and maybe there are some weird formulations I’ve mixed up. So please excuse my poor English. 

 – Diversity & Illusion – 

The Zalando Tech Lab hosted an event on Tuesday on diversity and inclusion in open source projects.

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This reminded me of an anecdote I had experienced myself.
A project that was already in progress when I joined, had a COC (Code of Conduct, i. e. a common self-commitment to adhere to standards of behavior that are often the same as those that should have been internalized in primary school, often emphasized again for different characteristics – skin color, gender, health, sexual preference), which it had adopted from an associated, different project, but it was controversial whether or not. When I asked around, everyone thought this COC was great. I found it strange that the institutions that were supposed to be applied to didn’t even exist and there were rules for the developers, although there were no developers in our area and they shouldn’t exist. My impression was that no one had read this attentively and critically, but everyone was already practiced making statements like a sunday speech.

I found an unacceptable provision in the COC prohibiting negative comments on the project in private communications as well.
If I give a group the right to regulate my communication, then this is by definition no longer a private one for me. The claim is totalitarian. My arguments were reluctantly but unwillingly endorsed, because nobody really liked to take a closer look at the rules.

They work quite well as non-binding declarations of intent, as lip service that no one takes seriously. Practice proves to be harder than expected.

One should ask the religions why the effort to make better people has failed for 2000 years and more.

Law and order also have a considerable tradition, but even today there is still a lot of work and fine tuning going on in the paragraphs, and in court there is nothing but agreement on how to interpret which statement, not to mention the difficulty of establishing the facts.

As a newcomer to a project, it is not necessarily clever to first of all question the COC; soon one is considered to be a troublemaker or worse, a sexist. But later on you might have to let yourself be reproached for agreeing to them. Although you are not the only one who has not read them, the majority does not take revenge on their own bodies.

Most COCs are teeming with well-meaning phrases that everyone can agree to on a superficial level. On closer inspection, however, the proclaimed goals are often in competition or contradiction with each other. There is seldom agreement on how to classify a concrete behaviour, there is no consensus on this and even on the facts of what has happened. In recent years, there have been enough cases on social platforms to determine this. While concrete, clear and sufficiently specific rules are almost impossible to formulate, vague declarations of intent open up scope for arbitrariness. But the arbitrariness of completely absent rules was branded as „Tyranny of structurelessness“ by the speaker Kathleen Danielson in her lecture.

In the rule of law, there are principles of the rule of law in disputes, such as the presumption of innocence, the right to be heard in law, legal representation, duty of proof, inspection of files, refusal of the judge owing to the law. bias, etc.

COCs are rarely written by lawyers, so they are not waterproof. Psychologists, sociologists and cultural scientists are also rarely involved. The models of the world, the problems and solutions that are expressed in them are correspondingly naive.
There is no silver bullet to diversity and inclusion.

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According to Danielson, diversity and inclusion should have priority.

Reality of dealing with COCs: You nod them off like EULAs and hope for the best.

The problem of being a representative: The individual is not seen regardless of its characteristics of gender, religion, ethnicity and so on, but as a representative of a group that is defined by a role.

The problem of the average and the individual case is related to this.
The classical idea of non-discriminatory behaviour is that one does not discriminate against a person on the basis of prejudice and is widely accepted – at least it is not publicly questioned, even where individual behaviour may differ.
Prejudices are often based on observed connections, such as the fact that men contribute more code to open source projects and are more likely to participate in computer meetups, which is valued as voluntary training.

When now 2 people compete for a job it is wrong to favour the man over the woman because of this expectation. Maybe the woman is different from the average and contributes to open source. Maybe the man doesn’t go to Meetups at all. A fair trial looks at what the individual really does, not what the group to which he belongs on average does.

Today’s theories of discrimination, however, go further. The fact that women on average perform less in open source is explained by structural discrimination, by their socialization, which is the fault of the system, so that they become accustomed to the role of mother and stay at home in the evening and take care of the child (which is assumed) so that they have less time to visit meetings or get involved in leisure projects after work.

This is a difficult division of responsibility. The woman is not responsible for her life style, but has to be compensated for the disadvantages she suffers as a result, usually without checking whether she really stays at home because of childcare or whether there are other reasons, for example because she prefers to go kickboxing in the evening.
Or it is assumed that women are all discouraged by their parents, school and the media from embarking on a MINT career, regardless of whether it was really the case.
This means that a stereotype is maintained by women as victims of society, whereas in men, in the majority of cases, it is assumed that they are responsible for their actions and decisions, as if the man is a fully-fledged human being and the woman is still on her way there.

Equal treatment, apart from gender, origin, religion, etc. of the person, can be demanded and is often difficult enough to achieve. Every project should be open to everyone. But it is paradoxical to favour individual discriminators because of their affiliation to a virtual group. It is cementing the differences you want to overcome.
It is also problematic to approach the individual and his or her personal history of discrimination. This requires a curriculum vitae, a course of discrimination and what do you write in it, who can check it? How do you assess the qualitatively surely very different experiences?

The projects are burdened with the burden of healing and compensating for past injustices for which the project is not responsible.

When will the individual be responsible for defending himself/herself if he/she is discriminated against? At 18? At 25? With 50? Never?

What about those who don’t feel discriminated against? If some women prefer to work less to have more time for the family – do they need to be re-educated? Or do they have to be treated equally, regardless of the benefit they provide for a project? It is certainly not fair to demand the same from physically or mentally handicapped people as it is from healthy people, but do you want to be operated on by a surgeon who is prone to epileptic seizures?

The users of a program probably want to have quick bugfixes and orient themselves on it, not on the quotas achieved in the project.
The priority of the project team may be self-realization for everyone, diversity in many areas and inclusion, but the users are probably most interested in the accuracy, features, performance and price of a product or service.

If you depend on a high number of users, you can’t choose your priorities according to your mood, but you have to make the priorities of those you depend on your own. A project that users run away from because the classic performance requirements are not met will not survive for long. Then you can transfer your priorities to another project.

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Another problem is that gender is usually visible in most cases because biological gender, gender identity and gender expression are in agreement with the vast majority of people. But what does it matter to my employers or my team, what my sexual preferences are? In order to strive for diversity, they would first have to be investigated.
The skin colour is also difficult to conceal, but why should I discuss my religious affiliation in a project?

For most of the software I have dealt with, questions of skin color, gender and sexual orientation are irrelevant. The fact that diversity is advantageous for every project is an unproven marketing claim. Anyone who praises his goals in such a way makes himself untrustworthy in my eyes.

My alternative suggestions?

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I’m afraid I’ll have to pass for the most part. The predictability of problems that may arise is limited. In scandals and micro scandals, the information that went through the social media are mostly contradictory. I cannot endorse many of the formulaic proposals for rules. The fluidity of problems and phenomena for which one would like to have a set of rules is, in my opinion, too big to be well prepared.

And you can’t send every team member through a psychology course before he or she is admitted. Today’s codes of products are holy symbols or Horseshoes of Modernism. They’re supposed to be holding off the evil demons, a silver bullet of social interaction.

Leisure projects and companies certainly have different interests. In a free team, I can devote as much time as I like to a beginner, but I wouldn’t want to make it dependent on whether he belongs to a group that is recognised as being disadvantaged. Why should one?

Companies will often want to use operational resources in such a way that maximum profit is generated. If the shareholders are prepared to forego profits in order to pay the weakest as much as the strongest, let them do it. If they all pay the same, but leveled to the mean value, there is a high risk that the most productive ones will go somewhere else.

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Giving a group more extensive rights over my behaviour and language is problematic to me. Especially when it concerns companies, the alarm signals light up with me. Should a presentable commitment perhaps be used to bind employees on a moral level to a company that otherwise has little to show in terms of values that are currently high on the agenda?

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