– Du mich auch –

du-siehst-mich

Morgen öffnet der #dekt2017 (dt. ev. Kirchentag) seine Tore auf dem Messegelände. Bemerkenswert das Motto „Du siehst mich“, welches bereits zur Bekanntgabe mein Thema war. 

Passend zum Überwachungserprobungsvorzeigebahnhof Südkreuz, von dem aus die Bahn Sonderzüge nach Antisemitenstadt Wittenberg anbietet, wo ein Teil der Feierlichkeiten der Lutherdekadenz begangen wird.

Allerdings könnte das gesehen werden auch weniger als Überwachung sondern mehr als Fürsorge interpretiert werden, was sicher auch ganz im Sinne der Bahn und des Spitzelpolitikers de Maiziere wäre.

Wir schlagen also, als Kulturversteher bei der angegebenen, judäo-christlichen Stelle nach, 1 Mos 16,13, und finden folgendes:

Sarai, Abrams Frau, gebar ihm kein Kind. Sie hatte aber eine ägyptische Magd, die hieß Hagar. 2 Und Sarai sprach zu Abram: Siehe, der HERR hat mich verschlossen, dass ich nicht gebären kann. Geh doch zu meiner Magd, ob ich vielleicht durch sie zu einem Sohn komme. Und Abram gehorchte der Stimme Sarais.

Hier muss ich kurz unterbrechen. Die Magd wird ohne diese zu fragen als Sexsklavin und Leihmutter benutzt. Sonst sind die Kirchen immer gegen Leihmütter und Patchworkfamilien – soviel zur christlichen Leitkultur.

3 Da nahm Sarai, Abrams Frau, ihre ägyptische Magd Hagar und gab sie Abram, ihrem Mann, zur Frau, nachdem Abram zehn Jahre im Lande Kanaan gewohnt hatte. 4 Und er ging zu Hagar, die ward schwanger. Als sie nun sah, dass sie schwanger war, achtete sie ihre Herrin gering. 5 Da sprach Sarai zu Abram: Das Unrecht, das mir geschieht, komme über dich! Ich habe meine Magd dir in die Arme gegeben; nun sie aber sieht, dass sie schwanger geworden ist, bin ich gering geachtet in ihren Augen. Der HERR sei Richter zwischen mir und dir. 6 Abram aber sprach zu Sarai: Siehe, deine Magd ist unter deiner Gewalt; tu mit ihr, wie dir’s gefällt. Da demütigte Sarai sie, sodass sie vor ihr floh. 7 Aber der Engel des HERRN fand sie bei einer Wasserquelle in der Wüste, nämlich bei der Quelle am Wege nach Schur. 8 Der sprach zu ihr: Hagar, Sarais Magd, wo kommst du her und wo willst du hin? Sie sprach: Ich bin von Sarai, meiner Herrin, geflohen. 9 Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Kehre wieder um zu deiner Herrin und demütige dich unter ihre Hand. 10 Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Ich will deine Nachkommen so mehren, dass sie der großen Menge wegen nicht gezählt werden können. 11 Weiter sprach der Engel des HERRN zu ihr: Siehe, du bist schwanger geworden und wirst einen Sohn gebären, dessen Namen sollst du Ismael nennen; denn der HERR hat dein Elend erhört. 12 Er wird ein Mann wie ein Wildesel sein; seine Hand wider jedermann und jedermanns Hand wider ihn, und er wird sich all seinen Brüdern vor die Nase setzen. 13 Und sie nannte den Namen des HERRN, der mit ihr redete: Du bist ein Gott, der mich sieht. Denn sie sprach: Gewiss hab ich hier hinter dem hergesehen, der mich angesehen hat. 14 Darum nannte man den Brunnen: Brunnen des Lebendigen, der mich sieht. Er liegt zwischen Kadesch und Bered. 15 Und Hagar gebar Abram einen Sohn, und Abram nannte den Sohn, den ihm Hagar gebar, Ismael. 16 Und Abram war sechsundachtzig Jahre alt, als ihm Hagar den Ismael gebar.

(In der Quelle nicht gefettet).

Das Patriarchat at its best, möchte man sagen. Der Wert der Frau bemisst sich nach der Zahl der Nachkommen. Der älteste Sohn wird den anderen vor die Nase gesetzt. Es prügelt sich jeder mit jedem und die Frauen dissen und demütigen sich.

Schön, schön.

Du siehst mich und zwingst mich, mich demütigen zu lassen – ei, ganz wie beim Staat, der wieder in alle unsere Kommunikationswege reinschauen will und auch jetzt schon, gemeinsam mit der NSA, in alles reinschaut, weswegen der Auftritt Obamas auch ganz folgerichtig ist.

Demütige Unterwerfung ist das Motto des Kirchentags, um im Namen vieler Nachkommen, deren Daseinszweck sein wird, Gottes Himmelreich zu preisen und weitere Nachkommen zu produzieren, als Werkzeug in einer Masse Erfüllung zu finden.

Als Alternativprogramm empfehle ich Vatertagsausflug, Brückentag, Pokalfinale.

 

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Ein Gedanke zu „Du mich auch

  1. Paul

    Ich dachte bis jetzt, dass der Slogan nur für die nicht untypische kirchliche Grenzdebilität steht.
    Hier sehe ich: Es ist noch ärger als dumm … nämlich aktiv verdummend!

    Antwort

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