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– making of: 12 hoc –

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Abb. 1

  1. Holzfigur, 30cm/12″ Manikin (male)
  2. Endspiel (Beckett) als Tisch
  3. Versuch das Endspiel zu verstehen (Adorno)
  4. gefalzter, geknickter Karton, Laptopmodel
  5. Streichholz, stabilisiert 4.
  6. Haushaltsgummi
  7. Händiverpackung
  8. Brasiliensocke mit Loch
  9. Herthabecher
  10. (a) Sonnenschutz für Autofenster

Seit die Models Anspruch auf Mindestlohn, Urlaub und Sozialversicherung haben kann ich mir nur noch eine Holzfigur leisten. Nicht im Bild zu sehen ist die 3.Hand, ein Hilfsmittel für Bastler u. Löter, wie man es beispielsweise bei Conrad kriegt. Auf der ließ sich mit etwas Spielraum der Beckett plazieren, der mir inhaltlich zur Frage ’spielen‘ leider, trotz des Titels, nicht weiterhalf.

Zum Niveauausgleich mit dem Boden diente Adorno, von dem ja bekannt ist, dass er das Niveau meist zu heben vermag. Der Laptop aus Karton war rasch zugeschnitten, aber musste am zuklappen mit einem Streichholz gehindert werden, welches ich trickreich beim Abpausen unterschlagen habe.

Das Haushaltsgummi sollte helfen die linke Hand in eine Ich-führe-mir-ein-Stück-Pizza-ein-Haltung zu fixieren. Diese Manikins sind schon sehr flexibel, haben aber doch ihre Grenzen. Eine habe ich am Wochenende gefunden.

Es gibt aus dem gleichen Haus eine Hand, die ich fast gekauft hätte, aber da habe ich mit deren Daumen rumgespielt und ihn mit meinem verglichen und da waren mir die Freiheitsgrade dieser Holzhand dann doch zu klein. Das Pizzastück hat es letztlich nicht in die Endfassung geschafft.

Die Brasiliensocke hat ein Loch und hängt an der Lampe, und man könnte das Händi da reinstecken – allerdings habe ich es noch jedesmal vergessen und so hängt die Socke nur als Farbtupfer weiter in der Wohnung als Mahnung für technischen Fußball und passte so zum Thema ’spielen‘, wie auch der 0,5l Becher von Hertha aus der Aufstiegssaison (‚Mission erfüllt‘). Das Radio dankte es mir nur mit einem 0:0 zu Hause gegen Augsburg.

Der Sonnenschutz dient dazu den Hintergrund abzuschirmen – nicht zwingend nötig aber ein nice-to-have.

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Abb. 2

Man leuchtet dann die Szene aus – hier habe ich mir wenig Mühe gegeben – und fotografiert sie, und kann dabei Perspektiven wählen, die ansonsten mit Leiterkletterei oder Bodenrutscherei verbunden wären. Hier in Abb.2 eine Perspektive, die die Hausspinne hat.

Das Bild läd man dann mit Inkscape, und zeichnet mit einem Digitalisierstift, so man einen hat, die Konturen mit dem Kalligraphiewerkzeug nach (Abb. 1) oder man umhüllt Bildelemente mit geometrischen Figuren, die man noch verformt, verdreht, knautscht und zupft (Abb. 2). Der Flächenstil hat es auch nicht in die Endfassung geschafft.

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Abb. 3

Dann zieht man das Foto unter der Grafik weg und hat die reine Grafik, die dann freilich weiterbearbeitet wird, beschnitten, mit Sprechblasen und Rahmen versehen usw.

Ein Supertrick der die Arbeit sehr erleichtert, aber man mache sich nichts vor – von selbst macht sich das auch nicht.

Man könnte auch mal eine Comic direkt mit Fotografien der Manikins machen.

 

 

 – Matrixfont, improved – 

(scroll for english Version)

aufklaerung-denken-furcht

Vor einiger Zeit habe ich an einem Font für Inkscape und andere Vektorgrafikprogramme gebastelt, der aus Rechtecken mit kreisrunden Löchern besteht, kein Truetype-Font, sondern ein Konsolenfont und auch aus einem solchen ursprünglich entwickelt, in dem die einzelnen Pixel einer 8×16-Matrix abgescannt wurden. Allerdings war das Zusammensetzen von Wörtern, geschweige Sätzen, aus einzelnen Buchstaben unbequem.  Weiterlesen

Heute ging es weiter mit dem Workshop. Wieder war das Programm sehr dicht.

Teil I: https://demystifikation.wordpress.com/2013/09/21/inkscape-workshop-in-der-c-base-berlin/

Neben Fonts ging es um Ausschneiden und Zerlegen.

Font mit Schattenfilter

Font mit Schattenfilter

Die Schrift im Bild ist natürlich unspektakulär. Der kleine Clou daran ist, dass sie mit Hilfe eines selbstgebauten Filters erzeugt wurde, so dass man nachträglich noch Buchstaben in den Text einfügen kann, der dann die gleiche Farbe und den passenden Schatten bekommt, was nicht gelänge, wenn man die Schrift aufgebrochen hätte in einzelne Pfade je Buchstaben oder wenn man die Schrift verdoppelt und die Kopie schwarz färbt und einfach leicht versetzt absenkt. Letzteres macht der Filter auch, aber weil das Procedere gespeichert wird kann man so später noch Rechtschreibkorrekturen vornehmen, oder den Text leicht übersetzen usw.

textAuch der Text wird niemanden vom Stuhl hauen, aber auch hier sind die Worte nicht in Buchstaben zerlegt, sondern die Buchstaben nur so hoch- und tiefgestellt, dass der Gesamttext erhalten bleibt, und so von Suchmaschinen indizierbar bleibt.

<a href=“https://demystifikation.files.wordpress.com/2013/09/zauberstab.png“><img alt=“Zauberstab“ src=“https://demystifikation.files.wordpress.com/2013/09/zauberstab.png?w=625&#8243; width=“625″ height=“593″ /></a> Zauberstab

Den Blog des Coaches findet man übrigens hier: http://karl-tux-stadt.de