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hirnfurz-2

Nach längerer Zeit benötige ich meinen Blog doch wieder, um Dampf abzulassen.

 

Mittags im Presseclub trat Hr. Jörges auf, und vertrat eine Position, die wohl gemäßigt abendlandkritisch sein sollte, dann jedoch am prinzipiellen scheiterte.

Er wünsche sich, dass die Religionen weiter in der Schule aktiv unterrichtet werden sollen um Moral zu vermitteln, war von der katastrophalen Aussage Teil 1, dazu kommen wir noch, um überzugehen zu Teil 2: Wenn Kinder von Moslems nämlich staatlich lizensierten Religionsunterricht bekämen, dann würden sie dort lernen können, dass Juden und Christen nämlich auch an einen Gott glauben und nicht etwa gottlos seien.

Das wäre der richtige Zeitpunkt für eine Fanfare gewesen, Narhallamarsch, Konfetti, Luftschlangen und Funkenmariechen die durch das Journalistenstudio ziehen, Polonaise!

Der Jude und der Christ, sie sind nicht gottlos, deswegen darf man ihnen den Kopf nicht abtrennen soll das wohl heißen, während den gottlosen Atheisten, die es ja auch geben soll – niemand fragte nach – das war offenbar schon das Maximum dessen, was man sich vorstellt, einem Moslem zumuten zu können: andere monotheistische Wüstenreligionen oder solche, die sich dafür halten.

Zu Punkt 1 verlinke ich noch einen Beitrag beim Ketzerpodcast von oder besser mit Herr Andreas Erdmüller, wieso das Christentum ganz prinzipiell keine Morallehre ist oder sein kann. (S13, Andreas Erdmüller, die Legende von der christlichen Moral) Sicher ist es zu viel verlangt, wollte man von Journalisten verlangen, die sich zu einem Thema äußern, dass sie beim Versuch sich schlau zu machen über so einen Beitrag stolpern.

Moral, Tradition, Deutschsein, Heimat, Abendland – darüber schwadroniert ja jeder am Stammtisch, wieso sollte man da überhaupt auf die Idee kommen, dass sich darüber auch etwas halbwegs kluges äußern lässt?

YouTube Link (Audio mit 3, 4 Standbildern)

Humanistischer Salon Nürnberg, Dr. Erdmüller u. Dr. Gerhard Engel, tatsächlich Videodiskussion

Downloadbarer Audiomitschnitt mit weiteren Links, etwa zur Buchbesprechung

 

 

 – Der Colordaemon war da! – 

colordaemon

Heute geht es mal wieder um Linux. Und nur am Rande um den Colordaemon, ein Daemon, also ein Hintergrundprozess, der sich, wie meist, durch ein kleines D am Namensende verrät. Wobei es auch ein, zwei Dämonen gibt, sich nicht so verraten, und natürlich gibt es Programme, die zufällig auf ‚d‘ enden, ohne dass sie damit signalisieren wollen, dass sie Dämonen sind. Also ein Fall, wie geschaffen, um den Unterschied zwischen starken Indizien von Beweisen zu erläutern, wüssten nicht mehr Leute, was Indizien und Beweise sind, als was Dämonen unter unixoiden Systemen sind.

Andere, mehr oder weniger bekannte Dämonen, sind der Druckerdaemon cupsd des common unix printing service, sowie dbus-daemon, avahi-daemon, die auf andere Weise ihre Dämonenhaftigkeit äußern, aber ich verrate jetzt nicht wie, usb-storage und cron sind wohl auch Dämonen, und haben kein D am Ende. Cron spielt noch eine Rolle am Rande. Dagegen wären sed und thunderbird Programme, die trotz D-Endung keine sind.

Wen’s interessiert, ps ax -o cmd gibt die Namen aller laufenden Prozesse aus.

Das eigentliche Thema hier sind aber weder Dämonen, noch der colord im Besonderen, sondern das syslog, Scheduler und Orage. Ein Scheduler ist ein Zeitplaner und Orage ist der Zeitplaner, um den es hier geht.

Motivation:

Oft wollen Leute, dass das System sie regelmäßig über Dinge informiert, und sie wollen es auf dem Desktop sehen. Dabei treffen sie auf Linuxexperten, die oft beruflich oder ehrenamtlich Sysadmin sind, und für solche Aufgaben die seit den 60ern bewährten Programme cron/anachron benutzen (anacron ist ein anachronististischer cron, habe ich mir sagen lassen), aber diese arbeiten befehlszeilenorientiert und werden über superschlanke, jedoch leicht kryptische Tabellen, die crontabs, konfiguriert – das ist schon nicht jedermanns Sache.

Außerdem laufen sie vom Systemstart weg, noch bevor die grafische Umgebung, X11 und der ganze Desktopkrempel geladen ist und nicht mit den Rechten des Users. Auf Servern läuft meist gar keine Desktopumgebung und folglich sind sie nicht sonderlich dafür ausgelegt, dem User, der womöglich gar nicht angemeldet ist, der auch kein DE (Desktop-Environment) geladen hat, eine Popupnachricht zu senden.

Es gibt dafür Lösungen, und zwar muss man die Xauthority bemühen und 0:0 an das Programm melden, welches um 17:15 aufpoppen soll – da man das so selten macht, hat man die Syntax nicht im Kopf und ist verstimmt. Im Ubuntuusers.de-Wiki ist, unter Fenster öffnet sich nicht, vermerkt wie es geht (noch etwas nach unten scrollen).

Auch ich habe schon oft darauf verwiesen, aber jetzt, bei meiner oberflächlichen Beschäftigung mit Orage eine einfache Alternative gefunden. Und darum geht es hier. :)

Also, wenn man ein Programm, dass die grafische Oberfläche braucht, starten will, dann geht man zu Orage. Hat man oben rechts in der Systemleiste eine Uhr laufen, dann bringt ein Doppelklick darauf wahrscheinlich Orage im Kalendermodus in den Vordergrund.

orage-monat

Was wir jetzt noch brauchen ist aber ein praktisches Beispiel, und deswegen kommen wir einfach nicht auf den Punkt, sondern holen nochmal auf einem zweiten Pfad aus.

Man hat ja unter /var/log/ jede Menge Logdateien liegen, die man nie anschaut, weil man sie nicht versteht. Geht was schief mit dem System wird man dann von naseweisen Linuxgurus gefragt, was das Syslog sagt. Der 0-8-15 User weiß nicht mal, dass es sowas gibt. Also ls -l /var/log/syslog eingeben:

> ls -l /var/log/syslog
-rw-r----- 1 syslog adm 71855 Feb 23 01:07 /var/log/syslog

Mit 70kb ein ganz schön fettes Ding.

Mit less /var/log/syslog (less is more) kann man sich den Inhalt ansehen. Wenn etwas schiefläuft, dann oft richtig, und die gleiche Nachricht taucht 100fach im Logfile auf. Mit einer Länge von 3 Zeilen a 150 Zeichen kommt man leicht auf 45.000 Zeichen. Die Nachrichten zu entziffern ist schon eine Wissenschaft für sich, aber wenn man regelmäßig reinschaut kann man ja einzelnen Nachrichten nach und nach auf den Grund gehen. Und man bemerkt vielleicht, wenn das Logfile plötzlich ganz anders ausschaut.

Früher hatte ich ewig, über unterschiedlichste Distributionen und Versionen hinweg Meldungen im Syslog, dass 3 Systemfonts nicht gefunden werden konnten. Im laufenden Betrieb hat sich aber nie ein Fehler geäußert. Einmal wollte ich sie loswerden und habe das Netz durchsucht, aber weder fand ich einen Ort, um die Fonts endlich runterzuladen, noch einen Trick die Meldungen loszuwerden.

Überflüssige Fehlermeldungen sind nämlich ein Problem: Sie erhöhen das Rauschen, den Heuhaufen, in dem man dann die Nadel nicht findet.

Ein anderer Unbill war eine fehlerhafte Druckerdatei, bei hoch gesetztem Loglevel des Druckerdaemons. Der hat dann gleich 100 Zeilen Fehlerprotokoll ins Log geschrieben, und das minutenweise. Das wurde rasch zu einem Dateigrößenproblem.

Jetzt gibt es auch den wunderbaren Daemon logrotate. Der rotiert das Logsystem, und zwar insofern, als die Logdatei von gestern zu xy.0.log umbenannt wird, die von gestern, die xy.0.log hieß wird xy.1.log genannt – sinnvollerweise in umgekehrter Reihenfolge, und so weiter, und die älteste wird gelöscht. Und was älter als gestern ist wird gezippt, und da diese Logdateien oft hochgradig redundant sind, sind die gezippten Dateien oft wesentlich kleiner, als die frischen, ungezippten. Weil sysadmins so oft in diese Dateien schauen müssen, gibt es extra das Programm zless, dass ein less auf gezippte Texte ausführt.

Wir beenden den Exkurs zu den Logdateien und kommen zurück zum Thema. Als auf Stackexchange jemand fragte, wie ein grafisches Programm zeitgesteuert startet – er wollte etwas ähnliches wie Logdateien ansehen, dachte ich nach, wie ich das lösen würde, aber konnte ihm nicht konkret helfen, weil er eine Lösung für MacOS sucht. Aber so kam ich auf die Idee, 1x täglich könnte ich mir die Syslogdatei vorlegen, und wollte sehen, ob sich das nicht mit Orage lösen lässt, wo ich bemerkt hatte, dass man zur Benachrichtigung ein Programm starten kann.

Dieses Programm kann man leicht selbst schreiben, und von Orage starten lassen. Die Idee ist dabei, die oft ellenlange Ausgabe der Logdatei zu kürzen, so dass ähnliche Meldungen nur noch einmal auftauchen. Meine Logdatei zeigt etwa sowas an:

Feb 22 07:35:02 tux201t colord[1154]: (colord:1154): Cd-WARNING **: failed to get session [pid 9723]: Kein passendes Gerät bzw. keine passende Adresse gefunden
Feb 22 07:35:02 tux201t colord[1154]: message repeated 5 times: [ (colord:1154): Cd-WARNING **: failed to get session [pid 9723]: Kein passendes Gerät bzw. keine passende Adresse gefunden]
Feb 22 07:35:10 tux201t anacron[9507]: Job `cron.daily' terminated
Feb 22 07:35:10 tux201t anacron[9507]: Normal exit (1 job run)
Feb 22 07:39:33 tux201t kernel: [1253876.380868] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 FAILED Result: hostbyte=DID_ERROR driverbyte=DRIVER_SENSE
Feb 22 07:39:33 tux201t kernel: [1253876.380875] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Sense Key : Hardware Error [current] [descriptor]
Feb 22 07:39:33 tux201t kernel: [1253876.380877] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Add. Sense: No additional sense information
Feb 22 07:39:33 tux201t kernel: [1253876.380882] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 CDB: ATA command pass through(16) 85 06 20 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 e5 00
Feb 22 07:49:01 tux201t CRON[10242]: (stefan) CMD (date >> $HOME/foo.dat)
Feb 22 07:49:33 tux201t kernel: [1254476.385144] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 FAILED Result: hostbyte=DID_ERROR driverbyte=DRIVER_SENSE
Feb 22 07:49:33 tux201t kernel: [1254476.385154] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Sense Key : Hardware Error [current] [descriptor]
Feb 22 07:49:33 tux201t kernel: [1254476.385160] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Add. Sense: No additional sense information
Feb 22 07:49:33 tux201t kernel: [1254476.385167] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 CDB: ATA command pass through(16) 85 06 20 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 e5 00
Feb 22 07:59:33 tux201t kernel: [1255076.377070] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 FAILED Result: hostbyte=DID_ERROR driverbyte=DRIVER_SENSE
Feb 22 07:59:33 tux201t kernel: [1255076.377081] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Sense Key : Hardware Error [current] [descriptor]
Feb 22 07:59:33 tux201t kernel: [1255076.377086] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Add. Sense: No additional sense information
Feb 22 07:59:33 tux201t kernel: [1255076.377093] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 CDB: ATA command pass through(16) 85 06 20 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 e5 00
Feb 22 08:00:01 tux201t CRON[10538]: (stefan) CMD (/home/stefan/bin/blogcounter.sh -w >> /home/stefan/.bloglog)
Feb 22 08:09:33 tux201t kernel: [1255676.380279] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 FAILED Result: hostbyte=DID_ERROR driverbyte=DRIVER_SENSE
Feb 22 08:09:33 tux201t kernel: [1255676.380286] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Sense Key : Hardware Error [current] [descriptor]
Feb 22 08:09:33 tux201t kernel: [1255676.380289] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Add. Sense: No additional sense information
Feb 22 08:09:33 tux201t kernel: [1255676.380293] sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 CDB: ATA command pass through(16) 85 06 20 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 e5 00
Feb 22 08:17:01 tux201t CRON[11053]: (root) CMD ( cd / && run-parts --report /etc/cron.hourly)
Feb 22 08:17:01 tux201t cron[926]: Please install an MTA on this system if you want to use sendmail!
Feb 22 08:17:01 tux201t CRON[11052]: (root) MAIL (mailed 107 bytes of output but got status 0x00ff from MTA#012)

Bis auf die Uhrzeit wiederholt sich vieles, und bis auf die magischen Zahlen in Backsteinklammern.

Das kann man mit sed, dem StreamEDitor, rausfiltern. Außerdem brauche ich die Angabe ‚tux21t‘, meinen Rechnernamen nicht – da ist nur der eine.

​​​​​​​sed -r 's/.* tux201t//;s/kernel: .[0-9.]+. /kernel: /;s/CRON.[0-9]+./CRON/' /var/log/syslog

colord[1154]: (colord:1154): Cd-WARNING **: failed to get session [pid 9723]: Kein passendes Gerät bzw. keine passende Adresse gefunden
colord[1154]: message repeated 5 times: [ (colord:1154): Cd-WARNING **: failed to get session [pid 9723]: Kein passendes Gerät bzw. keine passende Adresse gefunden]
anacron[9507]: Job `cron.daily' terminated
anacron[9507]: Normal exit (1 job run)
kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 FAILED Result: hostbyte=DID_ERROR driverbyte=DRIVER_SENSE
kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Sense Key : Hardware Error [current] [descriptor]
kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Add. Sense: No additional sense information
kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 CDB: ATA command pass through(16) 85 06 20 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 e5 00
CRON: (stefan) CMD (date >> $HOME/foo.dat)
kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 FAILED Result: hostbyte=DID_ERROR driverbyte=DRIVER_SENSE
kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Sense Key : Hardware Error [current] [descriptor]
kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Add. Sense: No additional sense information
kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 CDB: ATA command pass through(16) 85 06 20 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 e5 00

Das ist kürzer, und jetzt sind viele Zeilen identisch. Mit | sort | uniq -c | sort -r -n kann man die Ausgabe sortieren, mit uniq die wiederholten Zeilen löschen, uniq -c zählt dabei die gelöschten Duplikate, ein weiteres sort -r -n sortiert dann numerisch und reverse, das heißt hier absteigend.

110 kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Sense Key : Hardware Error [current] [descriptor]
110 kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 FAILED Result: hostbyte=DID_ERROR driverbyte=DRIVER_SENSE
110 kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 Add. Sense: No additional sense information
109 kernel: sd 6:0:0:0: [sdb] tag#0 CDB: ATA command pass through(16) 85 06 20 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 e5 00
18 CRON: (stefan) CMD (/home/stefan/bin/blogcounter.sh -w >> /home/stefan/.bloglog)
18 CRON: (stefan) CMD (date >> $HOME/foo.dat)
18 CRON: (root) MAIL (mailed 107 bytes of output but got status 0x00ff from MTA#012)
18 CRON: (root) CMD ( cd / && run-parts --report /etc/cron.hourly)
18 cron[926]: Please install an MTA on this system if you want to use sendmail!
8 dbus[986]: [system] Activating via systemd: service name='org.bluez' unit='dbus-org.bluez.service'
7 org.freedesktop.Notifications[1801]: /home/stefan/.cache/xfce4-notifyd-theme.rc:1: error: scanner: unterminated string constant

Jetzt wollen wir noch die Ausgabe an ein simples Grafikprogramm weitergeben. Hier bietet sich Zenity an, welches bei Xubuntu dabei ist – eine Alternative wäre xdialog – das wir mit der Größe 1400×600 starten, und für das wir ein paar Label festlegen.

​​​​​zenity --list --text="Syslog messages" --column="logmsg" --width=1400 --height=600

Zenity war hier schon Thema und soll nicht näher besprochen werden. man zenity oder zenity --help verraten das wichtigste in Kürze. Auch im Ubuntuusers.de führt in den Umgang ein.

Komplett sieht unser Programm also jetzt so aus:

#!/bin/bash
#

condense syslog ((c) GPLv3)

#
sed -r 's/.* tux201t//;s/kernel: .[0-9.]+. /kernel: /;s/CRON.[0-9]+./CRON/' /var/log/syslog \
| egrep -v "Starting Hostname Service.|Started Hostname Service" | sort | uniq -c | sort -nr | \
zenity --list --text="Syslog messages" --column="logmsg" --width=1400 --height=600

Aufmerksame Leser haben bemerkt, dass sich hier noch ein Kommando eingeschlichen, hat, und zwar egrep -v "A|B" . Mit egrep -v kann man unerwünschte Zeilen ausfiltern, die ein Schlüsselwort enthalten. Diese zwei, durch ein Pipesymbol getrennte Namen A|B sind als A oder B zu lesen, und sind nach Bedarf zu erweitern, A|B|C|D … – so kann man Meldungen, die nur Erfolg verkünden, ausblenden. Wir wollen ja die unangenehmen Heinis identifizieren. Mit der Zeit wächst das sicherlich an, wenn man diszipliniert nach und nach allen Meldungen auf den Grund geht.

Weil die Befehlskette so lang ist, habe ich sie umgebrochen. Dazu benutzt man den Backslash, dem sofort ein Zeilenumbruch folgen muss, dann in der nächsten Zeile fortgesetzt.

Ich nenne sie syslog-view.sh, speichere sie in meinem bin-Dir ~/bin, welches im Pfad ist, und markiere sie mit chmod a+x ~/bin/syslog-view.sh als ausführbar.

Mit syslog-view.sh kann man sie jetzt aufrufen und sollte das auch testen. Bei Fehlern testet man sinnvollerweise erst die Filterung mit sed, dann die sort-Kette in Verbindung, schließlich ob man Zenity mit einer anderen Eingabe so aufrufen kann, und dann die Kombination.

Jetzt kommen wir zum eigentlichen Punkt, den Aufruf durch Orage. Hier sind jetzt die GUI-Freunde in ihrem Element. Wir klicken einen einzelnen Tag an, und kommen zum Tagesfenster. Da wählen wir Ereignis oder Aufgabe – der Unterschied hat sich mir noch nicht erschlossen, und dann, links unter Datei, das Symbol für Neu, das Blatt mit dem Plus.

orage-tagesfenster

Wenn wir schwach sind im Entscheiden, dann können wir hier wieder von Ereignis zu Aufgabe wechseln oder zurück. Ich war für Ereignis. Da vergeben wir einen Titel. Ort hat wenig Sinn, aber ich bin kein Orage-Crack, womöglich entgeht mir da was. Und eine Uhrzeit legen wir fest – 18:05 halte ich für eine excellente Entscheidung. Oft bin ich da schon wach.

orage-ereignis-neu1

Rubriken sind wohl interessant, wenn man viel mit Orage verwaltet. Priorität habe ich so gelassen und alles. Dauer 30 Minuten steht auch nur so da.

Nächster Reiter, Erinnerung, es wird spannend! orage-erinnerung1

Mit 0:0:0 als Erinnerungszeitpunkt verraten wir Orage, dass die Anwendung selbst die Aufgabe ist. Wenn wir ins Konzert wollen, und eine Stunde früher los müssen, dann würden wir da wohl 1 Stunde eintragen. Wir sind von der Sorte hier-und-jetzt. Anwendung wollen wir benutzen, und tragen den Pfad zum Programm und Programmnamen ein. Ob Shellkürzel wie $HOME oder ~/ funktionieren würden habe ich nicht getestet.

Nächster Reiter, Wiederholung:

orage-wiederholung1

Alle Stunde ist wohl etwas oft. Das hatte ich zum Testen eingestellt. Täglich, wöchentlich, monatlich und jährlich stehen noch zur Auswahl, und man könnte auch 2-wöchentlich oder sowas festlegen. Komplexität bitte selbst erforschen.

Tja, und jetzt poppt täglich mein Logmelder auf, und ich darf mich fragen, was der Colordämon wohl ist, und was er macht. Das Ziel ist es, nach und nach den Meldungen auf den Grund zu gehen, diejenigen zu beseitigen, die ich beseitigen kann, und diejenige auszufiltern, die harmlose Statusmeldungen sind. So dass das Logfile leerer wird, und neue Fehler dann auch auffallen.

Achso – wie sieht es in Zenity aus?

zenity-logview

Die Überschrift, man solle was auswählen, kommt vom Listenmodus zenitys. Womöglich kann man sie durch was eigenes ersetzen. Ob man OK oder Abbrechen drückt hat den gleichen Effekt – das Fenster schließt sich. Man könnte bei OK die Ausgabe auffangen und damit was anstellen (automatisierte Googlesuche, etwa, oder Frage eröffnen bei Ubuntuusers.de, oder Email an den persönlichen Linuxguru schicken.)

Ich hatte mal einen Nullmailer installiert; das wozu ist eine andere Geschichte, die hier nicht erzählt werden soll. Dann klappte es nicht mehr, wurde aber auch nicht mehr gebraucht. Daher jedenfalls stammt dieser Eintrag mit 18 Meldungen, ich solle einen MTA (Mail transport agent) installieren. Zenity kann man, meine ich, mitteilen, ob man die Zeilen edieren darf. Ja, das werde ich noch einstellen, wenn Hinweise in den Kommentaren nicht schneller sind, denn so, wie es jetzt ist, kann man schlecht den Text kopieren, um ihn selbst ins Google-Suchfeld einzugeben.

 

 – Sketching in Markthalle 9 – 

mh9sketching-2018.png

Mal wieder ein Sketching-meetup, und da es nicht nieselte, wie letzte Woche, hatte ich keine Ausrede, zu schwänzen. Hier die Bilder von ein paar Leuten, die denen, die da waren, entfernt ähnlich sehen. :)

 – Die fettste Kartoffel – 

fettste-kartoffel

or let’s say it in English:

the fattest (or the most fat?) potatofettste-kartoffel-en

Nun denn – der Text zur Meinungsschlacht folgt noch.

Ich habe viel Kritik an der H&M-Werbung gesehen, gehört, gelesen. Meist wird sehr schnell das coolest im coolest monkey unterschlagen, denn offenbar ist das ja ein positiv besetzter Term, der sich mit der Ansicht beißt, hier läge Rassismus vor.

Leider macht sich eine Kultur breit, die auf die Analyse verzichtet und nur noch auf Trigger achtet. Affe sei eine häufige, rassistische Beleidigung und da ein schwarzer Junge in der Werbung gezeigt wird ist der Fall klar: Beleidigung aller schwarzer Menschen als Affen liegt vor.

Nur ist coolster Affe eben keine bekannte Beleidigung und Affe allein eine Beleidigung, die man jedermann an den Kopf werfen kann und auch schon an den Kopf geworfen hat.

Allerdings macht es keinen Sinn einen schwarzen Jungen, über den man sich lustig machen will, als Werbeträger zu verwenden. Benetton hat mal Schockkampagnen betrieben, bei denen man über die Intention streiten konnte. Hier ist aber offenbar der Junge als Sympathieträger auserkoren. Dass nur Schwarze den Hoodie kaufen sollen, auch noch um sich selbst verächtlich zu machen, macht keinen Sinn. Man soll das eigene Kind mit dem schwarzen identifizieren, jenes positiv besetzen und das Shirt kaufen, weil man auch ein coolest monkey in the jungle haben möchte.

Sicher, wer rassistisch beleidigt wird will nicht immer dem Beleidiger den Wind aus den Segeln nehmen, in dem er sich selbst schamlos so bezeichnet, wie es der Beleidiger tut. Vor allem Kindern, denen solche Spielchen noch eine Spur zu hoch sind, weil sie erst 5 sind, möchte man so ein Shirt vielleicht lieber nicht zumuten. Blöd von Erwachsenen angesprochen werden und gar nicht wissen, worum es geht.

Kann jeder vermeiden, in dem er seinen Kindern so was nicht anzieht, und Kinder in dem Alter kaufen ihre Klamotten ja nicht selbst.

Aber der Modekette wird unterstellt, es sei Rassismus, womöglich unbewusster Rassismus. Nur, wieso sollte die Modekette Millionen potentieller Kunden beleidigen? Sind damit schon aufgefallen? Wollen sie die Shirts gar an Rassisten verkaufen? Ein Rassist zieht sich eher kein T-Shirt an, für das ein Schwarzer wirbt. Aus Prinzip nicht, und wenn er, wie insinuiert wird, den Spruch als Beleidigung auffasst, doch erst recht nicht. Also für wen ist das Shirt gedacht? Dass es Rassisten kaufen, und schwarzen Kindern schenken? Ist das eine rechtsextreme, politische Aktionsform?

Oder gibt es Rassismus ohne Intention?

Ich erlaube mir, mich da eher bedeckt zu halten. Zumindest macht es einen erheblichen Unterschied, ob man jemanden absichtlich beleidigt, oder ob man etwas tut, wodurch sich ein anderer beleidigt fühlt, ohne dass man die Absicht hatte. Ich meine es ist ein Unterschied ums Ganze.

Das Recht kennt meines Wissens keine fahrlässige Beleidigung.

Oliver Kahn ist mit Bananen eingedeckt worden, weil man sagen wollte, er sei ein Affe, und man hat den Affen gewählt, weil er sich verhalten hat, als hätte er seine Impulse nicht im Griff. Man konnte m.E. immer sehr gut sehen, dass das Inszenierungen waren, beabsichtigt um gegnerische Spieler einzuschüchtern. Die Wirkung hat es dennoch nicht verfehlt.

Schwarze Fußballspieler werden auch öfter mit Bananen und Uh-Uh-Rufen beleidigt, und zwar ohne selbst Anlass geboten zu haben. Das ist natürlich rassistisch. Aber niemand ruft du cooler Affe zur Beleidigung. Du Sau ist auch eine Beleidigung, Du coole Sau ist Ausdruck von Anerkennung.

Kann man den Unterschied übersehen? Intentionslos? Fahrlässig zu Unrecht beleidigt sein?

 – Aufsitzpendelhubstichsäge – 

stichsaege

Ja, es dünnt etwas, im Blog. Ich bin kopfmäßig woanders. Meist in Scalacode, aber heute auch Arbeit und Prokrastinieren und beim Verschieben wichtiger Aufgaben ist es gut, wenn man andere, unerledigte Aufgaben rumliegen hat, die man stattdessen erledigt. Hab‘ ich massig. Eine davon ein Flohmarktbeifang.

Eine Stichsäge habe ich gebraucht, auch einen Blick auf gebrauchte Kaffeemühlen wollte ich werfen. In der Nähe der Flohmarkt ist eine gute Mischung. Teils Wohnungsauflöser, wo man eben eine Kaffeemühle finden könnte die noch tut und gar nicht schlecht ist, teils teurer Handwerks- und Handarbeitskitsch, extra für Flohmärkte produziert, teils Chinaramsch der die Preise drückt, Privatpersonen, die den Keller ausgeräumt haben und zum Ende hin auch immer günstiger werden.

Etwas passendes zu finden ist Glücksache, aber der Preis ist dann oft ok.

Also eine Stichsäge wollte ich haben. Ich säge so selten, dass es sich nicht rentiert was anständiges zu kaufen, aber als faule Natur, die zugleich ungeduldig ist, ist das Sägen von Hand ein ernsthaftes Hindernis für mich, überhaupt damit zu beginnen. Mein Vater wollte mir mal was gutes tun, und gab mir einen Stichsägenaufsatz für die Bohrmaschine mit, den er nicht mehr verwendet. Leider hat es einen Aufnehmer, in den nur Schweizer und Englische Bohrmaschinen passen – Adapter gibt es wohl auch nicht. An eine historische Bohrmaschine, die nur 2 Geschwindigkeitsstufen hat, schnell und langsam, bin ich auch mal gekommen, aber da bekomme ich das Bohrfutter nicht ab, um überhaupt zu prüfen, ob sie vielleicht zufällig passt.

Ebenfalls von meinem Vater habe ich einen großen Sägeblattschlitten – die Fachbezeichnung kenne ich dafür gar nicht, aber da bräuchte man erstens eine Werkbank oder müsste es umgedreht in eine Werkbank einspannen, und dann mit dem Holz über die Säge ziehen. Kleiner Haken: Auch dafür muss man das Bohrfutter von der Bohrmaschine runterholen. Hier würde wohl meine Hausbohrmaschine passen, aber Bohrfutter demontieren ist so ein Aufwand – wenn man 100 Bretter sägen will, dann macht man sowas.

Eigentlich gefällt mir die Idee gut, eine ordentliche Bohrmaschine zu haben, und 100 Aufsätze, die man damit einsetzen kann. Nicht 100 Motoren, 100 Kabel, 100 Maschinengehäuse usw. – nur sollte es mit dem Bohrfutterschlüssel anzuschließen sein.

Kurz vor Feierabend kam ich an den Stand mit viel Werkzeug, der Mann war schon beim Abräumen und ich fragte was das Gerät kostet. Er meinte 5, ich meinte 2. Darauf meinte er, er gibt ’s mir für 3, wenn ich auch die Bohrmaschine mitnehme, ja, funktioniert alles. Der Umschalter für Rechts-Linkslaufumschalter der Bohrmaschine schlackert lose hin und her, kann man sicher reparieren (ja sicher, ich und Bohrmaschine reparieren!). Aber gut, für 3 Euro hätte ich auch die Säge alleine gekauft. Sägeblatt muss man nur besorgen, aber müsste ich noch 2-3 von meinem Vater her haben, die seit Jahren in der Werkzeugkiste auf ihren Einsatz warten, trocken und rostfrei.

Zuhause mal Ebay angeworfen und die Modelle recherchiert. Baumarktmüll, schlechte Bewertungen, Neupreis 20 Euro. Der Druck aus China macht alles billig, aber so billig, das wusste ich gar nicht – wobei 20 Euro ja 40 Mark sind, also waren. Naja.

Die Bohrmaschine läuft, aber der schlackernde Umschalter nervt natürlich. Soll ich die wirklich aufschrauben, auf die Gefahr, sie nicht mehr richtig zu zubekommen? Erst mal weggelegt. Die Sägeblätter gesucht und in polynomialer Zeit gefunden – ein Wunder. Ich brauch eine Anleitung und finde eine für das Vorgänger- oder Nachfolgermodell. Aha, vorne 2 Inbusschrauben lösen, Sägeblatt einsetzen, zudrehen, und los kann es gehen. Testhölzchen suchen – dies ist zu kaputt, das zu dünn, das könnte man nochmal als ganzes brauchen (2048 oder so) aber hier!

Ui, das geht ja durch wie durch Butter! Ach nein, ging es nicht, das Sägeblatt ist rausgefallen, haha!

Also noch ein Versuch, fester gezogen die Schrauben, aber sie finden kein Ende. Sind sie durchgedreht? Mache ich was falsch? Genug von den Einkäufen liegen sie ein paar Wochen da, wandern dann in die Werkzeugkisten.

Irgendwann Bohrmaschine Teil 2. Ich will das Schnellspannfutter öffnen und bekomm‘ es nicht auf. Mist. Dann kann ich sie auch ganz kaputtreparieren. Die Schrauben, die das Gehäuse zuhalten – davon ist auch eine durchgedreht. Später bekam ich sie doch irgendwie auf, aber nach dem Zuschrauben nicht mehr zum Laufen. :)

Jetzt habe ich die Stichsäge in Angriff genommen. So ein kleines Teil, aber 10 Schrauben! Und natürlich sitzt wieder eine fest, aber mit 3 Schraubenziehern und dem Drehmoment einer wütenden Furie ging es letztlich doch. Und ich klappe die obere Schale vorsichtig auf, und herausfällt ein Metallspind oder eine kleine Achse, oder was ist das – wo kommt das denn her?

Unten dran ist ein Schlitten, auch mit 2 Inbusschrauben befestigt. Und die passen nicht nur da, wo das Sägeblatt festgeschraubt wird, sie finden auch Halt. Hoi, hoi! Wäre da nicht diese 2cm Metallachse, für die ich keine Löcher finde, keinen Ort, an dem sie zu fehlen scheint.

Hm. Also die Festziehschauben, die bekam man zwar lose, aber nicht raus, ohne das Gehäuse ganz zu öffnen. Jetzt muss ich mal probieren, ob sie überhaupt läuft und ob wo was klappert, was bei der Suche hilft, wo diese Achse fehlt.

10 Schrauben wieder drauf, reihum festziehen, nochmal reihum, weil sich alles erst zurechtziehen muss. Strom! Stecker in die Dose. Brummt. Sägt nicht. Mist.

Also wieder auf. 10 Schrauben. Wo fehlt denn dieser Metallstift, verdammt. Hier vielleicht? Ja, wenn man ihn da reinsteckt, und dann das Gehäuse zusammensteckt, und die Schrauben wieder drauf, 1, 2, 3, 4, 6, 8, 9 … waren das nicht 10? Wieso ist eine übrig? Weil das Loch, aus dem mein Stift rausschaut nicht für den Stift ist, sondern für die 10. Schraube? Erstmal Strom. Stecker wieder rein, brummt nur. Oh, Mann. So oder so, sie muss wieder auf. Nur 9 Schrauben diesmal. Idioten gibt ’s!

Und jetzt finde ich eine Stelle, wo das Gehäuse doch etwas wie 2 Löcher in passendem Abstand hat, nur den Stift da reinzufummeln ist etwas zwackelig. Aber geht. So, und nochmal die Schrauben wieder drauf, und von Hand erstmal am Motor gedreht, ob sich alles geschmeidig bewegt, vor dem Zuschrauben – hier muss was einrasten, da muss was oberhalb oder unterhalb der Nut sein? Aha oberhalb offenbar. Und zu, und 10 Schrauben wieder reingedreht.

Und Strom, und es brummt nur. Mist. Ich drehe aus Mangel an Ideen am Geschwindigkeitsrad, und sie rattert los wie eine Nähmaschine, pendelt und tut, als wäre es eine Pendelhubstichsäge. Sagenhaft!

Schnell ein Holz! Ein Königreich für einen krummen Ast! Die freiwilligen Hölzer marschieren auf und wollen gesägt werden. Und das Sägeblatt fällt raus – ich glaub es nicht! Natürlich wollte ich die schönen Schrauben nicht auch gleich durchdrehen, aber ein wenig mehr Zug geht vielleicht doch? Eine defekte Müllstichsäge die noch kaputter ist hilft auch niemand was. Also mit etwas mehr Kraft angezogen, die Geschwindigkeit etwas runter, die Federung auf Mittel.

Und die Säge sägt.

Jetzt noch Räder dran, und wir reiten auf dieser Säge nach Vegas, die Sonne putzen, Babe! Die 3, 4 Hölzer die ich sägen wollte gleich gesägt, kein großes Ding, keine 5 Minuten mit der Astsäge von Tchibo, aber hey, Technik! Am Schlitten halten auch die mauen Schrauben die am Sägeblattaufnehmer nicht wollten – so la la, die ersten Minuten. Ich will ja jetzt keinen Blaumilchkanal mit der Säge stemmen. Aber wenn sie 2x im Jahr 4 Hölzchen sägt hätte es sich in 10-20 Jahren doch rentiert.

Wegen der Leiden, die man durchmacht und der Geschichten, die dabei anfallen. Das ist es ja auch, was einen zum Fußball treibt. Nicht die Siege, nein, die Niederlagen, die verschenkten Siege, dumme Trainer, faule Spieler, ein Spieler der Abseits steht, wenn ich dem Inforadio trauen kann, und dem Ball, der ohnehin rein gegangen wäre, noch einen mitgibt. Am Ende noch froh über das Unentschieden gegen Dortmund.

Und Schopi mal wieder, die Welt als Wille und Vorstellung. Nicht Genie und Können, Einsicht oder Geschick, sondern Beharrlichkeit und Wille und das genervte, verlegene Drehen am richtigen Rädchen zur rechten Zeit verhalfen mir zum Sieg über störrische, billige, aber mich letztlich doch überfordernde Mechanik.

 

 – CPU-Bugs –

(Version for English talking audience below) 

intel-bug

Für Informationen zum CPU-Bug empfehle ich Heise, wobei mir genauere Informationen noch fehlen (sind meine CPUs betroffen, in Kombination mit Linux gefährdet, wahrscheinlich ja, ja). Zur Backdoor ME, die Intel-Management-Engine sah ich ein Video beim 34c3. Informativ, aber die stockende Vortragsweise auf russischem Englisch des ersten Hackers habe ich nicht lange ertragen. Als verantwortungsbewusster Blogger muss ich aber wohl schauen, was ich empfehle und verlinke, da fiel mir ein, dass es ja deutsche Simultanübersetzungen zu den Videos des #34c3 gibt. Die Übersetzer haben auch Schwierigkeiten, dem stockenden Stil Herr zu werden, aber haben eine Menge rausgeholt, finde ich. Also rechts unten am Rädchen drehen, bzw. am Rad das Submenü aufklappen, und mal testen, ob man damit besser zurechtkommt, wenn man sich für Details interessiert aber auch am Stil verzweifelt. Dem zweiten Hacker konnte ich dann gut im Original folgen. Und ja, ARM und andere sind auch betroffen. Weiterlesen