– Sports illustrated in 4 steps – 

superbowl

Der US-Rempelball (Football) feiert heute sein Finale (Superbowl). Währenddessen wurde Kamerun Afrikameister durch ein 2:1 gegen Ägypten (0:1) im richtigen Fußball. Aber das nur am Rande.

 – Anglizismus of the year – 

fakenews

Heute mit besonderem Service, Vokabelhilfe:

  • Hake – der Hecht
  • Rake – der Neigungswinkel (auch: Wüterich, Rechen)

Wort und Unwort des Jahres sind ja schon lange durch. Ab nächstem Jahr küren wir dann auch die Präposition des Jahres, das Fachwort des Jahres (Präposition?), die Silbe des Jahres (Chulz?) und die Unsilbe des Jahres (absehbarer Favorit: un-).

 – Gumpert, Eberhard et. al. – 

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Ulrich Gumpert, macht charakteristisches mit der Orgel

Samstag war ich mal wieder im Zig-Zag-Club, angelockt vom angekündigten Stil „Soul, Jazz & Blues“ sowie dem Einsatz einer Orgel. Ich war erst kurz nach neun dort, zu spät um meine Reservierung einzufordern, aber gerade noch rechtzeitig, um am hinteren Rand einen Barhocker zu ergattern, weil eine Gruppe junger, asiatischer Touristen es sich wohl anders überlegte und den Veranstaltungsort verließ.

So voll hatte ich den Club noch nicht erlebt. Womöglich weil es ein Samstag war, womöglich weil im Winter die Leute verstärkt strömen, womöglich zogen die Musiker besser als anderen. Zwei ältere Herren, die später kamen, quetschten sich noch links von mir hin, was anfangs kein Problem war – nur ein wenig eng. Das erste Stück begann etwas verhalten und ich begann hier hinten in meinen kleinen Block ein wenig skizzieren. Dabei bog ich mich einmal etwas nach rechts, was mein linker Nachbar ausnutzte, um sich in die entstandene Lücke hinein zu vergrößern. Jetzt war ich gezwungen meine schiefe Position beizubehalten.

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Silke Eberhard, sax

Ich habe nichts dagegen wenn auch andere Leute Musikveranstaltungen besuchen, aber ist es wirklich nötig, dass sie dazu ihren Körper mitbringen? Große Körper? Nun ja – meine Verstimmung hielt nicht sehr lange an, denn während ich vor mich hinzeichnete, ohne mich voll auf die Musik zu konzentrieren, weil sie etwas gemächlich, nicht so schwungvoll daherkam, schlich sie die Musik in mich hinein, und die leisen Töne entfalteten ihren Reiz, insbesondere die Orgel und das Saxophon. Auch wenn ich keine Zeichnungen von ihnen anfertigte will ich aber auch den Bassisten, Jan Roder, und den Schlagzeuger, Kay Lübke, namentlich erwähnen.

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Silke Eberhard, sax (profil)

Zur Pause sortierten sich dann die Zuhörer etwas um, und im zweiten Teil hatte ich ordentlich Platz. Ein sehr erfreulicher Abend, rundum. Ein paar Mal stellte sich durch die Orgelklänge das Gefühl ein, jetzt müsse gleich Lazy von Deep Purple ertönen, mit dem furiosen Jon Lord, aber dass es das nicht tat, war in Ordnung – ich habe das Stück wohl zu oft gehört, oder noch nicht oft genug, wie man’s nimmt.

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Zig-Zag-Besucherin