– Vorprodukt Sargon of Akkad – 

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Sargon of Akkad

Patreon ist eine Internet-Spendenplattform.
Diese hat vor ca. 10 Tagen Sargon of Akkad gebannt.

Sargon of Akkad ist ein Podcaster/YouTuber von über’m Teich jenseits des Kanals (Danke an den hilfreichen Kommentator CountZero) und daher im deutschsprachigen Raum weniger bekannt als in den USA, dort aber wohl doch ziemlich. Der Name ist ein Künstlername:

Sargon von Akkad (Šarru-kīnu; auch Sargon von Akkade) war von 2356 bis 2300 v. Chr. (mittlere Chronologie) bzw. 2292 bis 2236 v. Chr. (kurze Chronologie) König von Akkad.

Hier ist, wie er selbst seinen Fall schildert Video: You can not trust Patreon und zwei Updates:  The Patreon Witch Trials und Then They Came For SubscribeStar.

Und hier ein Gespräch des Rubin-Reports, Dave Rubin mit Gad Saad, über den Fall.

Eine wenig freundliche Darstellung von SoA findet sich auf dem Rational Wiki.

Patreon ist eine Spendenplattform, die man auf seinem Blog usw. einbinden kann, so dass die Besucher dort Spenden übermitteln können. Einige wenige YouTuber und Blogger können offenbar ganz gut davon leben, für manche ist es ein nettes Zubrot und für den Großteil kommen nur Krümel rein. Neben ähnlichen Diensten ist Patreon wohl der Marktführer, was dieses Geschäftsmodell betrifft. Selbstdarstellung: https://www.patreon.com/ Man beachte die Betonung der großen Freiheit, die man angeblich, dank Patreon, genießt.

Der Fall in Kürze: Sargon v. Akkad wurde von Patreon gebannt. Begründet wird dies mit einer angeblich rassistischen Äußerung die er getätigt haben soll, und zwar nicht auf seinem YT-Kanal, auf dem er Patreon einbindet, sondern als Gast in einem fremden YT-Kanal im Februar und außerdem ist es wohl so, dass er dort weiße Nazis mit dem N-Wort beschimpft hat.

Patreon hat in seinen AGB (Terms of Use) einen Passus, der den Rausschmiss vorsieht, allerdings nur für Verstöße gegen die guten Patreonsitten die auf der Patreonplattform selbst verübt werden. Der Boss von Patreon war auch schon Gast beim Rubinreport und hat dort selbst bekräftigt, dass sie nur das Verhalten auf Ihrer Plattform heranziehen für die Frage, ob jmd. gebannt wird oder nicht, basierend auf MOB, manifest observable behaviour.

Das Update habe ich nicht ganz verstanden. Es gibt wohl eine Ausweichplattform, bei der er jetzt ist, aber die Zahlung via PayPal, die dort möglich ist, dahinter sind wohl Leute, die SoA nicht so mögen, auch her.

Und diese Deplattformingseuche, die sich m.E. ausbreitet, sehe ich als großes Problem. Einmal für die, die nicht gebannt werden, und Gefahr laufen in einer Filterblase zu enden, in der sie mit abweichenden Ansichten nicht mehr konfrontiert werden.

Zum zweiten hängt man solchen gebannten Figuren gerne das Label Nazi an. X wurde gebannt, genau wie Y, und Y ist ein Nazi. Also ist er wohl selbst ein Nazi. Und erst schmeißt man die Leute raus, und wundert sich dann, dass sie sich da sammeln, wo man sie nicht rauswirft und wo auch Rechtsextreme geduldet werden, was also im Umkehrschluss offenbar eine rechte Plattform ist.

Wer ist nicht alles in der letzten Zeit als rechtsextrem gebrandmarkt worden – von Hamed Abdel Samad bis Sarah Wagenknecht. Das läuft alles in keine gute Richtung.

Das „man darf nicht mehr sagen“ ist zwar unzutreffend, was das Strafrecht betrifft, aber im sozialen Bereich, in Firmen, Unis, usw. kann der Eindruck durchaus zutreffen.

Eine große, gesteuerte Verschwörung sehe ich da nicht im Gange, aber eine Menge gleichgepolter Eisenfeilspäne, die sich in einem Kraftfeld nicht zufällig alle in die gleiche Richtung ausrichten.
Und die Regeln, die es zu beachten gilt, scheinen immer mehr auf 5jährige zugeschnitten wie hier mit dem N-Wort, das unter völliger Missachtung des Kontextes als Beweis ausreicht.

Das wird nicht gut enden.

An mir selbst beobachte ich auch schon verstärkte Tendenzen, das was ich schreibe so plump und eindeutig zu formulieren, dass es bloß keiner missverstehen kann oder schwierige Sachverhalte bis ins Detail auszubuchstabieren, dass nur ja niemand das falsch interpretiert und mir Vorwürfe machen kann, die er belegt, in dem er es außerhalb des Kontextes zitiert.

Die Freiheit ist, weil auch Rechte sie einfordern, anrüchig geworden.

2 Gedanken zu „Vorprodukt Sargon of Akkad

  1. CountZero

    Der youtuber Sargon of Akkad wohnt in Swindon, UK. (Also nicht „von über’m Teich“, es sei denn, *Du* wohnst ‚drüben’… ;-))

    Antwort

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