– Kulturbanause – 

atemlos

An dieser Stelle möchte ich zwei Sätze zu meiner Produktionsweise loswerden. Die letzten Monate sahen meist so aus, dass ich mit Bleistift etwas vorgezeichnet habe, mit Tinte dann die vermeintlich besten Linien nachgefahren habe, außer dem Text, dann wird das Blatt eingescannt, im Grafikprogramm in eine Schwarz-Weiß-Vektorgrafik umgeformt, vielleicht wird hier und da noch was korrigiert, manchmal auch Teile kopiert, gezoomt, gedreht aber eher selten, häufiger Teile koloriert, Logo drauf, Rahmen drum, Texte gesetzt, Blasen drumrum, exportiert als PNG, hochgeladen, trallala. 

Bei einem der Meetups konnte ich kurz einen Copix-Stift ausprobieren, und diese haben interessante, vor- und nachteilige Eigenschaften. Der Nachteil: Fährt man damit über eine Bleistiftlinie, bekommt man die danach nicht mehr weg. Man muss also alle Bleistiftlinien möglichst wegradieren bevor man mit dem Stift rangeht, bzw. nur solche stehen lassen, die man mit Schwarz übermalt. Dann kann man sehr einfach schwapp-schwapp-schwapp ein paar Schatten am Figurenrand setzen, und so einen stärkeren, körperlichen Eindruck erzeugen.

Was positiv ist: Wenn man über Tinte drüberfährt verläuft es nicht (jedenfalls kaum). Fährt man 2x über die gleiche Stelle wird es nicht dunkler (jedenfalls kaum). Eine gleichmäßige Fläche lässt sich leicht zusammenstückeln.

Ich habe also einen hell- und einen dunkelgrauen Stift beim Künstlerbedarf in meiner Nähe (Rüther, Schöneberg),  gekauft, der keine Copixstifte, aber etwas ähnliches, Promarker von Winsor & Newton, hat. An einem Ende spitz, an einem breit. Ähnlich teuer (3 € nochwas das Stück).

Das Zeichnen geht ganz gut, aber beim Scannen und Digitalisieren macht es Probleme. Das Hellgrau will der Scanner schon nicht so ohne weiteres erkennen, und die simple Idee, schwarz, dunkelgrau, hellgrau und weiß (reines Papier) als 4 Farben zu betrachten und zu identifizieren, will nicht gelingen. Bei Schwarz auf Dunkelgrau phantasiert der Algorithmus einen Farbübergang hin, und ich müsste wohl mal systematisch mit den vielen Optionen und Schwellwerten experimentieren, um einen guten Kompromiss zu finden. 7 Graustufen war mal ganz erfolgreich, und dann in 2er-Gruppen wieder zusammenführen oder 3 zu Schwarz machen, 2 zu Dunkelgrau, eine zu Hellgrau.

Vorher, mit Schwarz-Weiß war das leicht. Heller oder dunkler und der Fall war erledigt. Jetzt verbessert man das Ergebnis für einen Ton aber die für die anderen wird es dann schlechter.

Sollte ich vielleicht 3x vektorisieren, einmal pro Farbe?

Bislang auch kein Problem: Ich verwende Ringbücher, weil ich Wulste bei gebundenen Blöcken hasse. Auch kann man die besser flach auf den Scanner legen. Für das Hellgrau aber nicht flach genug, die Ringe heben einen Rand an, hier links, und es entsteht ein Schatten, der mit dem hellgrau zum gleichen Ton verschwimmt.

Außerdem schien mir für manche Stifte ein glatteres Papier ratsam. Rüther hatte da aber nichts in Blocks der von mir gewünschten Größe, ca. DIN-A5, geringt. Heute bei Modulor in Kreuzberg, auf dem Weg zu Brocks Denkerei, war die Auswahl größer, aber nicht viel an der Stelle, die mich reizte. Einen Block habe ich zu Testzwecken erworben, mal sehen.

Was ich sagen will: Auf Papier sieht es nicht so grottig aus. :)

Die Geschichte ist aus dem Leben gegriffen, allerdings nicht aus meinem, sondern ironischerweise aus dem Leben einer Musikwissenschaftlerin mit Magister. :) Ein wenig zurechtgebogen, aber ähnlich hat es sich zugetragen. Um die Privatsphäre der Betroffenen zu schützen habe ich sie mit einem Cheeseburger unkenntlich gemacht – in Wahrheit mag sie keine Nahrungsmittel.  :)

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