Kunstbesitz

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kunstbesitz

Am Montag war ich mal wieder in Bazon Brocks Denkerei, zu einer Debatte über die Ästhetik des Besitzens. Diese wurde zwar live gestreamt, kann aber m.W. nur begrenzte Zeit nachgeschaut werden.

Während des Vortrags entstand diese kl. Skizze, aber die Vortragenden brachten das Argument so ähnlich irgendwann selbst (selbst die Anstrengung des Kochens auf sich nehmen, weil man Spitzenköche nicht bezahlen kann).

Ich hätte noch eine zweite Anmerkung gehabt, zum Luxus, Kunst zu erwerben um diese dann zu vernichten, die aber dann so ähnlich auch kam.

Eine dritte wäre gewesen, dass interesseloses Wohlgefallen selbst ein Interesse begründet, aber war nicht interessiert genug eine Nachfrage dazu zu stellen.

Update Di., 12.07.: Der zweite Teil wird in den Oktober verlegt, Zitat BB von Twitter:

Die Fortsetzung zur „Ästhetik des Besitzens“ kann erst im Oktober stattfinden. Achtung: Nächste Woche keine Veranstaltung in der Denkerei!

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2 Gedanken zu „Kunstbesitz

  1. dorotheawagner

    Der Spruch an sich ist witzig, aber der Unterschied zwischen Kunst machen und Kunst kaufen scheint mir fundamental und am allerwenigsten eine Frage des Geldes zu sein. Zumindest nicht aus der Perspektve des Künstlers – wer Kunst kauft, hat natürlich zunächst Geld. Stichworte: Ulrich Oevermann, Professionalisierungstheorie, Krisenbewältigung, stellvertretende Deutung. Der Vergleich mit dem Kochen hinkt; da gibt es immerhin Rezepte.

    Antwort
  2. user unknown Autor

    Du hast aber nicht die 2 Stunden Video geschaut, oder? Die ganze, entfaltete Argumentation will und kann ich hier nicht zusammenfassen.

    Dass Besitzen dem Selbstmachen nicht gleich kommt, musste man dort niemandem erklären. Der Fokus war eigentlich mehr darauf gerichtet, ob Kunstgenuss, durch den Aspekt des Besitzens, überhaupt eine zusätzliche Qualität gewinnt oder ob sich der Besitz nicht in einer ganz anderen Sphäre abspielt, und den Kunstgenuss selbst nicht berührt.

    Dienstag i.e. Woche findet Teil II der Veranstaltung statt, bei der der Gastgeber selbst zum Mikrofon greifen wird, was er gerne tut und mit viel Talent. Eine seiner originellen Thesen ist wohl, dass das Kaufen von Kunst die gesellschaftlich akzeptierte Form der Diskussionsverweigerung ist. Wer sie nicht kauft, der muss sich mit ihr intellektuell auseinandersetzen. Durch den Kauf kann man sich über diese Zumutung hinwegsetzen.

    Antwort

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