– Sketching at the Green Market Berlin –

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Mal wieder ein Sketching-Meetup. Positiv, das Wetter, die Leute, Tische, auf die man den Block legen kann, wenn auch wacklige Bierzelttische, Musik. 

Negativ: Man zahlt Eintritt um an Ständen überteuerte Lebensmittel kaufen zu können, denen mit viel Aufwand entzogen wurde, was sie schmackhaft gemacht hätte. Arglos bestellte ich einen Espresso – es gäbe Eiskaffee. Na gut. Mit Soja- oder Hafermilch?

Früher gab es Kuhmilich und Ziegenmilch, gut, Kokosmilich heißt auch so. Mit beidem habe ich keine Erfahrung, also fragte ich, da auf Diät (79,5 kg z.Zt.) bin erkundigte ich mich, was weniger Kalorien hätte, denn die Sahne obendrauf wollte ich nicht ausschlagen, und landete so bei Sojamilch, während man mir Hafermilch aufdrängen wollte. Den braunen Zucker schlug ich aus, da man dann bei Eiskaffee stundenlang rühren muss. 5€ (ca. 400 ml) wollten sie – entschuldigend darauf verweisend, dass es ohne Sahne nur 4,50 gewesen wären.

Es schmeckte nach Elend, Dummheit und Betrug. Wär es nicht so teuer gewesen, hätte ich es stehen lassen.Dann kam ich drauf, dass die Sahne recht süß war, und man sie mit dem Strohhalm einrühren konnte, dann ging es halbwegs. Ich hätte nur den Kaffeeextrakt ohne Milch aber mit der Sahne und den Eiswürfeln nehmen sollen.

Wg. der Diät ersparte ich mir andere kulinarische Experimente, manches auch zu angemessenen Preisen, aber für ein handgemachtes Eis am Stil, über dessen Vorzüge aus esoterisch-moralischer Sicht ich mich nicht weiter informierte, wären auch 2,50 fällig gewesen. Zwei Mitzeichner kauften je eins, und den Gesichtern war Beglückung nicht zu entnehmen.

Im Keller, einer ehemaligen Kartbahn, in Wirklichkeit eine Halle, der man zuvor aufs Dach gestiegen war, aber fensterlos, gab es dann noch Stände mit selbstgemachtem Gerümpel, Alternatives, dass sich aus den 70ern bis heute herübergerettet hat. Dazu spielte eine 2-Personen-Depriband ein wenig im 80er-Jahre Stil. Wenig Stände, wenig Publikum, schnell waren wir da wieder raus. :)

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4 Gedanken zu „Sketching at the Green Market Berlin

  1. dorotheawagner

    Ihr solltet Euch die Treffen von den Standbetreibern sponsern lassen. Sie sollten Euch Kaffee und Eis mit Freuden spendieren, wenn Ihr so fleißig Werbung macht!

    Antwort
      1. dorotheawagner

        Wenn Du den Kaffee als Geschenk aber nähmst, wäre es plötzlich Werbung, und der Leser würde nicht einmal einen Unterschied merken, weil sich am Text nichts änderte. Den Satz „Es schmeckte nach Elend, Dummheit und Betrug“ glaubt wahrscheinlich sowieso kein Mensch, und alle würden laufen, um es nachzuprüfen und Dir zu widersprechen. Aus wenig Publikum würde viel Publikum, und der Markt würde vielleicht ein echter Hit. So schnell kann das gehen.

        Antwort

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