– Bei Nacht sind alle Katzen grau – 

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Katzen zu fotografieren ist gar nicht so dumm, dumm ist nur, kein Stativ zu benutzen und so Einzelbilder zu produzieren, die nicht gut übereinanderpassen, so dass das Bild hin- und herspringt. Für dieses mittelmäßige Ergebnis musste ich noch das eine Bild strecken und beide überlappend übereinanderschieben, um dann beide an der schwarzen Nachtkante so zu beschneiden, dass zumindest wesentliche Teile statisch bleiben. 

Andererseits ergibt sich so ein Sinnbild für den nächtlich zu erwartenden Zeitsprung, wir springen zurück in die Winterzeit, wiewohl der Winter ja vor uns liegt. Eine Beobachtung, die die meisten wohl schon gemacht, aber selten verbalisiert haben, möchte ich thematisieren. Es geht darum, dass nur ein Pedant sich den Wecker auf 3 Uhr stellt, um um 3 Uhr aufzustehen, alle Uhren auf 2 zu stellen, um dann im Bewusstsein weiterzuschlafen, dass seine Uhren nur kurze Zeit asynchron waren. Der perfekte Pedant hat vielleicht gar keine Uhr, oder nur Funk- und Computeruhren, die automatisch sehr genau umgestellt werden oder eben keiner Umstellung bedürfen, weil sie schlicht nicht da sind.

Worauf ich hinaus will, ist, dass man 2 Charaktertypen postulieren kann: Denjenigen, der vielleicht um 23:00 Uhr zu Bett geht, aber vorher die Uhren schon auf Vorrat umstellt um am Morgen in Ordnung aufzuwachen und jenen, der um 1:00 Uhr zu Bett geht, und das Umstellen erst nach dem Aufstehen, vielleicht um 8:00, also Sommerzeit 9:00 Uhr aufzustehen, den Sommer künstlich verlängernd. Im Ende ist es ja völlig unerheblich, aber als Illustriertenpsychologe kann man hier gewagte Theorien spinnen, von Zeit auf Kredit oder auf Vorrat, vom Schlafen oder Wachen in Chaos und Ordnung, auf Eulen und Lärchen und auf Wechselsteller, die die Uhr mal so und mal so stellen, sich nicht auf ein Temperament festlegen wollen und überhaupt Zeitungspsychologen ablehnen, um nicht zu sagen zweifelhafte, selbsternannte Blogpsychologen.

Katzen, befragt nach Sommer- oder Winterzeit antworten übrigens ‚Miau‘, was soviel heißt wie ‚Mahlzeit‘ oder ‚Brotzeit‘.

Und mit der tröstlichen Illusion, dass Katzen die ruhenden Pole unserer Welt sind, beschließen wir diesen Caturday.

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