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 – Für’s Protokoll: Standards bei ScienceFiles – 

Bezug: Wüten intellektuell Benachteiligte (nicht nur) im Ländle? | ScienceFiles

Am 19. August erschien auf ScienceFiles, und nicht nur dort, ein Blogbeitrag, der sich wiederum einen Artikel von Roland Tichy bezog, wonach in Baden-Würtemberg in einer Bücherei über 3000 Bücher aussortiert würden, angeblich weil darin Vokabeln vorkämen, die nicht politically correct seien.

In gewohnt reißerischer Weise wurde wurde mit der rhetorischen Planierraupe über ’s Gelände gefegt um die Freiheit, weiter „Neger“ sagen zu dürfen zu verteidigen, die Bücherverbrennung der Nazis wurde als Menetekel an die Wand geworden – man lese es einfach nach.

Gestern nun verlinkte der Bildblog eine Reaktion auf den Tichyartikel und ich kommentierte auf den Sciencefiles so um 7 Uhr nochwas:

Wie man hier http://wibkeschmidt.com/2015/08/25/wie-eine-buecherverbrennung-erfunden-wurde/ nachlesen kann stellt sich der Sachverhalt doch ganz anders dar.

Natürlich ist es ärgerlich, wenn man von der Realität eingeholt wird (die Idee der Realität wird sonst ganz groß geschrieben, auf ScienceFiles) und eine Position korrigieren muss, und bei diesem Artikel bleibt eigentlich nach den neuesten Informationen wenig Rettbares übrig. Andererseits mein Kommentar – wer liest nach über einer Woche noch alte Blogbeiträge und dann die 12, 13 Kommentare darunter? Immer wieder mal wer, aber in meinem Blog kommen die meisten Leser in den ersten 2 Tagen, nach dem Wochenende auch mal noch nach 3 Tagen, aber dann ebbt es stark ab. Abgesehen von der Größenordnung der Besucherzahlen wird es dort wohl ähnlich sein.

Dennoch ärgert es mich, dass mein Kommentar ohne Angabe von Gründen, ich denke ich habe vom Stil und Verhalten auch keine geboten, gelöscht wird; ich schätze wegen Missliebigkeit. Sonst spielen sie sich dort gerne als Hüter des Liberalismus auf. Die Beiträge haben oft den ein oder anderen guten Punkt – auf Dauer ist es eben doch sehr einseitig und von einem klaren Feindbild geprägt, die Tonlage nicht selten ein bißchen schrill. Oft werden Strohmänner verdroschen und die kritisierte Position zu simpel dargestellt, zu viel über einen Kamm geschoren, aber bitte, als Blogger will man auch polarisieren und verfolgt nun mal eine politische Richtung, wenn man meint die Defizite lägen doch überwiegend an diesem oder jenem.

Jedenfalls landete mein Kommentar erstmal in der Moderation, wogegen nichts zu sagen ist – das sieht dann so aus, dass der Kommentar angezeigt wird mit dem Hinweis, dass er erst noch moderiert werden muss, um 15 Uhr nochwas war er dann wie gesagt verschwunden. Tja – als Kommentator hat man dann natürlich schlechte Karten, weil der Blogger entscheidet, was er bringt und was nicht. Ist man selber Blogger kann man es immerhin rebloggen und so öffentlich machen. :)

Bei Hadmut Danisch, einem Blog dem ich auch oft nicht zustimmen kann, der die Story auch hatte, wurde ein ähnlicher, kritischer Kommentar (von jmd. anderem geschrieben) freigeschaltet.

Tichy selbst hat auch keine Probleme damit, Hinweise auf die Gegendarstellung zuzulassen. Er versucht sich auf Ironie rauszureden, was nicht sehr überzeugend ist, aber er stellt sich immerhin der Realität.

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