– Minos am Bau – 

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Der Vermieter lässt die Balkons sanieren – ich selbst bin nicht betroffen, da ich keinen habe, aber das Gerüst steht so, dass man vom Küchenfenster aus draufsteigen kann. 

Den Katzen zuliebe ist ab 17:00 Uhr, wenn kein Arbeiter mehr da ist (oft ist den ganzen Tag keiner da, aber ich weiß ja nicht, ob die nicht noch kommen) und am Wochenende, das Fenster weit auf, der 2L Wasserkocher ist voller Wassr und hindert das Fenster am zugehen, sollte Wind gehen,

Eigentlich gehören die Katzen meiner Schwester, aber wenn sie in Urlaub ist leihe ich sie mir, gegen kleine Gebühr, aus. Bislang war eher Minouche, die weiße, die entdeckungslustigere, aber jetzt war sie seit über einer Woche nicht ein Mal draußen, dass ich es mitbekommen hätte, während Minos eigentlich täglich die Gelegenheit nutzt sein Revier zu erweitern. Der Nachbar links hat auch eine Katze, eine kleine, rote, die wie ein Firefoxmaskottchen aussieht, aber die darf wohl nicht raus. Wie schade.

Einmal bin ich selbst auf’s Gerüst, aber empört ist Herr Minos an mir vorbei von draußen reingestürmt, so als sei das Draußen seins, und würde durch meine profane Anwesenheit unzulässig mit Mensch kontaminiert. Oder hat er Angst ich würde ihn runterwerfen? Mich macht dieses Misstrauen immer ganz übellaunig. Nur weil ich ihn zum Ende der Besuchszeit immer einfangen muss – da kann ich doch nichts für!

Wie dem auch sei, seither bedaure ich, nicht 2 Etagen höher zu wohnen, wobei es nur eine Etage drüber gibt, aber das Gerüst geht noch 2 Treppen hoch, und dahin nahm ich meine Kamera mit, um zu sehen, was man für einen Ausblick hat.

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Diesen Ausblick habe ich auch etwa aus der Küche, aber 2 Etagen tiefer. Das Grün ist die S-Bahntrasse PoPl-Wannsee. cimg7285

Das gelbe Haus links sind, in Corporate Design, die Langenscheidtwerke, fresch in Nähe der Dudenstraße erbaut (klicken erlaubt die Bilder größer zu sehen). Wenn ich einen Beitrag ins Englische übersetzen muss und mir fällt das Wort nicht ein rufe ich kurz rüber „aufnehmen?“ und sie brüllen zurück „affiliate“. Aber oft antworten sie auf portugiesich oder russisch und dann schlage ich es doch schneller auf http://dict.leo.org nach. cimg7300

Aus der Höhe sieht man von hier die Goldelse, wozu ich den optischen Zoom (20x) der Digicam voll ausfahren muss. Das Wetter war gut aber nicht optimal. :) Dazu ein billiges Stativ, und die Zeitverzögerung von 2 Sekunden/Selbstauslöser eingestellt, damit der Puls das Bild nicht verwackelt. Aber die Kamera sank noch einen Deut herab, was den Kirchturm die Spitze kostete.cimg7312

Und den Funkturm sieht man nach Westen schauend auch (halblinks im Hintergrund). Was für ein Ausblick, allenthalben. Und überraschend für meinen Orientierungssinn – ich hätte den weiter nördlich vermutet – so kann man sich täuschen.  cimg7280

Nach rechts sieht man hier noch den Schlot einer alten Fabrik. Das Eck heißt auch „die rote Insel“, weil nach der Jahrhundertwende hier ein linker Arbeiterbrennpunkt war. Heute alles von Esoterikern okkupiert, Bioläden, Metropolschamanen, Klavierstimmer, Gitarrenbauer, ein Sattler aber Pferde habe ich noch nicht gesehen. Es gibt aber auch viele Migranten, die ein wohltuendes Gegengewicht gegen den bürgerlichen Mief hochpreisiger Fairprodukte bilden – die ohne erstere aber auch schlecht zu ertragen wären.

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Und wie man sieht ist der PoPl mit Sonyzelt auch nicht weit, hier vom äußersten, westlichen Eck des Gerüsts fotografiert – der Alex mit Fernsehturm ist aber auch von hier nicht sichtbar, damit hätte ich wiederum gerechnet.

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