– Der Pleonasmushas – 

pleonasmus

Gut, jetzt werden Sie sicher fragen, wieso denn der Hase Pleonasmushas‘ heißt, wenn er nicht mal weiß was das ist. Das wäre wie ein Schneetiger, der nicht weiß was Schnee ist, oder ein Ameisenbär, der keine Ameisen kennt.

Übersetzung, heute mal anders rum: „Nein, tut mir leid, ich kann nicht erklären was ein Pleonasmus ist“.

Die Erklärung ist, dass ich heute mal wieder auf dem Berliner Freihand-und-Comiczeichnen-Meetup war, und etwas spät dran war, aus Gründen die wir hier nicht im Detail erörtern werden, und falls sich jemand bemüßigt fühlt „Gewohnheit!“ in den Raum zu rufen, dem werde ich entgegenhalten, dass hier erstens gar kein Raum ist, und zweitens sich Schallwellen über die Kommentarfunktion in diesem auch nicht ausdehnen, während beim Betreten des Cafés, Café Hardenberg, der Organisator Martin in den Raum rief „Stefan, a random word!“ und mir fiel spontan „Pleonasmus“ ein, aber das Wort schien mir nicht gut, und so versuchte ich mir ein anderes, besseres Wort einfallen zu lassen, aber je intensiver ich nachdachte, umso stärker drängte sich „Pleonasmus“ in mein Hirn, breitete sich darin aus, und verdrängte alles andere, inklusive der köstlichen Schokotorte, die man im Hardenberg normal immer kriegt, aber heute leider nicht, und es gab letztlich in meinem schönen, großen Kopf nichts, rein gar nichts, außer Pleonasmus und die Sorge, ich könne eine dieser geistig verarmten Figuren sein, der kein Zufallswort einfällt, wenn man sie danach fragt, so dass ich in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr gefragt werde drängte mich schnell, aber ohne volle Überzeugung, zu sagen: „Pleonasmus“.

Zeigte sich, dass Zufallsworte Teil des heutigen Konzepts waren, nämlich die kooperativen und geistig nicht zu erschöpften Teilnehmer hatten sich alle ein Zufallswort überlegt, und die Aufgabe war es dann 2 der Wörter von der Liste zu nehmen, und daraus einen Cartoon oder sowas zu machen.

Und die Worte waren: Hase, Eichhörnchen, Bleistift, Stuhl, Apfel, Melone und Teepot (nur 7 Wörter von 11 Teilnehmern). Wie man sieht war alles andere, außer Pleonasmus quasi, schon weg, wohl weil mehrere der Teilnehmer „Hase“ und „Melone“ gesagt hatten, oder „Stuhl“, oder manchen ist auch nur „Pleonasmus“ eingefallen, aber sie trauten sich nicht das Wort rauszuposaunen, denn Leute, denen spontan „Pleonasmus“ einfällt, nun, man weiß ja, was man von solchen Leuten zu halten hat. Aber sonst gar keine so schlechte Idee. Und Trick 17 in solchen Fällen ist, dass man sich den Hasen von der Liste schnappt, der die  anderen Objekte einfach alle balanciert – man bekommt dann ohne Schwierigkeiten mehr als nur 2 zusammen; eine Variante ist übrigens, statt balancieren jonglieren zu benutzten, nun ja, und die Größe der Objekte (think: Stuhl) passt man den Bilderfordernissen nach Gusto an, Wobei man dem Apfel oder der Melone auch Arme und Gesicht malen kann, und dann balanciert die Melone die anderen Objekte, das nennt man dann Phantasie.

Ich hatte aber keine Phantasie, sondern einfach Glück dass ein Hase zur Tür reinkam und seine Tricks vorführte, allein was ein Pleonasmus ist konnte auch er nicht erklären, und so saßen wir da und rätselten ein wenig, ohne ganz sicher zu sein ob ein weißer Schimmel einer ist.

Jedenfalls ist der Pleonasmus gerade durch seine Abwesenheit auf paradoxe Weise im Bild anwesender als alles andere, außer dem Hasen vielleicht.

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