aus der Kategorie Welt- und Provinzreligionen erklärt:

 – Das jüdische Laubbläserfest – 

laubblaeserfest

In September/Oktober feiern die jüdischen Gemeinden das jüdische Laubbläserfest. Sie kaufen einen möglichst lauten Bläser und gehen raus, das Laub zu blasen. Aber Vorsicht – lassen Sie nicht ungezügelt ihrem Antisemitismus freien Lauf, und greifen den nächstbesten Bläser an. Die original, jüdischen Laubbläser, die Sie freilich auch nicht angreifen sollen, erkennen Sie am siebenarmigen Laubbläser.

Früher verwendeten die Juden übrigens Laubsauger, nicht -bläser, weswegen ein Tag des Festes auch Laubsucker oder Sakka/Sukkot heißt, weithin bekannt geworden auch durch den Hollywoodstreifen „Alles auf Sucka“. Mehr dazu – wenn auch nicht immer ganz akkurat – in der Wikipedia.

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4 Gedanken zu „jüdisches Laubbläserfest

  1. dorotheawagner

    Der Beitrag enthält ja viel Witziges, aber der Satz „Aber Vorsicht – lassen Sie nicht ungezügelt Ihrem Antisemitismus freien Lauf“ ist daneben. Denn damit unterstellst Du Deinen Lesern Antisemitismus, und implizit (es sind ja DEINE Leser) wird Antisemitismus damit zu etwas Positivem, zumindest Normalem. Ich jedenfalls fühle mich von diesem Satz abgestoßen, und ich frage mich, was ein Jude wohl denkt, wenn er so etwas liest. Abgesehen davon, daß Du mit dem Satz praktisch ausschließt, daß Juden (seien sie gläubig oder nicht) Dein Blog lesen.

    Antwort
    1. user unknown Autor

      In der Weise, wie es gelesen werden muss, stimmen wir offenbar überein, nur nicht, ob das als Übertreibung/Ironie durchgehen kann oder nicht, nicht. Ich meine Th. Bernhard hat vor 26 Jahren im Stück „Heldenplatz“ eine Figur sagen lassen „Alle Österreicher sind Nationalsozialisten“. So pauschal lehnt man das ab wenn man es hört, aber nur so pauschal hat es etwas Wupptisch. „20% aller Deutschen sind Antisemiten“ ist eine Aussage die von jüngeren Studien geliefert wurde, aber lässt sich damit etwas erzielen?

      Die Empfehlung dem eigenen Antisemitismus nicht freien Lauf zu lassen macht diesen zu einer Art globaler Eigenschaft die jeder, vielleicht mehr oder weniger, hat. „Lassen Sie ihrem Neid nicht freine Lauf“ könnte man sagen (jetzt nicht im vorliegenden Kontext, aber in anderen).

      Nicht ganz abwegig ist auch die Frage, ob denn keine Juden meinen Blog lesen. Der HTML-Code hat eine Judenweiche und zeigt einem Juden, so er einen erkennt, andere Inhalte.
      Nein – Scherz! – sowas gibt es nicht. Man kann allenfalls die Spracheinstellung „hebräisch“ erkennen oder eine Landes- und Zeitzoneneinstellung, aber etwas anderes: In Ausnahmefällen können Juden selbst auch antisemitisch sein.

      Die Leser scheinen aber insgesamt den Witz entweder nicht zu goutieren, oder sich ein „gefällt mir“ nicht zu trauen.

      Antwort
      1. dorotheawagner

        Wie schon angedeutet: ich finde sowohl den siebenarmigen Laubbläser als auch den Hinweis „Alles auf Sucka“ witzig, aber der Beitrag insgesamt leidet an der Antisemitismus-Unterstellung. Wer „gefällt mir“ klickt, würde zugeben, zur Gruppe der Leser zu gehören, die Du (allesamt) als Antisemiten ansprichst, und wer will das schon?

        Und m. E. hätte es dessen gar nicht bedurft; Du hättest das Bild ganz ohne Erwähnung von Antisemitismus kommentieren können, z. B. so: „Im September/Oktober feiern die jüdischen Gemeinden das jüdische Laubbläserfest. Sie kaufen einen möglichst lauten Bläser und gehen raus, das Laub zu blasen. Aber Vorsicht – fallen Sie nicht auf den nächstbesten Bläser rein. Die original jüdischen Laubbläser erkennen Sie am siebenarmigen Laubbläser.“

        Antwort

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