Diskriminierte Radfahrer

DSCF7805Hier haben rechtsabbiegende Autofahrer etc. grün – wieso nicht die Radfahrer? Nein – das ist nicht das Ende der Grünphase, und die schnelleren Autos dürfen noch eine halbe Sekunde länger fahren, sondern es ist der Beginn einer Grünphase, für rechtsabbiegenden Nicht-Radverkehr exklusiv. Wäre es für Radler teurer eine extra Ampel für Rechtsabbieger anzubringen? Die Ampeln für den motorisierten Verkehr geradeaus und links sind höher angebracht und nicht im Bild.
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Das Eck ist westlich vom PoPl, wenn man aus Richtung Tiergartentunnel kommend von der Ben-Gurion-Straße auf die Potsdamer-Straße stößt, Richtung Nationalgalerie fährt. Links wäre Sonyzenter usw.. DSCF7807Jetzt hat der allgem. Radverkehr grün.

DSCF7808Ich frage mich, wieiviele Radfahrer, darauf konditioniert dass die Ampeln fast immer synchron sind, bei Grün für die Autos einfach losfahren und nicht merken, dass sie nicht gemeint sind. Und wieviel Zeitverlust die Radfahrer, die auch rechtsabbiegen wollen, haben, sowie die Autofahrer, die stehenbleiben müssen, weil sie Rot haben, während der Radverkehr grün hat, aber kein Radler da ist?

Update: Am Rathaus Schöneberg gibt es jetzt eine Rechtsabbiegerampel für Radler.

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2 Gedanken zu „Diskriminierte Radfahrer

  1. dorotheawagner

    Ähnlich, aber doch anders ist die Situation an der Ecke Altonaer / Lessingstraße in Moabit, wenn man vom Großen Stern kommt. Zuerst haben nur die rechtsabbiegenden Autos grün, und in der Regel schaffen es fünf: drei bei grün, eines bei gelb, das letzte schon deutlich bei rot. Ihr Vorteil (und wohl der Sinn der Sache): Sie müssen auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen, weil alle anderen stehen. Danach wird es für alle – Auto- und Fahrradfahrer sowie Fußgänger, die über die Lessingstraße wollen – gleichzeitig grün. Das heißt: Auch die übrigen Autos, die rechts abbiegen wollen, können wieder fahren, müssen jetzt allerdings auf die geradeaus fahrenden Radfahrer und die die Lessingstraße überquerenden Fußgänger achten.

    Aber wie Du schon sagst: Die Gewöhnung bewirkt, daß man als Radfahrer, wenn man grün sieht, losfahren will. Ich muß mich auch jetzt, nachdem ich seit fast vier Jahren dort regelmäßig mit dem Rad entlangfahre, noch immer zurückhalten, und immer wieder auch andere Radfahrer zurückhalten.

    Übrigens gibt es bei uns (also an der besagten Kreuzung) – im Gegensatz zu Deinem Beispiel – für die Radfahrer zwei Spuren: eine für Geradeausfahrer, eine für Rechtsabbieger. Die Spuren sind durch Kennzeichnung ganz klar definiert. Radfahrer, die rechts in die Lessingstraße abbiegen möchten, könnten also gleichzeitig mit den rechts abbiegenden Autofahrern losfahren. Gesehen habe ich das in den vier Jahren vielleicht zwei oder dreimal. Alle anderen Radfahrer, die auf dieser Spur an der Ampel stehen, fahren geradeaus.

    Antwort
    1. user unknown Autor

      Ja, stimmt.
      Da ich da nie rechts abbiegen will ist mir noch gar nicht aufgefallen, dass man dort genauso diskriminiert wird.

      Ich meine in der Lessingstr. ist, im Ggs. zur Altonaer, keine Benutzungspflicht, d.h. man könnte als Radfahrer auf der Fahrbahn weiterradeln nach dem Rechtsabbiegen. Das würde einem Spurwechsel entsprechen und man hätte wohl dem Autoverkehr Vorrang zu zollen.

      Mir passt die ganze Richtung nicht. Ich würde den Verkehr wo es geht mischen und nicht alles klein-klein regeln. Was ich noch problematisieren wollte, das ist die Frage, was bei Ampelausfall an solchen Kreuzungen passiert.

      Antwort

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