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Humanisten befragen Parteien zur Europawahl 2014 | Humanistischer Verband Deutschlands – Bundesverband

Welche Parteien werden sich konsequent für die Rechte der Frauen und von Lesben, Schwulen, Trans- und Intersexuellen LGBTI einsetzen?

viaHumanisten befragen Parteien zur Europawahl 2014 | Humanistischer Verband Deutschlands – Bundesverband.

Der HVD begleitet die Europawahl kritisch. Auch wenn es keine sehr großen Wellen schlägt – man kann das begrüßen.

Befremdlich finde ich aber eine Haltung, die die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern anstrebt, und sich dann nur für die Rechte von Frauen stark macht.

Die Knäste sind bevölkert von Männern. Männer haben eine deutlich kürzere Lebenserwartung, Männer verüben häufiger Selbstmord und sind häufiger suchtkrank. Das sind eigentlich weithin bekannte Fakten, aber oft wird die Rollenverteilung kritisiert als wäre sie von Männern verbrochen und während sich die Protestler über Frauen in der Opferrolle empören wird dieses Klischee wieder reproduziert.

Ich habe den HVD schon angeschrieben, aber meine Frage, ob ich den Schriftwechsel veröffentlichen darf, wurde abschlägig beschieden, so dass ich nur meinen Blog als Möglichkeit sehe die Einseitigkeit zu thematisieren.

In letzter Zeit ist eine Gleichstellungsbeauftragte entlassen worden nachdem sie sich auch für Männer einsetzte – man sieht, das Thema ist nicht ganz ohne Brisanz. Man denkt, das Thema sei Anfang der 70er vielleicht erschöpfend abgehandelt worden, aber mein Eindruck ist, dass die gesellschaftlichen Entwicklungen noch andauern, und dass die Problematik noch gar nicht vollständig verstanden ist.

Untersuchungen zeigen beispielsweise, dass in traditionelleren Gesellschaften wie Russland, Idien und dem Iran der Anteil Frauen in Ingenieursberufen sehr hoch ist, aber in liberaleren Gesellschften wie Schweden und Deutschland gering.

Jetzt stellt sich doch die Frage woran das liegt, ob die Fördermaßnamen wie Girlsdays usw. verfehlt sind, woran die Asymetrie liegt und was man tun könnte. Überraschenderweise haben die 40 Jahre Frauenpolitik wenig belastbares hervorgebracht – man kreist um Sprachregelungen und Quoten, aber für Männer in Frauenberufen werden selten Quoten gefordert, und für Autobahnmeistereien, Stahlkocher, Bohrinselarbeit u.ä. wird auch keine Quote gefordert.

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