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Ich muss doch nochmal auf Frau Käßmann und das Lamento vom kommerziellen Fest zurückkommen, nachdem ich bereits manches zu Halloween losgeworden bin. Man hört so was, und reflexhaft wappnet man sich mit der Armada Argumente, die man im Laufe der Zeit gebildet hat, um sich gegen solche ideologischen Angriffe zu wehren, aber wie so oft versäumt man es, die Aussagen einer Exbischöfen in Uniform anzuzweifeln.

Seit Monaten liegen die Vorboten Weihnachtens in den Supermärkten als da wären Lebkuchen, Dominasteine und Marzipankrumpern aber für Halloween wird eine Woche vorher ein Regalsegment halb mit Süßkram speziell im Kürbislook Platz geschaffen und eine Reihe weiter, bei den Klamotten, gibt es 4 Kostüme in 3 Kindergrößen und fertig. Der Riesenreibach ist das nun nicht. An Kürbissen selbst ist auch noch niemand arm geworden, und Kürbisse beschnitzen ist ein kreativer und kein kommerzieller Aspekt und das Herumziehen und Nachbarn ausbeuten ein sozialer.

Es dürfte kaum ein Fest geben, das weniger kommerziell ist, wenn man die Kosten anschaut. Es steht aber auch jedem frei die Süßigkeiten selbst zu produzieren aus biologisch-korrekten Zuckerrüben.

Ein ordentliches Grillfest mit Eiskrem zum Nachtisch ist auch kommerziell. Fußball-Championsleague in der Kneipe oder eigenes Sky-Abo gibt es auch nicht umsonst. Auch ein ordentliches Bußfest kostet, wenn man sich stilsicher mit einer Nilpferdpeitsche von Dior oder Karl Liebknecht – äh – Lagerknecht den Rücken striemig schlägt. Oder diese ganzen Kerzen die es immer braucht wenn es liturgisch wird. Bild

In diesem Zusammenhang darf ich auch auf den Blog von Florian Freistetter verweisen, der seinerseits wieder auf einen Text verweist, in dem für die USA auch eine Statistik zitiert wird, was pro Konsument und Jahr für das Fest ausgegeben wird. Leider vergleicht der Artikel die Zahl dann mit den Ausgaben landesweit für Weihnachten + Nikolaus, so dass man die Zahl der Amerikaner grob im Kopf haben muss und die Kunst der Division durch große Zahlen beherrschen sollte: 450 Mrd. Dollar durch 450 Mio. Amis, macht 1000 Dollar pro Ami und Fest – vs. 40$ bei Halloween – ganz grob überschlagen. Es sind nur 350 Mio. Amis, schätze ich mal, ohne WIkipedia zu bemühen, aber das rechnet sich schlechter – da müsste man ja noch 7/9 irgendwie nehmen, das artet dann noch in Arbeit aus.

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