Blasphemietag

Schnell, bevor er vorbei ist, wünsche ich noch einen fröhlichen Blasphemietag (man kann auch die Nacht noch dazunehmen) und päsentiere meine jüngste Skulptur:

Mohammed (gemischtes Hack Schwein & Rind, Olive, Chili, Mullbinde, Watte)

Mohammed (gemischtes Hack Schwein & Rind, Olive, Chili, Mullbinde, Watte)

Der Feiertag ist ja erschreckend unbekannt und leider kein offizieller. Man sollte eigentlich die offiziellen Feiertage proportional unter den Weltanschauungen aufteilen.

Auf die Idee gebracht hat mich Cornelius Courts, von dem ich auch vom Wir-malen-eine-Mohammed-Karikatur – Tag erfahren habe. Damals hatte ich nichts parat, entwickelte aber spontan die Idee einer Skulptur auf Schweinehackbasis. Die Idee habe ich auch schon unter’s Volk gebracht, aber umsetzen, fotografieren und das Foto publizieren wollte ich erst an besagtem Tag, der aber noch ca. ½ Jahr entfernt ist.

Jetzt kommt die göttliche Fügung ins Spiel. Früher habe ich häufiger Hack gegessen. Wenn Freunde zu Besuch kamen gab es häufiger mal Spaghetti Bolognese (oder Spirelli, die sich leichter essen lassen), oder seltener auch selbst gemachte Cheeseburger. Gar nicht mein Ding ist ja Lasagne – also das Machen, Essen geht. :)

Die Freunde vom Studium sind in die Winde verstreut, und heute gibt es kaum Hack – wenn aber, dann oft vom türkischen Laden, der auch gemischtes Hack hat – das bedeutet bei ihm aber Rind und Lamm – nicht Rind und Schwein.

Weil es so selten Schweinehack bei mir gibt konnte ich schlecht planen auf meinen nächsten Hackkauf zu warten, um dann auch eine Figur zu modellieren und ein Foto zu schießen – die Planung musste umgekehrt laufen: Faschiertes kaufen für die Skulptur um nachher von der Kunst zum Brot schreiten.

Ich wollte frühzeitig das Fotoverfertigen unternehmen, damit ich es nicht vergesse, und wenn doch nicht am Wochenende o.ä. vom draw-a-mohammed-Cartoon überrascht zu werden. Und justament heute kam ich dazu, machte das Foto, aß Mohammed auf und schaue jetzt bei den Scienceblogs vorbei, und erfahre von diesem Tag. http://scienceblogs.de/bloodnacid/2013/09/30/einen-frohlichen-blasphemie-tag-allerseits/ Welch göttliche Fügung!

Passend zum Thema darf ich auf die Blasphemiekatzen verweisen, welche sich schon in meinem Blog finden: https://demystifikation.wordpress.com/2013/08/19/blasphemic-lolcat-i-ii/

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4 Gedanken zu „Einen fröhlichen Blasphemietag und eine göttliche Fügung

  1. dorotheawagner

    Es lebe die Karikatur, und gerne auch die anti-klerikale. Aber was ist denn das für eine Rede von den „Blasphemiekatzen“? Katzen, diese wahrhaft überirdischen Geschöpfe, sind von Natur aus nicht blasphemisch, sie können es gar nicht sein. „Die Katzen, die ich (also Du) für blasphemische Zwecke mißbrauche“ würde den Sachverhalt viel eher treffen.

    Antwort
    1. user unknown Autor

      Blasphemiekatzen sind sowas ähnliches wie Osterhasen, nur eben nicht an Ostern, und auch keine Hasen. Es sind Tiere, die sich ganz zwanglos, wenn auch neugierig interessiert zu einer blasphemischen Aktion einfinden, ihren persönlichen Vorteil witternd in Form eines Stückchens Schinken der ebenfalls ganz zwanglos hinter einer Hostie verborgen wird, falls die Wandlung des Brotes in das Fleisch Jesu doch nicht soweit gelungen ist, als dass sie auch ein zartes, ideologisch unmanipuliertes Katzennäschen plus Hirn überzeugen könnte.
      Das diabolische, komplizenhafte Grinsen von König Minos, dem Minoer, läßt die Vorstellung zumindest zweifelhaft scheinen, zu Blasphemie seien Katzen nicht fähig. Wenn es der Futterfindung dient, dann sind Katzen zu so manchem fähig. Die Hexe wird auch nicht ganz zufällig mit Katzen in Verbindung gebracht.

      Antwort
    1. user unknown Autor

      Auf Google+ hole ich tatsächlich oft Vorjahreswerke wieder hervor. Dort habe ich aber auch mehr als doppelt so viele Follower wie letztes Jahr, für die das neu ist. Hier bekämen Leute ja teils Mails zugestellt, nur um etwas zu sehen, was sie schon kennen. Mit einem Suchwort wie „Blasphemietag“ kann man aber leicht andere Werke zum Thema hervorholen.

      Manchmal füge ich aber nachträglich noch Kleinigkeiten hinzu oder verbessere etwas, darauf könnte ich ja hinweisen. Bei größeren Restaurationen (näheres am Reformationstag) kann ich aber auch mal etwas neu verbloggen.

      WordPress hat ohnehin unter dem heutigen Blasphemietagcartoon einen Link zu diesem hier gesetzt, als ‚ähnlicher Beitrag‘.

      Antwort

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