In Hoffenheim gab es ein schönes Tor, das leider nicht anerkannt wurde. Den Propagandisten des Chips im Ball oder Videobeweises kann hier aber dennoch nicht kritiklos zugestimmt werden.

In den 8 anderen Spielen des Tages kam es nämlich nicht zu vergleichbaren Toren. Stattdessen kam es zu anderen Toren, etwa 6 bis 7 in Berlin allein, die mühelos ohne Chip erkannt wurden. Außerdem kam es zu unzähligen strittigen Abseitsstellungen, Handspielen, Fouls und strittigen Aus/Ecke/Torabstoßszenen, die mit einem Chip auch nicht besser beurteilt werden können.

Berlin mit 4:1 vorläufig Tabellenführer

Berlin mit 4:1 vorläufig Tabellenführer, Momentaufnahme Videotext

Gegen den Chip sprechen die enormen Anschaffungskosten die in keinem Verhältnis zum Ertrag stehen. Den meisten Bällen, ich schätze mehr als 99 von 100 wird endgültig die Luft ausgehen, bzw. sie werden ausgemustert, weil ein neues Muster offiziell für en vogue erklärt wird, bevor sie die Torlinie überqueren oder nicht überqueren, den Schiedsrichter aber im je gegenteiligen Glauben lassen, so dass der Chip nütztlich werden kann.

Leider habe ich keine genauen Zahlen – ich habe sogar überhaupt keine Zahlen – wie viele Tore und Nichttore so pro Bundesligasaison per Chip geklärt werden könnten.  Auch nicht, was die Technik pro Tor kostet und was pro Ball. Dann ist natürlich fraglich wie die Verantwortlichen mit einer Technik zurechtkommen werden, die nur alle Jubeljahre mal benötigt wird.

Auch weiß ich gar nicht wie die Technik genau funktionieren soll. Sitzt der Chip genau in der Mitte des Balls? Wer hält ihn da fest? So ein Ball ist ja nahezu kreisrund – wenn er auf dem Boden liegt. Im Flug verformt er sich aber und beim Aufprall verformt er sich extrem. Das Regelwerk besagt aber nicht, dass der Mittelpunkt des Balles mehr als eine Radiusweite von der Torlinine entfernt jenseits dieser sein muss, sondern dass der Ball insgesamt die Torlinie überschritten haben muss. Das kann er etwa tun, indem er gegen ein Bein prallt, sich dabei aber so verformt, dass er, nun, nicht pfannkuchenflach, aber doch arg gestaucht ist. Dabei kann er komplett die Linie überschreiten ohne mit der MItte einen Radius weit von der Linie entfernt zu sein.

Freilich geht alles so schnell, dass es schwierig wird das Versagen der Technik zu entlarven. Und es wird ja noch viele hundertstel Mal seltener vorkommen als eine zu Recht korrigierte Fehlentscheidung.

Aber weil diese Fehlentscheidungen insgesamt so selten sind ist die Chance recht hoch, dass andere Fehler des Geräts viel häufiger sein werden. Ich bin dann fein raus und werde auf meinen Blogeintrag verweisen.

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