Dopinglügen

Bemerkenswert, wie sich von heute auf morgen die Realitäten ändern können. Kürzlich noch war Doping verpönt und das breitflächige Doping der DDR war ein weiteres Indiz für die Verkommenheit dieses Systems, in dem betrogen wurde, und das vom Staat.

Aber heute ist das gar nicht das Problem. Heute ist das Problem, dass es ein Zwangsdoping war. Im Westen wurde auch gedopt, aber es war kein Zwang. Haha.

Nein, wirklich. Im Osten musste der Sportler dopen, sonst durfte er nicht ins Olympiateam, aber im Westen förderte der Staat das Doping blos. Wer nicht dopte schaffte die Norm nicht und durfte dann deswegen nicht zu Olympia, aber nicht, weil er nicht gedopt hätte.

Wie soll man sich das eigentlich vorstellen? Da rudert ein Deutschland Achter, und 6 der 8 sind gedopt, aber 2 lehnten das ab und waren nicht gedopt? Und dann waren die 2 zu schwach, und flogen aus dem Boot und 2 Doper rückten auf, und die sauberen Sportler hielten still?

Wer soll das erstens bitte glauben, und zweitens, wie soll man sich dann den Zwang im Osten vorstellen? Wurden Sportler, die Spritzen und Tabletten ablehnten in den Stasiknast geworfen? Während im freien Westen nur die Wettkampfteilnahme flachfiel?

Jetzt versuchen sich einige Leute mittels Verschieben der Maßstäbe die Vergangenheit passend zu lügen und merken nicht, dass alles was den Unterschied zwischen dem Zwang hier und dem Zwang da die Illusion ist, die man vom freien Westen zum Beispiel hat. Weil er ja schon so heißt kann es bei uns kein Zwang gewesen sein.

Tell me lies about Vietnam.

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Ein Gedanke zu „Dopinglügen

  1. bertrandolf

    Ja richtig, das System im Hintergrund nennt sich Wettbewerbslogik. Wenn ein Sprinter durch Dpoing Bestzeiten läuft, dann hat der andere die Wahl, dies auch zu tun oder niemals so gut zu werden. Oder wenn ein Kokurrenzunternehmen Versicherungen seine Kunden abzockt und hohe Gewinne einfährt, dann hat man die Wahl es auch zu tun oder irgendwann vom Markt zu Verschwinden. Da kommt man ins sogenannte „Rat-Race“, wenn du es nicht tust, macht es ein anderer.

    Mit dem Osten kenne ich mich nicht aus, aber vermute das es mehr gleiche Chancen ging. Und das jeder gleich behandelt werden sollte. Der Unterschied ist wohl, wie du auch geschrieben hast die gefühlte Freiheit, im Gegensatz zum gefühlten Zwang, oder die Illusion der Zwänge. Und im Endeffekt ist der Staat Schuld oder im Westen jeder für sich selber…

    Antwort

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